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Fastenzeit

"Du erbarmst dich aller, o Herr,
und hast Nachsicht mit den Sünden der Menschen,
damit sie sich bekehren;
denn du bist der Herr, unser Gott."

(Buch der Weisheit - Kapitel 11, Verse 24-25a)

Fastenzeit heißt nicht nur, weniger essen und trinken, sondern grundsätzlich weniger für sich selbst fordern und verbrauchen. Der Sinn: Der ganze Mensch soll frei werden und sich selbst wiederfinden; er soll das einüben und verwirklichen, was wir durch die Taufe geworden sind: ein neuer Mensch, in dem Christus sichtbar wird. Das Gesetz Christi heißt: nicht fordern, sondern schenken; loslassen, sich selber lassen und wie durch den Tod hindurch das neue, größere Leben gewinnen.

Mehr auf den Seiten der Erzabtei Beuron

Vom Sinn der Fastenzeit

Fasten - Gebet - Werke der Liebe

"Die vierzigtägige Vorbereitungszeit auf Ostern ist geprägt durch den Dreiklang von Fasten, Gebet und Werken der Liebe. In der landläufigen Wahrnehmung der Fastenzeit treten nicht selten die Elemente des Gebets und der Werke der Nächstenliebe in den Hintergrund. Dabei gehören sie unverzichtbar mit dazu. Denn so wichtig und hilfreich Vorsätze zum Fasten sind, so sehr stehen sie für sich allein genommen in der Gefahr, dass die Person, die fastet, dabei doch um sich selbst kreist, weil sie die Konzentration vor allem auf sich selbst richtet. Das ist Fasten als Selbstoptimierung. Damit wird aber der eigentliche Sinn des Fastens ins Gegenteil verkehrt. Denn der freiwillige Verzicht soll dazu helfen, freier zu werden von sich selbst und sensibler für die Anderen, d.h. für Gott und die Menschen. "

(Bischof Dr. Stephan Ackermann im Hirtenwort zur Österlichen Bußzeit 2020)

Hinweis: Die Botschaft von Papst Franziskus zur Fastenzeit 2020 finden Sie unter diesem Link in deutscher Sprache.

Die MISEREOR-Fastenaktion 2020 bietet zahlreiche Materialien zum Mitmachen, Nach- und Weiterdenken

Nur eine kleine Auswahl...

Aktionen und Impulse zum Mitmachen und Weiterdenken

Als Christen sind wir in der Fastenzeit eingeladen, unsere Beziehung zu Gott und den Mitmenschen zu überdenken und zu vertiefen, eigene Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu verändern und in diesem Sinne neu in Bewegung zu kommen - z.B. beim Autofasten.

Predigtanregungen: nachhaltig predigen - auch in der Österlichen Bußzeit! Umkehren zum Leben in Fülle!

"Frieden geht" - MISEREOR Fasten-Brevier

Geistliche Impulse - Beiträge im Archiv

Zwischenruf

  • Es ist wieder Fastenzeit. Zeit für Diäten und Sportprogramme. Nach einer aktuellen Umfrage, die das katholische Hilfswerk Misereor veröffentlicht hat, ist das immer noch Trend. Fast jeder zweite verzichtet auf Alkohol und Süßes. Jeder dritte reduziert Fleisch auf der Speisekarte und etwa jeder vierte versucht, weniger zu rauchen. Am schwersten tun sich die Deutschen demnach mit dem Verzicht auf Handy und Computer, Auto und Fernsehen. Alle Jahre wieder gibt es solche Umfragen.

    Und die Antworten ähneln sich. Fastenzeit und Abnehmen, das kommt für viele zusammen. Fastenzeit und sich bewusst einschränken, auch. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Und alle Jahre wieder ist da das Missverständnis, als wenn es beim Fasten nur um Selbstkasteiung und sportliche Höchstleistungen ginge. Klar geht es drum, das eigene Konsumverhalten zu verändern. Aber doch nicht, um nur die Kilos purzeln zu lassen, um sich zu quälen und zu martern. Schon gar nicht, als religiöser Selbstzweck.

    (weiterlesen → Alles soll bleiben, wie es ist?!)

  • Der Theologe Lothar Zenetti hat das in anderem Zusammenhang mal so auf den Punkt gebracht, als er schrieb: „Frag hundert Katholiken, was das Wichtigste ist in der Kirche. - Sie werden antworten: Die Messe. Frag hundert Katholiken, was das Wichtigste ist in der Messe. Sie werden antworten: Die Wandlung. Sag hundert Katholiken, dass das Wichtigste in der Kirche die Wandlung ist. Sie werden empört sein und sagen: 'Nein, alles soll bleiben wie es ist'!“

    So ist das auch mit der Fastenzeit: Es geht nicht drum, irgendwelche hohlen Rituale zu erfüllen. Es geht darum, das neu zu denken, was ich tue. Und das Selbstverständliche in Frage zu stellen. Auf die Wandlung kommt es an. Das bedeutet, sich in der Fastenzeit zu verändern. Das auf die Waage zu bringen, ist die echte Herausforderung.

    (Michael Kinnen im SR-Zwischenruf am 24. Februar 2018)

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