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Wahlordnung - Materialien - Häufig gestellte Fragen - Videos

Informationen zur Wahl zum ersten Rat der Pfarrei

Bischof Ackermann wird Stellung nehmen – Keine direkten Auswirkungen auf Seelsorge

Rom setzt Umsetzungsgesetz zur Überprüfung aus

Trier - Am 21. November hat Bischof Dr. Stephan Ackermann die Nachricht erhalten, dass die römische Kleruskongregation entschieden hat, den Vollzug des „Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016“ auszusetzen, damit der Päpstliche Rat für die Interpretation der Gesetzestexte eine sorgfältige Durchsicht und Prüfung des Gesetzes durchführen kann. Auslöser war die Beschwerde einer Priestergemeinschaft bei der Kleruskongregation. Zudem liegt dem Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte der Antrag einiger Gläubiger aus dem Bistum vor, die Übereinstimmung des Umsetzungsgesetzes mit dem universalen Kirchenrecht zu prüfen. (mehr)

Dekret über die Aussetzung der Wahlen zu den Kammern zum ersten Rat der Pfarrei

Als erste Maßnahme auf das Schreiben der Kleruskongregation vom 21. November hat Bischof Ackermann verfügt, dass die geplanten Wahlen zum ersten Rat der Pfarrei ausgesetzt werden, weil deren Durchführung gegen die verfügte Aussetzung verstoßen würde. Zu allen weiteren Konsequenzen und Maßnahmen läuft die Prüfung; Informationen dazu erfolgen Anfang der kommenden Woche.

Brief von Bischof Dr. Stephan Ackermann

Dank und Ermutigung

An die Mitglieder der Gremien bzw. Organe der Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften, Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände sowie der Dekanate

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,
heute wende ich mich an Sie als die amtierenden Räte in der Wahlperiode 2015-2019. Wir befinden uns im Übergang auf dem Weg in die „Pfarreien der Zukunft“, und mir ist sehr bewusst, dass dies für uns alle eine herausfordernde Zeit ist. Daher ist es mir wichtig, Ihnen persönlich zu schreiben.

Dank für Ihr Engagement

Mein erstes Anliegen ist es, Ihnen für Ihr bisheriges Engagement, insbesondere in der laufenden Wahlperiode, herzlich zu danken! Sie haben Ihr Mandat in einer Zeit übernommen, in der die Diözesansynode um neue Wege gerungen hat und sich Veränderungen schon deutlich abzeichneten. Jetzt stehen wir kurz vor der Gründung der ersten neuen Pfarreien, und Ihnen und uns allen wird abverlangt, mit vielen „Unfertigkeiten“ zu leben.

Auch wenn ich an dieser Stelle nicht verschweigen möchte, dass es in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger geworden ist, Frauen und Männer zu finden, die bereit waren, sich als Kandidatinnen und Kandidaten für Wahlen aufzustellen zu lassen, stehen für mich die grundlegenden Beteiligungsrechte der Kirchenmitglieder und die daraus folgenden synodalen Entscheidungswege nicht in Frage, weder langfristig noch in dieser Übergangszeit: „Es wird in unserem Bistum keine Zeit ohne Gremien geben.“ Zu dieser Aussage von Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg in seinem Brief vom 11. Februar 2019 stehe ich und will sie bekräftigen.

Beteiligungsrechte weiter erhalten und stärken

Die bisherige fünfzigjährige Geschichte der kirchlichen Räte im Bistum Trier seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) und der Würzburger Synode (1971-1975) ist für mich eine Erfolgsgeschichte. Eine beeindruckend große Zahl von Christinnen und Christen hat in den vergangenen Jahrzehnten in unserem Bistum die Möglichkeit, ja das Recht wahrgenommen, als gewählte Vertreterinnen und Vertreter die Entscheidungsprozesse in den Kirchengemeinden mitzuprägen. Sie gehören zu diesen Menschen, und Ihnen gilt heute mein besonderer Dank! Es steht für mich außer Frage, dass diese Beteiligungsrechte weiterhin Geltung haben; dass wir sie an vielen Stellen sogar stärken wollen – und deshalb ist eine neue Gremienstruktur wichtiger Bestandteil der neu zu gründenden Pfarreien. Wir wollen anknüpfen an die Erfolgsgeschichte. Wir wollen die Gremien aber auch weiterentwickeln und an die heutigen Rahmenbedingungen anpassen.

