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Gebetsgruppen

In vielen Pfarreien und kirchlichen Gemeinschaften und Einrichtungen bestehen und entstehen Gebetsgruppen, die sich in den Kirchen und Kapellen des Bistums einmal oder mehrmals in der Woche zu Gebetsgottesdiensten im Sinne des Gebetsapostolats treffen. Dabei geht es um das Lob und die Anbetung Gottes, um das Dank- und Bittgebet. Einen besonderen Akzent erhält dabei die Fürbitte für andere. Gerade in unserer Zeit, in der die Zahl der Gemeindegottesdienste immer mehr zurückgeht und die Kirchen häufig ungenutzt und leer bleiben, brauchen wir das Gebet solcher Gruppen.

Vorbeterinnen bzw. Vorbeter aus der jeweiligen Gruppe übernehmen die Leitung der Gebetsgottesdienste.

Kranke und gehbehinderte Menschen können sich den Gebetsgruppen anschließen und von Zuhause, etwa vom Krankenbett aus, am Gebetsdienst teilnehmen.

Auch viele Ordensgemeinschaften und Einzelpersonen beten im Sinne des Gebetsapostolats.

Die Gebetsgruppen wirken „apostolisch“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gebetsgruppen möchten apostolisch wirken. (Deswegen „Gebets-Apostolat“) Sie wollen sich für die Ausbreitung und das Wachsen des Reiches Gottes einsetzen. Sie beten für die Menschen, die Christus noch nicht kennen oder ihn wieder vergessen haben. Sie sind der gläubigen Überzeugung, dass alle Getauften zum Apostolat berufen sind.

Im Hintergrund steht dabei die besonders durch das Zweite Vatikanische Konzil hervorgehobene Teilnahme aller Gläubigen am priesterlichen, königlichen und prophetischen Amt Christi. Damit ist die Sendung verbunden, die Christus, der Herr, den Aposteln und der ganzen Kirche aufgetragen hat: „Geht in alle Welt und verkündet das Evangelium“. Apostolat ist Aposteldienst, es ist missionarisches Tun. Dabei geht es immer um den Einsatz für andere vor Gott: damit die anderen ihr ewiges Heil finden - damit Gottes Herrschaft in ihnen anbricht - damit Gottes Reich kommt! Die Beter bzw. die Christen, die dem Gebetsapostolat angehören, sind davon überzeugt, dass alle Getauften zum Apostolat berufen sind.

Das apostolische Tun der Getauften hat viele Formen: Es geschieht durch das persönliche Glaubenszeugnis im Alltag, durch die Weitergabe des Glaubens in Familie, Beruf und Gemeinschaft, durch den Dienst am Nächsten und insbesondere durch das Gebet und den Gottesdienst.

In der Hl. Schrift ist oft davon die Rede, dass durch das Gebet und durch ein gottverbundenes Alltagsleben, durch Arbeit und Beruf, durch das Ertragen von Beschwerden und Leiden, geistlicher Nutzen für andere, für deren Heil und für das Wachsen des Reiches Gottes erwartet werden kann.

Das Gebetsapostolat will apostolisches Tun und apostolischen Einsatz fördern.

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