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Bild der hohen Woche

Thomas aber war auch bei ihnen

Thomas: und sei nicht ungläubig...

Das Johannesevangelium berichtet von der denkwürdigen Begegnung zwischen Thomas und dem Auferstandenen acht Tage nach Ostern in einem Raum mit verschlossenen Türen. Der Maler der Miniatur verlegt die intime Begebenheit ins Freie. Drei Apostel und Thomas schreiten über Erdschollen auf den erhöhten Jesus zu, der weißgewandet auf einem Hügel steht. Den linken Arm mit der Schriftrolle (anstelle des Buches) hat er erhoben, mit der rechten zieht er das Gewand ein wenig zurück, damit Thomas – und nur er! – die Seitenwunde sehen kann. Thomas steigt zu Jesus hinauf, streckt den rechten Arm vor und will mit dem Zeigefinger die Wundmale Jesu, die im Codex Egberti an keiner Stelle gemalt sind, berühren.

Thomas war nicht dabei gewesen, als der Auferstandene sich den Jüngern zum ersten Mal zeigte. Sie hatten ihm voll Freude davon berichtet. Aber Thomas konnte nicht glauben, dass der, dessen Verhaftung und Hinrichtung er miterlebt hatte, jetzt neu und anders unter ihnen gegenwärtig sei. Er will sich selbst von der Identität des Auferstandenen mit dem Gekreuzigten überzeugen: „Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht“ (V.25). Als Jesus den Jüngern wieder erscheint, lässt er sich darauf ein – und Thomas bekennt seinen neu gefundenen Glauben: „Mein Herr und mein Gott!“ Die Apostel links nehmen sich das deutende Wort Jesu zu Herzen und überliefern es uns: „Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“ (V.29). Rechts im Bild neben dem Erhöhten ist Platz für die, die den irdischen Jesus nicht gesehen haben und doch glauben, dass er ihr Herr ist, der Gott ihres Lebens…

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