Durch die Gründungen von großen Pfarreien verändert sich die Beteiligungsmöglichkeit, das will ich nicht verhehlen. Es wird nicht mehr so viele Gremien geben wie vorher. Die Beteiligungsqualität wollen wir aber deutlich verbessern. So haben wir als neues Gremium einen starken Rat der Pfarrei vorgesehen, dessen Vorsitzende bzw. Vorsitzender Laie ist. Dieser Rat der Pfarrei setzt sich überwiegend aus ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen und hat großen Einfluss auf die pastoralen Schwerpunkte. Die Vermögenskammer dieses Rates hat einen ausdrücklichen Auftrag, das Leitungsteam in Vermögensfragen zu beaufsichtigen. Darüber hinaus stellen wir uns ehrenamtliche Beteiligung bis hin zur Mitgliedschaft im Leitungsteam vor.

Wenn wir in der neuen Gestalt der Pfarreien stark auf die Orte von Kirche setzen und Verwaltungsteams in die lokale Vermögensverwaltung einbeziehen, dann tun wir dies, um ehrenamtlich Engagierten in Zukunft größere Freiheit bei der Gestaltung ihres Engagements zu geben, etwa was den Umfang und die Zeit angeht, die sie investieren wollen. Damit reagieren wir auf die Entwicklungen der vergangenen Jahre und die Bedürfnisse nach flexiblen Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement.

Der Übergang

Die Errichtung der neuen Pfarreien erfolgt in zwei Stufen: Die Amtszeit der noch amtierenden Gremien endet im November 2019. In den Gebieten der neuen Pfarreien, die zum 1. Januar 2020 errichtet werden, steht im Herbst eine Wahlversammlung zum ersten Rat der Pfarrei an. Ich bitte Sie herzlich zu prüfen, ob für Sie eine Kandidatur für die Pastoral- oder die Vermögenskammer des Rates der Pfarrei in Frage kommt. Das Wissen und die Fachkompetenz der amtierenden Verwaltungsräte soll, wenn möglich, in die ersten Verwaltungsteams überführt werden. Dazu informiert Sie in einem beiliegenden Schreiben Generalvikar von Plettenberg ausführlich. Und diejenigen von Ihnen, die in den Pfarrgemeinderäten für eine gute Gestaltung des kirchlichen Lebens im Laufe des Kirchenjahres Sorge getragen haben, bitte ich, nun die konkreten Orte von Kirche in unseren neuen Pfarreien mitzugestalten.

Bei den Pfarreien, die noch nicht zum 1. Januar 2020 errichtet werden, steht eine Übergangszeit an. Damit wir auch in dieser Zeit nicht ohne Räte sind, habe ich mich nach intensiven Beratungen entschieden, durch das Umsetzungsgesetz Übergangsmandate vorzusehen. Ich hoffe sehr, dass Sie sich mit Ihrer Erfahrung und Ihrem wertvollen Engagement auch in dieser Übergangszeit einbringen und das Mandat annehmen. Für die Details verweise ich ebenfalls auf den Brief des Generalvikars. Auch wenn Sie sich entscheiden, das Übergangsmandat nicht anzunehmen, wäre ich dankbar, wenn Sie sich auf die für Sie passende Art und Weise einbringen.

Dank für die überragende Beteiligung an der Anhörung

Dass es Ihnen alles andere als gleichgültig ist, welchen Weg unsere Kirche im Bistum Trier nach der Diözesansynode einschlägt, hat mir die überragend hohe Beteiligung an der Anhörung zur territorialen Gliederung des gesamten Bistums, zu Struktur und Arbeitsweise der Gremien und Organe und zum Vermögensübergang und zur Vermögensverwaltung gezeigt. Über 95 Prozent der amtierenden Räte haben sich eingebracht! Dabei ging es ja nicht einfach nur um das Ankreuzen eines Fragebogens. Vielmehr haben Sie sich intensiv mit den einzelnen Themen auseinandergesetzt und haben mir und den übrigen Mitgliedern der Bistumsleitung detailliert konstruktive Rückmeldungen gegeben, darunter auch nicht wenige kritische und besorgte Hinweise. Auch dafür möchte ich Ihnen ausdrücklich danken!

