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In der Zeit der Corona-Krise 2020

Regelungen und Hilfestellungen für Gottesdienste

Hinweise aus dem Liturgiereferat

Die folgenden Informationen sind vom Referat "Liturgie" im Bischöflichen Generalvikariat Trier zusammengestellt. Weitere Informationen aus diesem Themenbereich finden Sie auf der Seite des Referates unter bistum-trier.de/liturgie.

Hinweise und Impulse zu den einzelnen Festen im Kirchenjahr - gerade auch in der Corona-Zeit - gibt es auf den jeweiligen thematischen Seiten zum Kirchenjahr (Startseite Advent, dann in der Menüführung navigieren zum jeweiligen Fest). 

Heizen in Kirchen während der Corona-Pandemie

Im Saarland gilt Maskenplicht in den Gottesdiensten, in Rheinland-Pfalz dort, wo mit Umluftheizungen geheizt wird. 

Lüften während des Gottesdienstes? Türen auf oder zu? Heizung an oder aus? 

Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in den aktualisierten Hinweisen zum Heizen in den Kirchen während der Corona-Pandemie - Stand 20. Oktober 2020 - zum Download als PDF-Datei

https://t1p.de/Warmluftheizung-Corona

Eine Langfassung (Stand: 1. Oktober) der Hinweise finden Sie unter dem Link https://t1p.de/heizen-langfassung als PDF.

Bitte achten Sie darauf, Ihren individuellen Browser-Cache zu löschen, falls Sie beim Klicken auf den Link eine andere PDF-Version als die oben genannten finden! (Anleitung auf der Seite von chip.de)

zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2020

Liturgische Hilfen in der Corona-Zeit

In diesem Jahr der Pandemie waren und sind immer noch viele Formen der Begleitung Verstorbener, der Trauer und des gemeinsamen Feierns des Glaubens im Angesicht des Todes nicht möglich. Für viele Angehörige und Gemeinden ist das eine einschneidende Erfahrung.

Allerheiligen und Allerseelen mit den Gräbersegnungen sind intensive Tage des Gedenkens an unsere Verstorbenen. Wie gedenken ihrer, beten für sie und wissen uns vereint mit ihnen in der Gemeinschaft des Lebens durch Gott.

Hier finden Sie Hilfen aus dem Liturgiereferat des Bistums, insbesondere auch Hinweise zur Feier der Liturgie in der Corona-Zeit. Weitere Hilfen finden Sie ggf. auf den Seiten desDeutschen Liturgischen Instituts.

Hinweise zur Kollekte am Allerseelentag 2020 finden Sie im Kirchlichen Amtsblatt vom 1. Oktober.

Beispiele aus dem Bistum

Die Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land hat auf ihrer Internetseite Impulse für ein Gebet am Grab oder eine Einkehr zuhause online gestellt. Auch andere Pfarreiengemeinschaften und Initiativen sind online zu finden - auf den jeweiligen Homepages.

Advent und Weihnachten

Weitere Hilfen finden Sie ggf. auf den Internetseiten des Deutschen Liturgischen Instituts.

Hintergründe zum Fest - zu den Tagen um Advent und Weihnachten - finden Sie auch auf unserer Themenseite.

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist die Feier der Gottesdienste eingeschränkt. Nachdem Gottesdienste in Gemeinschaft viele Wochen nicht möglich waren, können seit Mai mit besonderen Schutzmaßnahmen wieder Gottesdienste in Gemeinschaft gefeiert werden. An vielen Orten, in vielen Pfarreien geschieht es.

In diesen Wochen haben viele das Gebet zuhause neu entdeckt. Sei es in der häuslichen Gemeinschaft oder auch allein. An dieser Stelle konnten wir seit Ende März die Modelle zum Hausgebet für jeden Sonntag aus der Paulinus-Wochenzeitung im Bistum Trier veröffentlichen. Mit Beginn der Sommerferien endet diese Reihe.

Dennoch finden Sie viele Hilfen zum Gebet an anderer Stelle, z.B. in dieser Liste: Hausgebete - weitere Anregungen und Ideen aus anderen Bistümern und Bereichen

Schutzkonzept für die Feier der Gottesdienste

Mit Klick auf das Vorschaubild öffnet sich die Seite zum Schutzkonzept in der jeweils aktuellen Fassung.

