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Die Magier aus dem Osten

"... Wo ist der neugeborene König ..."

Die Weisen aus dem Osten

Maria sitzt „auf dem Thron Davids“ (vgl. Lk 1,32), auf ihren Knien Jesus (als kleiner Erwachsener dargestellt), die Heilige Schrift in der Hand. Neben dem Thron, quasi ihn stützend, steht Josef, sein Umhang hat die gleiche Purpurfarbe wie der von Jesus. Er garantiert die Abstammung Jesu aus Davids Geschlecht, der Heiligenschein um Jesus und Maria zeigt Jesu Herkunft von Gott an. Das große Gebäude, vor dem Maria und das Kind sitzen, verliert sich im Himmel: Maria und Jesus sind der Eingang zur Kirche, die entsteht, die Bibel ist der Schlüssel.

Die Sterndeuter aus dem Morgenland, Vertreter der Heidenvölker, sind die ersten Pilger. Sie sind zweimal dargestellt. Oben links als Halbfiguren unterwegs, mit Lanzen bewaffnet, ein junger, ein gestandener, ein alter Mann. Der erste von ihnen weist auf den achtstrahligen Stern, der ihnen den Weg zum Kind zeigt (V 2 und 9). Aus den namenlosen Magiern sind inzwischen Könige mit Kronen geworden, sie heißen Pudizar, Caspar, Melchias. Im Palast des Königs Herodes fragen sie vergeblich nach dem „neugeborenen König der Juden“. Das Wort der Propheten (Mi 5, 1.3) und der Stern führen sie schließlich in die Stadt Davids. Ihre geänderte Kleidung zeigt ihre gewandelte Erkenntnis und Haltung an! Sie finden das Kind und seine Mutter; „da fielen sie nieder und huldigten ihm“ (V. 11). Während zwei noch in tiefer Verbeugung verharren, richtet sich der erste König auf und überreicht eine Schale mit Gold. So war es im Mittelalter Brauch beim Amtsantritt eines Königs. Die Magier aus dem Osten sind gekleidet wie Fürsten des 10. Jahrhunderts (eine zarte Anspielung, dass sich das Kaisertum nach dem Vorbild der heiligen drei Könige der Kirche unterwerfen möge?).

Der Maler zeigt die Geschenke der beiden anderen Könige nicht. Dem Evangelienbericht nach schenken die Astrologen dem Kind Gold (damit anerkennen sie ihn als König), Weihrauch (der Gott gebührt) und Myrrhe (damit werden Verstorbene einbalsamiert, also ein Hinweis auf das wahre Menschsein Jesu, seinen Tod). Die Magier als Vertreter der Heidenvölker haben „voll den Durchblick“, der dem König Herodes fehlt – Gott lässt sich finden von denen, die nach ihm suchen (vgl. Ps 27).

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