Vielleicht wundert Sie es ein wenig, wenn ich nach wie vor der Meinung bin, dass wir uns mit der Umsetzung der Ergebnisse unserer Synode auf dem richtigen Weg befinden. Bitte glauben Sie mir, dass wir Ihre Kritikpunkte sehr ernst nehmen. An manchen Stellen haben wir Korrekturen an unseren Plänen vorgenommen, etwa was die Gremienstruktur in der Pfarrei angeht. An vielen Stellen scheint es eher ein Informations- oder Kommunikationsproblem zu geben – auch das nehmen wir uns zu Herzen und wollen Sie auch künftig umfassend und detailliert informieren. Ich nenne als „brennende Themen“ stellvertretend die Aufgaben und Anforderungen an die Ehrenamtlichen im Rat der Pfarrei, im Leitungsteam, den Verwaltungsteams oder an den Orten von Kirche. Die Fragen der Übergangsregelungen habe ich schon angesprochen. Manche Pläne werden wir aber auch beibehalten, so etwa die spärlicheren Festlegungen bei den „Orten von Kirche“. Ich glaube, dass wir vieles miteinander im Tun lernen werden.

Besonders gefreut haben mich die vielen, manchmal handschriftlichen, Notizen auf den Anhörungsbögen oder in Briefen an mich, durch die ich erfahren haben, wie viele Gremien anlässlich der Anhörung intensiv darüber diskutiert haben, wozu sie an ihren jeweiligen Orten Kirche sein wollen. Das lässt mich darauf vertrauen, dass wir miteinander und geführt vom Heiligen Geist auf dem richtigen Weg sind. Die Perspektivwechsel, die die Synode angestoßen hat, verlangen sehr viel mehr von uns als uns nur ein wenig Veränderung. An vielen Stellen unterbrechen sie regelrecht unsere gewohnten Bilder und Vorstellungen.

Sie haben der Kirche ein Gesicht gegeben!

Noch einmal will ich Ihnen herzlich danken für all das, was Sie an Zeit, an Mühe, an Herzblut in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten für unser Bistum investiert haben. So wurde die Frohe Botschaft bezeugt und hatte ein Gesicht: Ihr Gesicht.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich auch weiterhin einbringen in unseren Pfarreien – die Möglichkeiten sind vielfältig. Ich wünsche Ihnen, dass Sie die für sich passende Form finden und sage Ihnen heute schon vielen Dank für Ihr Engagement.

Gleichzeitig möchte ich Sie auch bitten, sich zu informieren über die Veränderungsprozesse im Bistum. Auf dem neusten Stand ist immer www.herausgerufen.bistum-trier.de, unsere Homepage zur Synodenumsetzung. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode Mitte Oktober kommt zusätzlich die Zeitung „EinBlicke 3“ heraus, die unter anderem darstellt, was sich seit der Anhörung am Gesetzesentwurf verändert hat und welche Regelungen für die Übergangszeit gelten. Die Zeitung wird sowohl an die Pfarreien verschickt als auch unserer Bistumszeitung „Paulinus“ am 20. Oktober beigelegt. Bitte sprechen Sie bei Fragen aber auch die Seelsorgerinnen und Seelsorger in Ihrer Umgebung an oder die Personen, die in den Steuerungsgruppen mitarbeiten, die sich für jede Pfarrei der Zukunft gebildet haben.

In herzlicher Verbundenheit grüßt Sie

Ihr

+ Stephan Ackermann
Bischof von Trier

Trier, im September 2019

Bischofsbrief zum Download

Den Brief von Bischof Dr. Stephan Ackermann an die Mitglieder der Gremien bzw. Organe der Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften, Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände sowie der Dekanate können Sie hier als PDF downloaden.


Regelungen für die Pfarreien der Zukunft, die im Januar 2020 starten

  • Der Generalvikar informiert über die nächsten Schritte Switch

    An die Mitglieder der Gremien bzw. Organe der Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften, Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände sowie der Dekanate

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    dreieinhalb Jahre nach Abschluss der Diözesansynode stehen wir nun kurz vor der Errichtung der Pfarreien der Zukunft. Damit wird uns allen sehr bewusst, dass die Synode eine Kirchenentwicklung angeregt hat. Vor uns liegt eine pastorale Herausforderung. Die bisherigen Muster der Pastoral sind unterbrochen; wir haben die Chance gemeinsam zu lernen. Dazu möchte ich Sie herzlich einladen.