  • Allerheiligen - Allerseelen - Advent - Weihnachten Switch

  • Gestaltungshilfen zur Feier der Gottesdienste unter den Bedingungen des Schutzkonzeptes (aktualisiert 15. Oktober 2020) Switch

    • Zeit der Gottesdienstfeier: Um die Feier gemeinschaftlicher Gottesdienste unter den Bedingungen des Schutzkonzeptes zu ermöglichen, können es die Gegebenheiten vor Ort erfordern, dass man von den bisher gewohnten Zeiten der Gottesdienstfeiern abweicht.
    • Raum: Um die Abstandsregeln einzuhalten, werden viele Plätze frei bleiben müssen. In Kirchen, die mit Stühlen ausgestattet sind, kann es für die Atmosphäre besser sein, die Stühle neu anzuordnen und die Anzahl der Stühle zu reduzieren. So wird es möglich, mit den geforderten Abständen dennoch eine ansprechende Atmosphäre einer Versammlung zu gestalten. In Kirchen mit Bänken wird das schwieriger umzusetzen sein. Wo es möglich ist, könnten Bänke weggeräumt werden und die verbleibenden Bänke entsprechend einer der Liturgie entsprechenden Ausrichtung neu aufgestellt werden.
    • Gotteslob/Liederbücher: Die Gläubigen werden gebeten, ihr eigenes Gotteslob mitzubringen, um die Lieder mitvollziehen zu können. Die Ausgabe von Gottesloben ist auf Grundlage der Empfehlungen für die Wiedereröffnung von Bibliotheken (Stand: 23.04.2020) des dbv (Deutscher Bibliotheksverband e.V.) möglich. Zwischen der Rücknahme und der Wiederherausgabe der jeweiligen Gotteslobe müssen 72 Stunden liegen.
    • Weihwasser: Der Ritus des sonntäglichen Taufgedächtnisses ist möglich. Dazu wird zu Beginn der Feier der Eucharistie frisches Wasser gesegnet. Erst wenn die Gemeinde mit dem Wasser besprengt wurde, bezeichnet sich der Priester selbst mit dem geweihten Wasser. Das Wasser ist nach der Feier in der üblichen Weise zu entfernen.

      Weihwasser kann für die Gläubigen zur Mitnahme in den üblichen Gefäßen bereitgestellt werden. Es wird frisches Wasser gesegnet, das unter Einhaltung der Hygienevorschriften eingefüllt wurde. Es ist darauf zu achten, dass das Wasser nicht mit den Händen berührt wird. Das Gefäß muss fest verschlossen werden. Beim Gefäß ist Desinfektionsmittel bereitzustellen. Die Gläubigen werden gebeten, sich vor und nach dem Betätigen des Auslaufhahns die Hände zu desinfizierten.

      Alternativ ist die Segnung von Wasser in festverschlossenen Gefäßen, die mitgenommen werden können, möglich.

