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Das "Himmelfahrt"-Bild

"Was steht ihr da und starrt zum Himmel..."

Himmelfahrt Jesu


Zum Abschied hat Jesus seine Freunde auf den Ölberg bestellt: aufgetürmte Schollen mit Pflanzen, wie der Hügel von Golgatha bei der Kreuzigung. Rechts und links dicht gedrängt zehn Apostel, angeführt von Petrus und Maria (mit Heiligenschein!), die Blicke und Hände auf Geheiß der zwei weißgekleideten Engel-Boten himmelwärts gehoben. Dort entschwindet Jesus in einer Wolke ihren Blicken. Der Maler hat diese Wolke als Mandorla gemalt. Die Schale der „Mandel“ ist gestaltet wie der Rahmen jeder Miniatur im Codex Egberti, die inneren Schichten sind kostbar gold, rot, grün und blau gefärbt. In diesem Glorienschein schreitet der weiß gekleidete (auferstandene) Jesus nach oben. Vom Himmel ergreift die Hand des Vaters seine Rechte, die den Rahmen sprengt. Ebenso das (Prozessions-) Kreuz, das Jesus geschultert hat. Es gleicht dem Kreuz, das der Engel der Verkündigungsszene als Botenstab trug: Anfang und Vollendung des Menschseins Jesu sind durch das Kreuz symbolisiert; das menschliche Leben ist ein Leben zum Tod.

Die beiden Engel mit den ausgestreckten Händen zeigen den Christusgestus: zwei ausgestreckte Finger (die die menschliche und die göttliche Natur Jesu bezeichnen), drei gefaltete Finger (Hinweis auf die Dreifaltigkeit). Man kann in der Mandorla eine Fruchtblase sehen, die den Embryo umschließt, und in dem freien Raum zwischen den beiden Engeln den Geburtskanal: der Tod ist das Tor zu einem neuen Leben: „Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen“ (Joh 12, 32). Die Teilhabe des Menschen an der göttlichen Herrlichkeit – von Anbeginn an intendiert – beginnt mit der Erhöhung des „Erstgeborenen der Toten“ (Kol 1,18).

Himmelfahrt des Herrn meint nicht, dass Jesus ins Jenseits verschwunden ist, dass ihn das Leid und die Freude der Welt fortan nicht mehr kümmert. Mit dem verklärten Menschenleib ist der Sohn heimgekehrt in die Existenzweise Gottes, die mitten in der Welt jenseitig ist. So wie die Engel nach oben weisen, weisen sie mit der anderen Hand zurück auf die Erde: „Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen“ (V. 10). Bis dahin gilt es, seine Zeugen zu sein in der Kraft des Heiligen Geistes „in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an die Grenzen der Erde“ (V. 8)

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