    Sie stehen in einer besonderen Situation angesichts der neuen Pfarreien, die wir „Pfarreien der Zukunft“ nennen. Für Sie wird diese Zukunft bald Gegenwart. Die meisten von Ihnen, nämlich diejenigen, die in Pfarrgemeinderäten, Pfarreienräten Direkt, Verwaltungsräten oder Kirchengemeinderäten engagiert sind, werden bald zu einer Wahlversammlung für die beiden Kammern des ersten Rats der Pfarrei eingeladen.

    Als wir uns ab Januar intensiv mit den neuen Gremien und den Übergangssituationen auseinandergesetzt haben, ist für mich eine Aussage zur Orientierung geworden: Es soll im Bistum Trier keine Zeit ohne ehrenamtliche Gremien geben.

  • Wahlversammlung für den ersten Rat der Pfarrei Switch

    Der erste Rat der Pfarrei kommt auf eine andere Weise zustande als die späteren, weil es bei der Errichtung der neuen Pfarrei noch keine Synodalversammlung gibt und keine direkte Wahl durchgeführt werden kann. Durch eine Wahlversammlung wollen wir sicherstellen, dass bereits mit der Gründung der neuen Pfarreien ein erster Rat der Pfarrei besteht. Die Wahlversammlung findet zwischen dem 13. November und 16. Dezember statt. Die Mitglieder der Gremien werden von der Steuerungsgruppe bzw. einem Wahlausschuss über den konkreten Wahltermin für die jeweilige neue Pfarrei informiert. Der Wahlausschuss besteht aus fünf Mitgliedern, die von den Steuerungsgruppen für den Übergang zur Pfarrei der Zukunft vorgeschlagen und vom Bischof bestimmt werden. Zum Teil haben die Steuerungsgruppen bereits über den Wahltermin informiert. Der erste Rat der Pfarrei wird sich mit seinen beiden Kammern spätestens drei Wochen nach Errichtung der neuen Pfarrei konstituieren.

  • Wahlversammlung als Vollversammlung Switch

    Auf die wichtigsten Rahmenbedingungen für die Wahlversammlung will ich gerne heute schon hinweisen. Wir haben uns entschlossen - und damit ein Votum der Steuerungsgruppen aufgegriffen -, dass es eine Vollversammlung der Mitglieder der oben genannten Gremien gibt. Das heißt: Es werden nicht nur einzelne Delegierte entsendet, sondern alle Ratsmitglieder sind Mitglieder der Wahlversammlung. In der Wahlversammlung kommen Mitglieder aus Pfarreien mit Kirchengemeinderäten und Mitglieder aus Pfarreien mit Pfarrgemeinderäten und Verwaltungsräten zusammen.

    Außerdem sind die Pfarreien unterschiedlich groß. Vor allem die Gremien der fusionierten Pfarreien unterscheiden sich in ihrer Größe deutlich von denen in Pfarreien, die eine Pfarreiengemeinschaft bilden. Um die Stimmen angemessen zu verteilen, erhalten die Wahlberechtigten der Wahlversammlung einer nach Erlass des Strukturplans 2020 fusionierten Pfarrei sowie eines Kirchengemeinderates für die Stimmabgabe zur Wahl der Mitglieder der beiden Kammern jeweils einen zusätzlichen Stimmzettel, also die doppelte Stimmanzahl.

  • Einladung zum Engagement Switch

    Ich möchte gerne dafür werben, dass Sie sich Gedanken machen, ob für Sie eine Mitgliedschaft in der Vermögenskammer oder der Pastoralkammer in Frage kommt. Da der Rat der Pfarrei sich aus diesen beiden Kammern zusammen setzt, wird man nicht für den Rat der Pfarrei, sondern für eine der beiden Kammern gewählt, und engagiert sich in der Vermögenskammer schwerpunktmäßig in Vermögens- und Verwaltungsthemen oder in der Pastoralkammer eher in pastoral-inhaltlichen Fragen.

    Der Rat der Pfarrei kommt zusammen, um gemeinsame Entscheidungen zu Schwerpunkten und deren Finanzierung (Haushaltsplan, Jahresabschluss, Ressourcenplanung) zu treffen und um die ehrenamtlichen Mitglieder im Leitungsteam zu wählen. Wir werden Ihnen in der Zeitschrift EinBlicke3 (ab 15. Oktober) die neue Gremienstruktur genauer erklären.

