7. Tag

1. Beginn
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gott, ich will still werden und hinhören auf das, was du mir jetzt sagen willst. Öffne mein Herz und meine Sinne auf dich hin und lass mich deiner Weisung folgen. Dein Heiliger Geist führe und leite mich. Er schenke mir den Geist der Frömmigkeit, den ich für mein Leben brauche.
2. Schriftwort
Die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, so dass ihr immer noch Furcht haben müsstet, sondern ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selber bezeugt unseren Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; Erben Gottes und Miterben Christi.
(Röm 8, 14-17)
3. Besinnung
Das Schriftwort aus dem Römerbrief spricht vom Geist der Kindschaft. Damit treten wir ein in die Familie Gottes. Sind wir Kinder Gottes, dann sind wir Schwestern und Brüder Jesu und Erben Gottes. Wir dürfen zu Gott in sehr persönlicher Weise Vater sagen: also: mein Vater. Dadurch hat uns Gott jeden Einzelnen von uns in seine Nähe geholt.
Der Geist der Frömmigkeit will dieses persönliche Verhältnis noch verstärken. Er will uns Ehrfurcht vor Gott und den göttlichen Dingen schenken. „Die Freude an Gott ist eure Stärke (Neh 8,10), so rät der Prophet Nehemia dem Volk, das neu sein Vertrauen auf Gott setzen soll.
Der Geist der Frömmigkeit will uns helfen, jeden Menschen zu achten und Gott die Ehre zu geben.
Ich frage mich: Wie ist mein Verhältnis zu dem Nächsten und zu Gott?
4. Stille
5. Gebet / Abschluss
Komm, Heiliger Geist! Wir brauchen dich.
Die anderen warten auf unser Wort,
und wir sind zaghaft.
Sprich aus uns zu ihnen ein Wort,
das ihnen einen Weg zeigt.
Komm, Heiliger Geist! Wir brauchen dich.
Wir sind müde und verkriechen uns gern dorthin,
wo wir Ruhe haben.
Gib uns die Kraft, damit wir uns den anderen
zuwenden, und gib, dass ihnen das gut tut.
Komm, Heiliger Geist! Wir brauchen dich.
Wir nehmen uns so wichtig.
Aber wenn du uns berührst dann spüren wir,
dass der Vater im Himmel zu uns sagt:
„Du bist mir wichtig“.
Komm, Heiliger Geist! Wir brauchen dich.
Wir haben es eilig, weil noch so viel zu tun ist.
Aber in deiner Nähe können wir
für einen Augenblick Luft holen,
die Liebe Gottes einatmen
und unsere Armseligkeit ausatmen.
Komm, Heiliger Geist! Wir brauchen dich.
Wenn du uns berührst,
sehen wir auf dem Antlitz des anderen
das Leuchten, das von Gott kommt.
(Tilmann Beller)