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Die sieben Werke der geistigen Barmherzigkeit

Jenen verzeihen, die Leid zufügen / beleidigen

Immer schon hat es große Überwindung gekostet, dem zu verzeihen, der mir Leid zugefügt oder mich beleidigt hat. Man muss sogar Verständnis dafür aufbringen, wenn einem das nicht gelingt.

Wenn es gelingt, ist es die großartige Verwirklichung des Geheimnisses von Gottes Barmherzigkeit. Das ist der „Königsweg“ zu einem friedlichen Miteinander; es ist aber ein Weg, der im Innersten des Menschen feste Überzeugungen voraussetzt, eine innere Stärke. Aus innerer Schwäche und Gleichgültigkeit können nämlich niemals Vergebungsbereitschaft und Toleranz erwachsen.

Die Verwirklichung dieses Werkes der Barmherzigkeit übersteigt bei weitem eine gesetzliche Regelung, das gesetzliche Normalmaß.

Die Verkündigung Jesu ist kein „Weg der Mitte“. In ihr geht es vielmehr „ums Ganze“. Die christliche Botschaft hat nichts mit einem „gesunden Mittelmaß“ zu tun, sondern mit seinem Zentrum: der unendlichen Liebe Gottes zum Menschen.

Am Lebenswerk mancher Heiliger können wir das ablesen. Sie sind Menschen, die ein wenig ihren „gesunden Menschenverstand“ abgegeben haben, um das Feuer der Liebe Gottes zu zeigen. Dieses hohe Ziel hatten sie immer vor Augen und sich nicht mit dem Mindestmaß begnügt.

    Das Christentum rät immer zum je Größeren.
    MancheR mag denken: das ist nichts für mich, unerreichbar. Schauen wir aber in unsere Welt und in die Geschichte: Wieviel Verzeihung geschieht tagtäglich in engsten Beziehungen bei Ehepaaren oder Familien, im Kollegenkreis oder in  Vereinen.

    Aber auch im größeren Rahmen, zwischen verfeindeten Völkern etwa, kann das geschehen. Zu erinnern wäre in diesem Zusammenhang z. B. an die Friedensbemühungen der Gemeinschaft  Sant’ Egidio und an alle, die sich um verfeindete und zerstrittene Gruppen oder Völker kümmern.

    Vielleicht aber müssen wir mit der Verwirklichung dieses Werkes der Barmherzigkeit vor unserer eigenen Haustüre anfangen.

    Msgr Helmut Gammel hat Kommentare zu den sieben geistigen Werken zusammengestellt - wir geben sie hier im Wochen-Takt zu Bedenken. Bilder dazu verdanken wir einer Gruppe der jungen GCL; sie hat sich bei einer LeiterInnen-Schulung mit den Werken der Barmherzigkeit auseinandergesetzt und dazu eine eigene Bild-Sprache entwickelt...

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