  • Verwaltungsräte, die zu Verwaltungsteams werden können Switch

    Gerne will ich noch auf den Aspekt der Vermögensverwaltung eingehen: Neben dem Rat der Pfarrei und seiner Vermögenskammer mit strategischen Aufgaben in der Vermögensverwaltung steht das Leitungsteam, das die Umsetzung dieser Strategien verantwortet sowie die Haushalte und Jahresabrechnungen aufzustellen hat. Viele wichtige Aufgaben in der lokalen Vermögensverwaltung sind damit aber noch nicht abgedeckt. Daher haben wir bereits in den ersten Entwürfen des neuen Kirchenvermögensverwaltungsgesetzes (KVVG 2020) ein neues Organ vorgesehen: das Verwaltungsteam.

    Für den Übergang ist es uns wichtig, an den Aufgaben und an den Erfahrungen der jetzigen Verwaltungsräte und Kirchengemeinderäte anzudocken. Wir sind uns bewusst, dass wir ohne die Expertise und das Engagement der Ehrenamtlichen vor Ort, also ohne Sie, nicht in die neuen Pfarreien starten können. Daher haben wir vorgesehen, dass sich die ersten Verwaltungsteams in den neuen Pfarreien aus den jetzigen Verwaltungsräten bzw. Kirchengemeinderäten bilden. Wir werden Ihnen zeitnah weitere Informationen dazu zur Verfügung stellen, damit der Übergang unkompliziert und mit für Sie vertretbarem Aufwand gelingen kann.

    Mit den Verwaltungsteams wollen wir auf Dauer eine größere Flexibilität in der Vermögensverwaltung ermöglichen. Das Aufgabengebiet der bisherigen Verwaltungsräte kann aufgeteilt werden; so können etwa größere Bauprojekte an ein Verwaltungsteam übertragen werden. Im Gegensatz zum jetzigen dauerhaften Mandat in einem Verwaltungsrat kann der Auftrag eines Verwaltungsteams mit speziellen Aufgaben auch nach deren Abschluss enden. Es ist auch denkbar, dass zukünftig immer wichtiger werdende Aufgaben wie z.B. Fundraising einem Verwaltungsteam übertragen werden. Wir glauben, dass wir mit diesem Instrument dem veränderten Engagementverhalten in Zukunft besser entgegenkommen können und dennoch viel Verantwortung vor Ort lassen können.

  • Das kirchliche Leben erneuern Switch

    Sehr geehrte Damen und Herren, mit der Synode haben wir uns dazu entschieden, das kirchliche Leben im Bistum zu erneuern. Damit begeben wir uns auf einen langen Weg. Wir stehen erst am Anfang und gehen jetzt einen wichtigen Schritt. Das Bistum Trier gründet Pfarreien der Zukunft mit dem klaren Ziel: Es entsteht eine vielfältig vernetzte Kirche, die für die Menschen verlässlich erreichbar ist. Das ist ein Prozess, den möglichst viele im Bistum gemeinsam gestalten und weiter vorantreiben sollen. Ich lade Sie herzlich ein, mitzuwirken, danke Ihnen allen von Herzen für Ihr bisheriges Engagement, und freue mich über jede Fortsetzung, in welcher Form auch immer.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Ulrich Graf von Plettenberg
    Generalvikar

  • Brief des Generalvikars als PDF-Dokument zum Download Switch

    Hier finden Sie den Brief des Generalvikars an die Pfarreien, die zum 1. Januar 2020 starten, als PDF-Dokument zum Download.


Informationen des Generalvikars für die 20 Pfarreien, die nicht zum 1. Januar 2020 starten

Übergangsmandat, Nachwahl für die Verwaltungsräte, Dekanatsräte

  •   Switch

    In Ihren Pfarreien und Kirchengemeinden stehen Sie in einer besonderen Situation: Durch die Errichtung der neuen Pfarreien in zwei Phasen gilt für Sie eine längere Zeit des Übergangs. Während wir 15 Pfarreien bereits zum 1. Januar 2020 errichten, gehören Sie zu denjenigen neuen Pfarreien, die erst 2021 [Datum wurde am 15. Oktober 2019 verbindlich verkündet] gegründet werden. Vorab will ich Ihnen zusichern, dass wir Ihnen spätestens bis Ende Oktober eine Auskunft über den Zeitpunkt der Errichtungen geben werden.

