3. Tag

1. Beginn
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gott, ich will still werden und hinhören auf das, was du mir jetzt sagen willst. Öffne mein Herz und meine Sinne auf dich hin und lass mich deiner Weisung folgen. Dein Heiliger Geist führe und leite mich. Er schenke mir den Geist der Einsicht, den ich so nötig brauche.
2. Schriftwort
Durch sie (seine Gnade) hat er uns mit aller Weisheit und Einsicht reich beschenkt… Er hat beschlossen, die Fülle der Zeiten heraufzuführen, in Christus alles zu vereinen, alles, was im Himmel und auf Erden ist… Durch ihn habt auch ihr das Wort der Wahrheit gehört, das Evangelium von eurer Rettung; durch ihn habt ihr das Siegel des verheißenen Heiligen Geistes empfangen, als ihr den Glauben annahmt.
(Eph 1,8.10.13)
3. Besinnung
In der Schrift kommen die beiden Begriffe „Weisheit“ und „Einsicht“ eng beieinander mehrmals vor. Weisheit drückt das klare Erfassen des göttlichen Handelns für den Menschen aus, die Einsicht, das Erkennen, immer als Gottes Heilshandeln für den Menschen. Einsicht ist die Fähigkeit, Geheimnisse des Lebens in rechter Weise zu erfassen. Göttliches Leben auch im eigenen Leben zu erspüren.
Im Psalm 92 ist diese Erfahrung schön ausgedrückt, wenn der Beter staunt, dankt und sagt: „Wie groß sind deine Werke, Herr, wie tief deine Gedanken! Ein Mensch ohne Einsicht erkennt das nicht, ein Tor kann es nicht verstehen (Ps 92, 6.7). Und im Ps 119, 34 bittet er: „Gib mir Einsicht, damit ich deine Weisung bewahre.“
Einsicht ist die Gabe der Unterscheidung.
Eine innige Bitte um die Gnade der Einsicht.
Eine große Kostbarkeit, die Klarheit bewirkt.
4. Stille
5. Gebet / Abschluss
Hymnus
Herr, schicke unserer Zeit den Geist,
der alle Menschen mit dir eint,
die Ungezählten, die nach Glück
und Frieden suchen in der Welt.
Gieß deinen Geist auf alle aus
und lass das Wunder neu geschehn,
dass alle Menschen sich verstehn
und bauen an der einen Welt.
Wo du bist, flammt die Liebe auf
und drängt zum Tun, das allen hilft.
Dein Geist beseele unser Werk
zum Lobe deiner Herrlichkeit. Amen.
Zeitgenössisch
oder
Ich glaube an den Heiligen Geist
Ich glaube, dass er meine
Vorurteile abbauen kann.
Ich glaube, dass er meine
Gewohnheiten ändern kann.
Ich glaube, dass er mir
Fantasie und Liebe geben kann.
Ich glaube, dass er mir
Warnung vor dem Bösen geben kann.
Ich glaube, dass er meine
Traurigkeit besiegen kann.
Ich glaube, dass er mir
Liebe zu Gottes Wort geben kann.
Ich glaube, dass er mir
Kraft in meinem Leiden geben kann.
Ich glaube, dass er
mein Wesen durchdringen kann.
Ich glaube an den Heiligen Geist.
(Karl Rahner)