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Manchmal droht der Geduldsfaden mit der eigenen Kirche zu reißen...

Austreten?

Gerade in den aktuellen Zeiten kann eine Frage uns umtreiben: Was hält mich eigentlich noch in der Kirche? Will ich wirklich noch Kirchensteuern bezahlen? Habe ich noch Lust, immer mal wieder erklären zu müssen, warum ich mich in diesem Kontext einbringe und engagiere?

"In der Kirche" und gar "in der katholischen Kirche" sein war früher ziemlich selbstverständlich. Das ist heute ganz anders. Manchmal scheint es sogar eine Art gesellschaftlichen Druck zu geben, "das alles" hinter sich zu lassen.

Zunächst: All das ist Ihre freie Entscheidung. Anders als bei der Taufe oder auch noch der Erstkommunion, anders vielleicht sogar als noch bei der Firmung im Jugendalter - anders als damals, als Eltern Paten und andere über Ihre Kirchenmitgliedschaft entschieden haben, liegt das "Bleiben oder Gehen" jetzt ganz bei Ihnen selbst!

Es noch einmal versuchen?

Gern sind Seelsorgerinnen und Seelsorger bereit, Ihre Fragen und Zweifel mit Ihnen zu besprechen, um vielleicht neue Aspekte oder Perspektiven zu betrachten - mit Ihnen gemeinsam.

Oder Sie suchen gezielt nach anderen Gesprächspartnern. Dabei werden Sie in der Pfarrei vor Ort, in einem Verband oder bei der Telefonseelsorge (anonym) zu diesem Thema ebenfalls Hilfe erhalten. 

Bei einem solchen Gespräch (oder mehreren Gesprächen) geht es der kirchlichen Seite natürlich auch darum, Ihnen einen weiteren Weg in der Kirche vorzuschlagen, denn wir würden uns freuen Sie weiterhin in der Gemeinde und in kirchlichen Gruppen begrüßen zu dürfen. Sicher wird ein kirchlicher Gesprächspartner aber auch zu verstehen versuchen, welche konkreten Erfahrungen und Gründe Sie zu Ihrer Austritts-Absicht bringen oder gebracht haben, denn:Konkrete Kritik kann helfen, Fehler zu korrigieren und als Kirche für die Zukunft zu lernen.

Wenn Sie Ihre Entscheidung getroffen haben, müssen Sie zu dem für Ihren Wohnort zuständigen Standesamt der Kommune gehen und Ihren Austritt dort erklären. Die Adressen dazu finden sich leicht auch online.

Was bleibt - auch nach einem Austritt...

Wer getauft ist, ist und bleibt getauft. Theologisch heißt das: Das Sakrament hat dem Menschen ein "unauslöschliches Merkmal" mitgegeben.

Gott steht zum Menschen - auch wenn er oder sie sich abwendet. Gottes Liebe ist verlässlich.

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