  • Übergangsmandate Switch

    Für Sie spielen die Themen Übergangsregelungen und Übergangsmandate eine besondere Rolle. Aus der Auswertung der Anhörungsergebnisse und aus vielen schriftlichen und mündlichen Rückfragen und Anmerkungen von Ihrer Seite und aus den Steuerungsgruppen wissen wir, dass hier besonderer Klärungsbedarf besteht.

    Der Gesetzentwurf zur Errichtung der Pfarreien sieht vor, dass „die amtierenden Räte ihre Geschäfte ungeachtet des Ablaufs der Amtszeit bis zur rechtsverbindlichen Aufhebung der betroffenen Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften fortführen, längstens bis zum 31.12.2021“. So entsteht das sogenannte Übergangsmandat.

    Damit ist zunächst nur ausgesagt, dass die Arbeitsfähigkeit der Gremien bis zur Errichtung der neuen Pfarrei sichergestellt ist ohne Neuwahlen, die für einen kurzen Zeitraum angesichts des zeitlichen und finanziellen Aufwands unverhältnismäßig wären, aber auf der Basis einer rechtlichen Regelung durch den Bischof.

    Dennoch hat diese nüchterne und kurze Formulierung offensichtlich die Befürchtung geweckt, dass Gremienmitglieder ihr Mandat ungefragt verlängern sollen. Mir ist es wichtig, Ihnen mit diesem Schreiben die Möglichkeit zu geben, sich persönlich und bewusst mit der Frage auseinanderzusetzen, ob Sie ein Übergangsmandat annehmen wollen.

    Engagierte Räte als Basis für einen guten Veränderungsprozess

    Ich werbe natürlich gerne dafür. Seit Januar haben wir uns intensiv mit den neuen Gremien und den Übergangssituationen auseinandergesetzt. Dabei ist mir eine Aussage zur Orientierung geworden: Es soll im Bistum Trier keine Zeit ohne ehrenamtliche Gremien geben. Daher haben wir dafür gesorgt, dass dort, wo neue Pfarreien errichtet werden, die jetzigen Gremien bereits einen ersten Rat der Pfarrei mit seinen beiden Kammern wählen. Dieser soll sich dann spätestens drei Wochen nach Errichtung der neuen Pfarrei konstituieren.Auch die Entwicklung in den Pfarreien, die jetzt noch nicht in eine Pfarrei der Zukunft übergehen, sollen im Übergang durch engagierte Räte begleitet werden; das ist die Basis für einen guten Veränderungsprozess. Daher haben wir für Pfarrgemeinderäte, Pfarreienräte, Pfarreienräte Direkt, Kirchengemeinderäte und Verbandsvertretungen sogenannte Übergangsmandate vorgesehen. Ich bitte Sie herzlich, Ihr Engagement in den oben genannten Gremien fortzusetzen. Sie können so die Schritte bis zur Neuerrichtung der Pfarrei mit Ihrer Erfahrung als Räte begleiten. Schon jetzt gilt mein Dank allen, die sich für diese Aufgabe bereit erklären.

  • Übergangsmandat: Ausnahme für eine besondere Situation Switch

    Es ist ein Ausnahmefall, dass wir ein Übergangsmandat aussprechen, aber wir sehen es nach Prüfung aller Alternativen als den besten Weg an, eine stabile Gremiensituation im Übergang zu sichern. Wir haben uns für ein gesetzliches Übergangsmandat entschieden, um die Handlungsfähigkeit der jetzigen Pfarreien vor dem Ablauf der regulären Amtszeit gewährleisten zu können. Das Errichtungsgesetz, das wir Ihnen im Rahmen der Anhörung vorgelegt hatten, ist der geeignete Rahmen, diese besondere Situation zu regeln. Daraus ergibt sich für Sie, dass Sie Ihr Mandat als Übergangsmandat bis zur Errichtung der neuen Pfarrei fortführen, ohne dass es dazu einer Wahl oder einer besonderen Beauftragung bedarf.

