Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden). Zur Reichweitenmessung der Seiten nutzen wir eine anonymisierte Statistik, die keine personenbezogenen Rückschlüsse auf Sie zulässt. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Datenschutzerklärung

Die sieben Werke der geistigen Barmherzigkeit

für alle beten

Wenn ich bete, erhebe ich mein Inneres zu Gott. So persönlich kann die Begegnung des Menschen mit Gott sein. Die heilige Teresa von Avila würde sagen: Das Gebet ist ein Gespräch mit Gott, ein Austausch der Freundschaft mit ihm. Wie ich einem Freund alles anvertrauen kann, was mir auf dem Herzen liegt, so kann ich das auch im Gebet mit Gott tun. So sehr das Gebet zunächst eine persönliche Angelegenheit ist, so bin ich nicht nur mit meinen eigenen Anliegen vor Gott, sondern auch mit den Menschen, deren Leben ich Gott anempfehle und mit allem, was mir Sorge bereitet. So bringe ich mein ganzes Leben im Gebet vor Gott, die kleinen und die großen Dinge, die mich beschäftigen.

Im Gebet bitte ich Gott für mich und für die anderen Menschen. So wird mein Gebet auch zum stellvertretenden Gebet.

Jemand muss zuhause sein,
Herr, wenn du kommst.

Jemand muss dich erwarten,
unten am Fluss, vor der Stadt.

Jemand muss nach dir Ausschau halten,
Tag und Nacht …

    Das muss immer jemand tun
    mit allen anderen und für sie.

    Und jemand muss singen, Herr,
    wenn du kommst.

    Das ist unser Dienst:
    Dich kommen sehen und singen.

    Weil du Gott bist.“

    Silja Walter

    Diese Zeilen stammen aus dem Gedicht „Kloster am Rande der Stadt“ von der Schweizer Schriftstellerin und Ordensfrau Silja Walter. So versteht sie den Dienst einer Ordensgemeinschaft für die Menschen, für die Gemeinschaft der Kirche, ja für die ganze Welt: Stellvertretend für den anderen Menschen, der unser Gedenken, unsere Hilfe und unser Gebet braucht. Dieser Dienst des Gebetes ist ein grundsätzlicher Dienst am anderen, besonders für den, der von Not und Leid betroffen ist.

    Die Kirche ist eine Solidargemeinschaft im Glauben. Sie verwirklicht das gegen-seitige Tragen und Getragenwerden in vielfältigen Formen, vor allem in Gottesdienst und Gebet.

    Im Gebet füreinander ist der Gedanke der Stellvertretung in besonderer Weise ausgeprägt. Das gilt für den Einzelnen, besonders aber auch für das Gebet der Frauen und Männer, die sich etwa zu Gebetsgruppen zusammenfinden; es gilt auch für das Gebet der alten und kranken Menschen, deren Hände nicht mehr Kraft genug haben für den Broterwerb oder andere „produktive“ Tätigkeiten, die damit aber frei sind für das, was vielleicht wichtiger ist als alle Produktion dieser Welt: frei sind für das Gebet, gerade auch für das stellvertretende Gebet für die anderen, etwa die Jüngeren, deren Zeit und Kraft in Anspruch genommen ist für die tägliche Arbeit in all ihren Formen.

    Die Kirchengeschichte kennt eine Fülle von Beispielen eines segensreichen fürbittenden und stellvertretenden Gebetes. Der heilige Augustinus erinnert z. B. in seinen „Bekenntnissen“ rückschauend auf sein bewegtes Leben an die unaufhörliche Sorge und das Gebet seiner Mutter Monika für ihn. Auch über den Tod hinaus war der Augustinus ihr dafür sehr dankbar.

    In den Pfarreien gibt es viele Gruppen, die sich regelmäßig zum Gebet treffen, um in den verschiedenen Anliegen zu beten im stellvertretenden Gebet.

    Msgr Helmut Gammel hat Kommentare zu den sieben geistigen Werken zusammengestellt - wir geben sie hier im Wochen-Takt zu Bedenken. Bilder dazu verdanken wir einer Gruppe der jungen GCL; sie hat sich bei einer LeiterInnen-Schulung mit den Werken der Barmherzigkeit auseinandergesetzt und dazu eine eigene Bild-Sprache entwickelt...

    Weiteres: