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Die sieben Werke der geistigen Barmherzigkeit

Trauernde trösten

Wer im eigenen Herzen Trauer empfunden hat oder wer in die Augen eines Menschen geschaut hat, der etwa am Verlust eines anderen Menschen leidet, kann empfinden, was in einem Menschen vorgeht, den Trauer überfällt. Er sollte auch einmal den eigenen Empfindungen nachgehen: was bedeutet es, wenn sich mir jemand verständnisvoll zuwendet, meinen Schmerz erkennt und sich mitfühlend und solidarisch zeigt.

Trauernde trösten wollen, das bringt uns oft an unsere eigenen Grenzen, lässt uns unsere Hilflosigkeit spüren. Hüten wir uns dann aber vor billigen Vertröstungen. Still an der Seite eines trauernden Menschen bleiben, ist oft mehr als viele Worte. Stille Solidarität in der Trauer hilft und heilt, auch wenn das Herz sich wie gebrochen anfühlt. Der Schmerz der Trauer ist so nagend und zehrend wie Hunger und Durst.

Trauernde trösten: das ist ein unschätzbarer Dienst, den wir einem anderen Menschen leisten können. Trauernde sehen und sie trösten gehört zu den tiefstempfundenen Regungen unseres Herzens.

Trauer äußert sich in vielfältiger Weise: im lauten Weinen und Klagen, aber auch im verhaltenen stillen Ertragen des Schmerzes. Oft sind es die traurigen Augen, die uns den Schmerz eines Menschen zeigen. Gerade diese Menschen brauchen unsere besondere Aufmerksamkeit.

Jesus selbst nennt in seiner Bergpredigt die Trauernden selig. Und er sichert ihnen zu, dass sie getröstet werden. Auch die Trauer ist eine menschliche Empfindung, die uns die Nähe zu Jesus selbst zeigt und gleichzeitig Jesu Solidarität zum Menschen. Gleichzeitig wird im Trost-Schenken das wahre Bild des Jüngers Jesu sichtbar. Die Seligpreisungen Jesu versichern uns, dass Gott alle diese Haltungen belohnt.


„Viele Menschen unserer Zeit haben Schwierigkeiten mit der Rede von Sünde und Schuld. Wohl sind sie sich ihrer Fehler und ihres Versagens bewusst, wenn sie gegen ein Gesetz bzw. eine Vorschrift verstoßen oder andere Menschen verletzen. Auch empfinden sie, dass sie unkorrekt gehandelt haben, wenn sie Regeln oder Normen übertreten. Was aber oft fehlt, ist das Bewusstsein, dass das etwas mit Gott zu tun hat.

Ihre Einsicht in Fehler und Versagen dringt nicht in den religiösen Bereich vor, weil ihr Glaube an Gott als den Herrn schwach geworden oder gar nicht vorhanden ist. Zumindest werden Gott und die eigene Lebenserfahrung oftmals nicht mehr in Beziehung zueinander gesetzt. Infolgedessen fehlt auch weithin das Verständnis dafür, dass eine böse Tat nicht nur gegen eine Regel oder eine Vorschrift verstößt, sondern gegen Gott und seine Heiligkeit.“

Kath. Erwachsenenkatechismus II. Leben aus dem Glauben. S. 76


    Die geschwisterliche Zurechtweisung ist eine große Kunst, und selten gelingt sie uns.

    Oft finden wir uns in einer typisch “pharisäischen“ Haltung. Die geschwisterliche Zurechtweisung setzt eine große Lauterkeit voraus (denken wir an Jesu Gleichnis von Splitter und Balken!).

    Der Hinweis auf Gottes Barmherzigkeit dem Sünder gegenüber will die Sünde weder verniedlichen noch kleinreden oder gar verharmlosen; dem Sünder selbst aber kommt sie erlösend entgegen.

    Msgr Helmut Gammel

     

      Msgr Helmut Gammel hat Kommentare zu den sieben geistigen Werken zusammengestellt - wir geben sie hier im Wochen-Takt zu Bedenken. Bilder dazu verdanken wir einer Gruppe der jungen GCL; sie hat sich bei einer LeiterInnen-Schulung mit den Werken der Barmherzigkeit auseinandergesetzt und dazu eine eigene Bild-Sprache entwickelt...

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