    Die Vorgehensweise, Ihre Bereitschaft zur Ausübung oder Ablehnung des Übergangsmandates zu erklären, ist einfach: Mit dem Formular, das diesem Schreiben beigefügt ist, können Sie Ihre Absicht erklären. Bitte geben Sie das Formular im Dekanatsbüro ab oder senden es dorthin (die Adressen der Dekanatsbüros finden Sie auf der Rückseite des Formulars). Die Gremienvorsitzenden und die Pfarrbüros werden dann über Ihre Rückmeldung informiert. Außerdem werden die Ergebnisse an das Generalvikariat weitergeleitet.

    Eines ist mir wichtig: Für den Fall, dass Sie nicht vorhaben, Ihre Arbeit fortzusetzen, können Sie selbstverständlich Ihr Engagement in legitimer Weise als beendet betrachten und dies auf dem Formular entsprechend vermerken. Ausdrücklich danke ich an dieser Stelle allen, die sich in den vergangenen Jahren in unseren pfarrlichen Gremien engagiert haben!

    Da es nicht zu leisten ist, bei jeder einzelnen Person persönlich nachzufragen, werden nicht getätigte Rückmeldungen als Bereitschaft zur Weiterarbeit mit Übergangsmandat interpretiert. In der besonderen Situation des Übergangs erlaubt die Formulierung im Gesetzentwurf diese Deutung, die wir hiermit transparent kommunizieren wollen. Da es sich um Ihr freiwilliges Engagement handelt, sind Ihre Entscheidungen zum Übergangsmandat selbstverständlich jedoch zu jedem Zeitpunkt frei.

  • Nachwahl für Mitglieder der Verwaltungsräte Switch

    Für die Ende 2019 ausscheidenden Mitglieder der Verwaltungsräte soll der Pfarrgemeinderat wie bislang Mitglieder nachwählen. Insofern trifft die Übernahme eines Übergangsmandates auf diese Personengruppe nicht zu – und damit auch nicht das Übersenden des oben genannten Formulars. Die Amtszeit der Verwaltungsräte endet mit der Errichtung der Pfarreien der Zukunft.

    Ein besonderer Fall liegt dort vor, wo es statt eines Pfarrgemeinderates einen Pfarreienrat Direkt gibt. Denn dort werden die Verwaltungsräte in Urwahl gewählt. Für diese Verwaltungsräte gilt die Regelung des Übergangsmandats analog zum oben beschriebenen Vorgehen für die anderen Räte.

  • Dekanatsräte Switch

    Die Dekanate bestehen bis zur Errichtung der neuen Pfarreien fort. Der Dekanatsrat ist ein Organ des Dekanats. Die Amtszeit der amtierenden Dekanatsräte läuft aus. Es kann auch weiterhin einen Dekanatsrat geben, wenn die pfarrlichen Gremien, die durch ein Übergangsmandat im Amt bleiben, einen Dekanatsrat wählen.

  • Brief des Generalvikars für die PdZ Phase II zum Download - und Formular zum Übergangsmandat Switch


Was ist der "erste Rat der Pfarrei"? - Wie wird er gewählt?

Der erste Rat der Pfarrei wird von einer Wahlversammlung gewählt, die aus folgenden derzeit amtierenden Gremien besteht: Pfarrgemeinderäte, Verwaltungsräte, "Pfarreienräte Direkt" und Kirchengemeinderäte. Die Amtszeit dauert maximal drei Jahre. Wenn alle Pfarreien der Zukunft errichtet sind, wählen auch diese zunächst den "ersten Rat der Pfarrei" in der Wahlversammlung. Dessen Amtszeit dauert dann ein Jahr. Da diese Pfarreien am 1. Januar 2021 errichtet werden, amtieren sie bis 31. Dezember 2021. Damit endet die Amtszeit des ersten Rates der Pfarrei für alle 35 geplanten Pfarreien einheitlich ein Jahr nach Errichtung der letzten Pfarrei. Damit kann dann die darauf folgende reguläre Wahl des "Rates der Pfarrei" mit Urwahl für das ganze Bistum geordnet und vorbereitet werden.