      Die Weihwasserbecken bleiben weiterhin leer.
    • Sakristei: In vielen Pfarreien wird auch bei einer geringen Besetzung der liturgischen Dienste der Platz in Sakristeien nicht ausreichen, um die geforderten Abstände einzuhalten. Als Abhilfe könnten für die jeweiligen Dienste Zeiten vereinbart werden, zu denen sie in der Sakristei eintreffen. Die einzelnen Dienste bereiten sich vor und verlassen die Sakristei. Die Dienste begeben sich unmittelbar an ihren Platz für die Feier des Gottesdienstes. Oder sie begeben sich auf markierte Plätze in der Kirche bis zum gemeinsamen Einzug. Auf diese Weise wird die Ansammlung von Menschen in der Sakristei vermieden.
    • Einzug: Bei Prozessionen ist der geforderte Abstand nur schwer und mit einiger Übung einzuhalten. Es könnte besser sein, dass die liturgischen Dienste nach und nach ihren Platz vor der Feier bereits einnehmen. Zu Beginn der Feier des Gottesdienstes zieht der Priester/die Leitung des Gottesdienstes allein ein. Alternativ könnte auch der Priester/die Leitung des Gottesdienstes ebenfalls vor Beginn zum Platz gehen. Unter den derzeitigen Bedingungen könnte das die Wirkung einer bewussten Sammlung vor der Feier des Gottesdienstes entfalten und zur Ruhe verhelfen.
    • Auszug: Ein gemeinsamer Auszug ist unter Einhaltung der geforderten Abstände schwierig. Viele Sakristeien werden zu klein sein, um dort genügend Raum zum gemeinsamen Aufenthalt aller liturgischen Dienste zu bieten. Um eine Ansammlung von mehreren Personen in der Sakristei zu vermeiden, könnten die liturgischen Dienste nach und nach ihre Plätze in der Kirche verlassen.
    • Gabenbereitung: An der Gabenbereitung können die Ministrantinnen und Ministranten mitwirken. Wie es möglich ist, erklärt die entsprechende Handreichung.
    • Friedensgruß: Es wird weiterhin auf jeglichen Körperkontakt verzichtet.
    • Kommunion: Da die Zahl der Personen, die die Eucharistie mitfeiern werden, aufgrund der Anmeldungen in der Regel bekannt ist, ist es derzeit gut umsetzbar, dass  in der entsprechenden Zahl der Mitfeierenden Hostien konsekriert werden.[1] So empfangen alle die Eucharistie aus dieser gemeinsamen Feier. Das Gefäß mit den Hostien für die Mitfeiernden bleibt während der gesamten Feier bis zur Kommunionausteilung mit dem entsprechenden Deckel oder einer Palla verschlossen.
    • Kelchkommunion: Die Kelchkommunion ist zurzeit für die Mitfeiernden nicht möglich.
    • Händewaschen vor der Kommunionausteilung: Damit erkennbar wird für die Mitfeiernden, dass sich die Person, die die Kommunion austeilen wird, vor der Kommunionausteilung die Hände reinigt, soll es an der Kredenz geschehen.  Die Hände werden mit einem Desinfektionsmittel den Vorschriften entsprechend desinfiziert.  Oder sie werden mit Wasser und Seife gewaschen. Dazu kann eine Lavabogarnitur/eine Taufgarnitur mit größerer Wasserkanne und Schale verwendet werden. Die Hände werden gereinigt nach dem eigenen Empfang der Kommunion, da ansonsten eine Berührung der Hände mit den eigenen Lippen nicht ausgeschlossen werden kann.
    • Lavabotuch/Kelchtuch: Unter den derzeitigen Bedingungen muss für jede Feier der Eucharistie ein frisches Lavabotuch und ein frisches Kelchtuch verwendet werden, was vielerorts schon übliche Gewohnheit ist.
    • Reinigen der Gefäße: Die Oberflächen von Hostienschalen und Kelchen sind in der Regel aus Gold oder Silber. Unter den derzeitigen Bedingungen müssen sie besonders sorgfältig gereinigt werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Wasser nicht das geeignete Mittel zur Reinigung dieser liturgischen Gefäße ist. Durch ausgiebiges Spülen unter Wasser kann dieses in die Gefäße eindringen und sie von innen zersetzen. Werden die Gefäße mit Wasser gereinigt, dann mit einem leicht feuchten Tuch. Besser ist das Reinigen der Gefäße mit hochprozentigem Alkohol etwa mit einem in hochprozentigem Alkohol getränkten Tuch. Zum Reinigen ein Baumwolltuch (jeweils frisch) verwenden, keine Tücher aus Kunstfasern (etwa Mikrofasertücher), denn diese zerkratzen die Oberflächen. Wer die Gefäße reinigt, muss zurzeit Handschuhe und Mund-Nasen-Schutz tragen.

    Bei Rückfragen, wenden Sie sich bitte an:

    Bischöfliches Generalvikariat Trier - ZB 1.1.3 Liturgie und Kirchenmusik – Pfr. Carsten Rupp
    Tel. (06 51) 71 05 – 439 - E-Mail: carsten.rupp(at)bgv-trier.de

     


    [1] AEM 56 (h)

    Das Schutzkonzept in der jeweils aktuellen Fassung als PDF zum Download - und auf dieser Seite ausführlich.

  • Gestaltungshilfen zur Feier der Erstkommunion unter den Bedingungen des Schutzkonzeptes zur Feier öffentlicher Gottesdienste Switch

    An die Feier der Erstkommunion haben viele Pfarreien und die Familien der Kommunionkinder klare Erwartungen, was die Feierform betrifft. Zurzeit ist jedoch nicht absehbar, wann in der gewohnten Form in einer großen Gemeinschaft die Feier der Erstkommunion wieder möglich sein wird. Manche gewohnten Formen und Beteiligungen der Kinder an der Feier sind derzeit nicht möglich. Dennoch will auch die derzeitige Situation sinnvoll gestaltet werden. Mehr noch, sie kann genutzt werden, neue Formen zu entwickeln.

    Die Chance kann sein, dass die Feier der Erstkommunion nun viel stärker eingebettet wird in den Gottesdienst der Gemeinde. Es gilt, die Kinder in die Feier einzubeziehen und zugleich die gesamte Feier als Feier der Gemeinde zu gestalten. Die Feier der Eucharistie ist Feier der gesamten Gemeinde, in welcher die Kinder eingebunden sind und die Erstkommunion empfangen.

