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Die sieben Werke der leiblichen Barmherzigkeit - heute

Nackte bekleiden

 

 

So plakativ wie hier dargestellt begegnet uns der Mangel an Kleidung nicht mehr. Aber: Kleidung vermittelt Ansehen. Das Diktat der Mode und der gesellschaftliche Druck grenzen die Armen aus, entwürdigen sie - bei uns wie auf der südlichen Erdhälfte. Jesus Christus, am Heiligenschein erkennbar, lugt im Bild um die Ecke: ",Ich war nackt, und ihr habt mich bekleidet".


Der Mensch kommt nackt zur Welt; er ist zum Leben angewiesen auf Kleidung, die ihn wärmt und schützt, die Blöße verdeckt. Der nackte Mensch wird bei uns wie in den armen Ländern zur Ware, in seiner Personenwürde verletzt – wie Jesus, der vor seiner Hinrichtung seiner Kleider beraubt wurde (vgl. Joh 19, 23 ff). Auch durch üble Nachrede und durch Bloßstellung in Massenmedien werden Menschen ihrer Menschenwürde beraubt.

"Ich war nackt..."

das kann heißen:

  • frieren, keine Kleidung, keine Wohnung, kein Ansehen haben,
  • sich wegen unangemessener Kleidung gesellschaftlich "out" fühlen,
  • sich als Hilfesuchender ausgefragt, von oben herab behandelt, "durchleuchtet" und "ausgezogen" fühlen,
  • sich an Sextouristen verkaufen zu müssen, um der Familie das Überleben zu ermöglichen,
  • sich in der Berufstätigkeit, in Arbeitslosigkeit oder als "Nur-Hausfrau" unter Wert behandelt fühlen,
  • bloßgestellt sein in den Medien, verleumdet in der Nachbarschaft, unter Mobbing leiden.

"...und ihr habt mich bekleidet" -

kann heißen:

  • Kleidung zur Verfügung stellen (für Kleiderläden, Katastrophenhilfe...),
  • eintreten für zu Unrecht Bloßgestellte,
  • Kinder, Frauen vor sexueller Ausbeutung schützen,
  • ausgegrenzten Mitbürgern, Menschen mit Behinderungen zu mehr Selbstachtung verhelfen,
  • Menschen, die anders sind   nicht ausschließen,
  • Rechtshilfe für einen fairen Prozess, z.B. für Asylbewerber, ermöglichen,
  • soziale Kälte überwinden helfen: durch ein gutes Wort, einen freundlichen Blick,
  • darauf achten, wie im Freundeskreis über Randgruppen gesprochen wird.
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