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Wieder am See - und es bleibt schwierig, Jesus (wieder) zu erkennen

... der Ihn liebte, sagte: Es ist der Herr

Erscheinung am See Tiberias

Simon Petrus und sechs weitere Apostel gehen ihrem alten Broterwerb nach. Eine Nacht haben sie sich vergeblich gemüht, im See von Tiberias Fische zu fangen. Am Morgen steht Jesus am Ufer; sie erkennen ihn nicht: „Meine Kinder, habt ihr etwas zu essen?“ Weil sie bisher nichts gefangen haben, rät er ihnen, das Netz auf der rechten Seite auszuwerfen. 153 Fische (so viele Sorten Fisch kannte man damals) sind daraufhin im Netz (im Bild sind es acht, Anspielung auf die neue Schöpfung, die Auferstehung am ersten Tag der neuen Woche; viele Taufsteine sind deshalb achteckig!). Angesichts dieser reichen Fischernte erkennt der Jünger, den Jesus liebte: „Es ist der Herr“ (V 7). Daraufhin springt Petrus – nur notdürftig bekleidet (sein weißes Obergewand erinnert an das weiße Kleid der Neugetauften) – aus dem Boot und zieht das Netz an Land (vgl. Mt 14,22-33 und den Auftrag Jesu, Menschenfischer zu werden Mk 1,16).

„Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot... Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch... Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war“ (V 9.12f). Diese Offenbarungsszene hat der Maler besonders eindrucksvoll gestaltet: Rechts am Ufer, erhöht, der hellgewandete Auferstandene, zu seinen Füßen ein rundes Brot (mit dem Kreuzzeichen und den Bruchstellen als Hostie gekennzeichnet) und das Kohlenfeuer mit dem gegrillten Fisch. Der einladende Arm sucht den Kontakt zu Petrus und zu den übrigen Aposteln im Boot, die ihre offenen Hände Jesus entgegenstrecken.

Begegnung mit Jesus nach seiner Auferstehung geschieht in den Sakramenten der Kirche, besonders in Taufe und Eucharistie. Petrus bringt die Fische im Netz – Symbol für die Christen in der Gemeinschaft der Kirche – zum Herrn, der sie mit offenen Händen zum Mahl empfängt. Er will sie nicht verzehren, sondern er will ihre Speise sein, Leben in Fülle. So wurde der Fisch zum ältesten Erkennungszeichen der Christen, lange vor dem Kreuz. Die Buchstaben des griechischen Wortes für Fisch „ICHTYS“ beinhalten ihr Glaubensbekenntnis: Jesus Christus, Gottes Sohn, Heiland.

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