  • Aufgaben und Zusammensetzung des Rates der Pfarrei Switch

    Der Rat der Pfarrei

    • beschließt einen Haushaltsplan für jedes Haushaltsjahr und stellt den Jahresabschluss fest.
    • verwaltet mit dem Leitungsteam und der Vermögenskammer das Vermögen der Kirchengemeinde.
    • beschließt auf der Grundlage des Synodendokuments die Schwerpunktsetzung für das kirchliche Handeln in der Pfarrei.
    • Hier fließen die Beratung und Vorgaben der Pastoralkammer (Synodalversammlung, Rahmenleitbild) und die mittelfristigen Ressourcenplanungen der Vermögenskammer ein.
    • wählt die ehrenamtlichen Mitglieder des Leitungsteams.

    Der Rat der Pfarrei besteht aus den Mitgliedern der Pastoralkammer und den Mitgliedern der Vermögenskammer. Der Vorstand besteht aus dem Vorstand der Pastoralkammer (ohne Beisitzer/innen) und dem Vorstand der Vermögenskammer. Den Vorsitz des Rates hat der/die Vorsitzende der Pastoralkammer; stellvertretender Vorsitzender des Rates ist der Vorsitzende der Vermögenskammer.

  • Aufgaben und Zusammensetzung der Pastoralkammer Switch

    Die Pastoralkammer

    • ist der Förderung vielfältiger Orte von Kirche verpflichtet.
    • Sie nimmt die Registrierung von Orten von Kirche entgegen.
    • ...wirkt mit bei der Umsetzung des Rahmenleitbilds.
    • ...berät die von der Synodalversammlung vorgeschlagenen pastoralen Schwerpunktthemen und jene aus der pastoralen Planung gemäß dem Rahmenleitbild.
    • ...macht strategische Vorgaben zum Einsatz von Ressourcen, zur Gestaltung des Stellenplans sowie zur Gestaltung von Entwicklungszielen.

    Die Pastoralkammer setzt sich zusammen aus

    • 20 gewählten Mitgliedern, davon: 10 in Urwahl gewählte Mitglieder und 10 durch die Synodalversammlung gewählte Mitglieder
    • den Mitgliedern des Leitungsteams
    • zwei berufenen Mitgliedern.

    Der Vorstand besteht aus der/dem Vorsitzenden, der/dem stellvertretenden Vorsitzenden, einer Schriftführerin oder einem Schriftführer, dem Pfarrer/Mitglied des Leitungsteams. Es sind bis zu zwei Beisitzer/innen möglich. Der oder die Vorsitzende ist Laie.

  • Aufgaben und Zusammensetzung der Vermögenskammer Switch

    Die Vermögenskammer

    • verwaltet mit dem Leitungsteam und dem Rat der Pfarrei das Vermögen der Kirchengemeinde.
    • beaufsichtigt das Leitungsteam.
    • stimmt Rechtsgeschäften und Rechtsakten nach §17 KVVG zu.
    • berät das Leitungsteam und den Rat der Pfarrei in Ressourcen-Fragen.
    • stellt eine mittelfristige Ressourcenplanung auf.

    Die Kammer setzt sich zusammen aus

    • 10 gewählten Mitgliedern
    • 5 in Urwahl gewählten Mitgliedern
    • 5 durch die Synodalversammlung gewählten Mitgliedern
    • dem Pfarrer als Vorsitzenden ohne Stimmrecht in Aufsichtsangelegenheiten
    • Die anderen Mitglieder des Leitungsteams haben Gaststatus.

    Der Vorstand besteht aus dem Pfarrer als Vorsitzenden (ohne Stimmrecht in Aufsichtsangelegenheiten), der oder dem stellvertretenden Vorsitzenden sowie der Schriftführerin oder dem Schriftührer. Den Vorsitz der Vermögenskammer hat der Pfarrer (ohne Stimmrecht in Aufsichtsangelegenheiten); der oder die stellvertretende Vorsitzende ist Laie.

Bischof ermutigt zum Mitmachen

Ehrenamtliche entscheidend in den Pfarreien der Zukunft

In den Leitungsteams der Pfarreien der Zukunft können auch bis zu zwei Ehrenamtliche mitwirken. Diese werden vom ersten Rat der Pfarrei gewählt. Bischof Dr. Stephan Ackermann ermutigt zum Mitmachen!

Welche Aufgaben können Ehrenamtliche in den Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier übernehmen? Welche Voraussetzungen gibt es, um im Rat der Pfarrei mitzuarbeiten? Interessierte konnten sich bei drei Veranstaltungen informieren. Wir haben nachgefragt, wie sich drei Ehrenamtliche in Zukunft einbringen möchten.

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