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Die sieben Werke der leiblichen Barmherzigkeit - heute

Tote bestatten

 

 

In deutscher Sprache (die Bilder am Kanzelkorb tragen als Unterschrift den Text des Matthäusevangeliums in lateinischer Sprache) heißt es dort: "Tobias die Doden er heimlich aufhub, aus Liebe dess Nachts er sie begrub". Dargestellt ist Tobias, der einen Toten auf seinen Schultern aus Ninive herausträgt und ihn in ein frisch ausgehobenes Grab bettet. Von rechts eilen zwei Männer mit abwehrender Geste herbei. Der assyrische König hatte es den Juden in der Verbannung verboten, ihre Toten zu bestatten (vgl. Tob 1, 17-19).
Den respektvollen Umgang der Juden mit dem toten Leib übernahmen die Christen in Erinnerung an Tod, Begräbnis und Auferstehung Jesu.


Das unerbittliche Geschick des Sterbenmüssens beschäftigt seit jeher die Menschen. Auf diese Schicksalsfrage antworten die Religionen unterschiedlich. Der christliche Glaube an Tod und Auferstehung Jesu Christi setzt von Anfang an Hoffnung frei, die das Leben und Sterben der Christen prägt. "Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?"(1 Kor 15,54 f) Wie sie mit dem Tod und den Toten umgehen, ist ein Kennzeichen der Christen und angesichts der Tabuisierung des Todes heute eine Herausforderung.

Erfahrungen mit Tod und Sterben:

  • Jemand wird "mitten aus dem Leben" gerissen, jemand stirbt "alt und lebenssatt" oder nach langer Krankheit,
  • jemand stirbt im Kreis der Familie, im Beisein von Freunden,
  • jemand stirbt abgeschoben, allein,
  • jemand stirbt plötzlich oder konnte sich auf den Tod vorbereiten.

Das kann auch heißen:

  • Erlösung von Leiden,
  • Erleichterung für die Angehörigen.
  • Der Tod reißt tiefe Wunden: durch den Tod des Kindes, der Eltern, des Ehegatten, bei den Angehörigen von "Selbstmördern", durch Naturkatastrophen, Kriegstote, Flugzeug-, Schiffs-, Bahnunglück

aber auch:

  • Auseinandersetzung mit dem eigenen Sterben,
  • Umgang mit denen, die getötet haben (Verkehrsrowdies, Mördern, Kriegsverbrechern. . .),
  • Sterben von Tieren, Waldsterben, Ausbeutung der Erde, Verschwendung von überlebensnotwendigen Ressourcen.

    "Tote begraben" -

    kann heißen:

      • Menschen in ihrem Sterben begleiten,
      • an der Beerdigung teilnehmen und für die Verstorbenen beten,
      • für die Hinterbliebenen sorgen,
      • die Trauernden durch praktische Hilfen begleiten,
      • den "letzten Willen" eines Verstorbenen respektieren,
      • das Grab eines Verstorbenen pflegen.

        Der Bildhauer Hans Ruprecht Hoffmann hat die Domkanzel 1570 bis 1572 im Auftrag des Trierer Domkapitels geschaffen. Die sieben Bilder der "Werke der Barmherzigkeit" sind ein Wegweiser auch im Jahr der Barmherzigkeit.

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