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4. Tag

Was dir selbst verhasst ist, das mute auch einem anderen nicht zu! Gib dem Hungrigen von deinem Brot und dem Nackten von deinen Kleidern.
Eine Hand hält den Zeigefinger auf eine leuchtende Glühbirne
Datum:
Mo. 18. Mai 2026
Von:
Msgr. Helmut Gammel

1. Beginn

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Gott, ich will still werden und hinhören auf das, was du mir jetzt sagen willst. Öffne mein Herz und meine Sinne auf dich hin und lass mich deiner Weisung folgen. Dein Heiliger Geist führe und leite mich. Er schenke mir den Geist des Rates, den ich so notwendig brauche.

2. Schriftwort

Was dir selbst verhasst ist, das mute auch einem anderen nicht zu! Gib dem Hungrigen von deinem Brot und dem Nackten von deinen Kleidern. Such nur bei Verständigen Rat; einen brauchbaren Ratschlag verachte nicht! Preise Gott, den Herrn, zu jeder Zeit; bitte ihn, dass dein Weg geradeaus führt und dass alles, was du tust und planst, ein gutes Ende nimmt.
(Tob 4, 15 a.16.18-29)

3. Besinnung

Oft sagen wir, wenn wir vor einer problematischen Situation stehen: Da ist guter Rat teuer! Dann kann es gut sein, dass wir uns überfordert fühlen. Wir brauchen Hilfe, manchmal genügt schon ein Hinweis, ein Tipp – und wir kommen weiter. Manchmal sind die Dinge gar nicht so einfach, dann brauchen wir verlässlichen Rat.

Wie dankbar dürfen wir sein, wenn uns dann jemand zu Hilfe kommt. Wir erkennen dann den nächsten Schritt und wir kommen dann wieder selbständig voran. Da ist ein Gefühl der Befreiung und gleichzeitig ein Gefühl der Dankbarkeit. Der Geist des Rates kommt manchmal auf zwei Beinen daher, ganz konkret in Form eines hilfreichen Menschen. Ein kleiner Tipp kann oft große Wirkung zeigen.

Der Geist des Rates ist der Geist, der weiterbringt, der verfahrene Situationen wieder auf die Spur bringt. Der Geist des Rates will aber nicht nur ermuntern, sondern auch warnen, vor allem dann, wenn etwas in keinem guten Geist geschieht. Dann will uns der gute Geist Gottes wieder auf die richtige Bahn bringen. Manchmal brauchen wir notwendige Hilfe, die uns auf den Boden der Tatsachen zurückholt oder auch dann und wann eine Ermutigung und Ermunterung, damit unser Leben in einer guten Spur weiterläuft.

Ich betrachte meine Lebensspur.

4. Stille

5. Gebet / Abschluss

Ich brauche Dich

Ich brauche dich, Herr.
Als meinen Lehrer,
tagtäglich brauche ich dich.
Gib mir Klarheit 
des Gewissens,
die allein deinen Geist
spüren kann.
Meine Ohren sind taub,
ich kann deine Zeichen 
nicht sehen.
Du allein kannst 
mein Ohr schärfen
und meinen Blick klären
und mein Herz reinigen.
Lehre mich zu deinen Füßen liegen
und auf dein Wort hören.

(Hl. John Henry Newman)