    Im Folgenden finden sich einige Anregungen, die dazu helfen können, die Kinder in den Gemeindegottesdienst unter den derzeitigen Bedingungen einzubeziehen. Dabei ist zu beachten, dass vor Ort entschieden wird, was im Blick auf die Kinder und auf die Feier in der Gemeinde sinnvoll ist. Aus den vielen Möglichkeiten muss ausgewählt werden, was der Situation angemessen ist.

    Platz der Kinder

    • Wo es üblich ist, kann der Platz des jeweiligen Kindes bzw. der jeweiligen Kinder in der Nähe des Altares beibehalten werden. Auf den notwendigen Abstand ist zu achten.
      oder
    • Sind es mehrere Kinder, könnten sie zusammen (mit notwendigem Abstand) in der ersten Bankreihe sitzen.
      oder
    • Da Familien zusammensitzen können, kann das Kind bzw. können die Kinder bei ihren Familien sitzen.

    Einzug

    • Kind kann bzw. Kinder können mit den liturgischen Diensten einziehen, die Abstandsregeln sind zu beachten.
      oder
    • Kind nimmt bzw. Kinder nehmen vor der Feier seinen bzw. ihren Platz ein.

    Kerzen der Kinder

    • Platz beim Altar oder beim Taufbecken.
      oder
    • Zu Beginn der Feier kann Kind selbst seine Kerze bzw. können Kinder selbst ihre Kerzen (von der Osterkerze) in Erinnerung an die Taufe entzünden.
      oder
    • Kind bzw. Kinder mit Namen zur Osterkerze rufen, dort seine bzw. ihre Kerzen entzünden.

    Erneuerung des Taufversprechens

    • Die Verwendung von Weihwasser ist derzeit nicht möglich.
    • Ein Kind allein wird schwer die Erneuerung des Taufversprechens ablegen können.
    • Mit mehreren Kindern kann eine Erneuerung des Taufversprechens erfolgen.
      • Zu Beginn der Feier am Taufbecken. Zuvor können die Kerzen der Kinder an der Osterkerze entzündet werden.
        oder
      • Patin/Pate überreicht die brennende Kerze in Erinnerung an die Taufe.
        oder
      • Erneuerung des Taufversprechens zum Credo. Die Erneuerung des Taufversprechens der Kinder wird mit dem gemeinsamen Glaubensbekenntnis der Gemeinde abgeschlossen.

    Beteiligung der Kinder an Gebeten/Texten

    • Kyrierufe
    • Fürbitten
    • Dankgebet nach der Kommunion

    Empfang der Kommunion

    • Kind kommt bzw. Kinder kommen zum eucharistischen Hochgebet zum Altar (Notwendiger Abstand!).
      oder
    • Kind kommt bzw. Kinder kommen zum Empfang der Kommunion in die Nähe des Altares. Priester spricht am Altar in notwendigem Abstand den Spendedialog wie im Schutzkonzept vorgesehen. Danach teilt er zuerst dem Kind bzw. den Kindern die Kommunion aus. Danach allen anderen Gläubigen.
      oder
    • Wo es der Platz zulässt, können Eltern oder/und Paten die Kinder zum Kommunionempfang begleiten.

    Alternative Feierorte

    • Wo es die Gegebenheiten erlauben und eine große Feier unter den derzeitigen Bedingungen gewünscht ist, könnte die Feier der Eucharistie mit Erstkommunion in großen, geeigneten Räumen oder in den Sommermonaten im Freien ermöglicht werden.

     

    Gestaltungshilfen  zum Download​​​​​​​

  • Neues Messformular für die Dauer der Coronavirus-Pandemie Switch

    Die vatikanische Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung hat zum 30. März 2020 ein Messformularveröffentlicht, welches in der Zeit der Corona-Pandemie gewählt werden kann.

    Dieses Messformular kann während der gesamten Zeit der Pandemie genommen werden.

    Ausgenommen: die Hochfeste, die Sonntage des Adventes, der Fasten- und der Osterzeit, die Tage der Osteroktav, Allerseelen, Aschermittwoch und die Wochentage der Heiligen Woche (vgl. GROM N.374).

     

    Messformular zum zum Download


Medial dabei

Medial mitbeten: Gottesdienste, Impulse und mehr zum Gebet - Ideen aus dem Bistum

Kirchenmusik

Kirchenmusik in Zeiten von Corona: Hinweise, Hilfen und mehr für Chöre zur Feier der Gottesdienste mit musikalischer Begleitung

Diakonisch

Viele Initiativen und Gruppen aus den Gemeinden helfen in der Corona-Krise. Hier sind Beispiele.

Trauer & Trost

Anregungen zum Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in Zeiten der Corona-Krise

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