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Wahl der Räte im Bistum Trier am 6. / 7. November 2021

Drei unterschiedliche Wahlmodelle

Bei der Wahl 2021 stehen den Pfarreien drei Modelle für die Wahl des pastoralen Gremiums zur Auswahl

  • Modell 1: Wahl eines Pfarrgemeinderates
  • Modell 2: Wahl eines Kirchengemeinderates
  • Modell 3: „Direktwahl in den Pfarreienrat“

Jede Pfarrei kann sich entsprechend der örtlichen Gegebenheiten frei für eines dieser drei Modelle entscheiden. Somit ist es möglich, passgenau, situationsgerecht und flexibel auf die unterschiedlichen Situationen in der Pfarrei zu reagieren.
 

Erläuterungen zu den Modellen

  • Modell 1 - Wahl eines Pfarrgemeinderates

    Weiterhin kann sich jede Pfarrei dazu entscheiden, bei der Wahl 2021 einen Pfarrgemeinderat zu wählen.

    Der amtierende Pfarrgemeinderat legt die Zahl der Mitglieder des künftigen Rates im Rahmen der Wahlordnung fest.

    Der Pfarrgemeinderat wählt Mitglieder des Verwaltungsrats. (Da die letzten Verwaltungsratswahlen 2019 bzw. 2020 stattgefunden haben, stehen jetzt allerdings keine Wahlen an.)

    Der neu gewählte Pfarrgemeinderat delegiert Vertreterinnen und Vertreter in den Pfarreienrat.

    Die Zahl der von den einzelnen Pfarreien zu wählenden Mitglieder des Pfarreienrates wird vom derzeit amtierenden Pfarreienrat zu Beginn der Wahlvorbereitungen festgelegt

  • Modell 2: Wahl eines Kirchengemeinderates

    Statt eines Pfarrgemeinderates kann die Pfarrei auch einen Kirchengemeinderat wählen. Der Kirchengemeinderat nimmt sowohl die Aufgaben des Pfarrgemeinderates als auch die Aufgaben des Verwaltungsrates wahr.

    In den Pfarreien, in denen es bislang noch keinen Kirchengemeinderat gegeben hat, ist die Zustimmung des Verwaltungsrates Voraussetzung für die Wahl dieses Modells.

    Die Zahl der zu wählenden Mitglieder ist durch die Wahlordnung festgelegt und orientiert sich an der Zahl der Katholikinnen und Katholiken in der Pfarrei.

    Der neu gewählte Kirchengemeinderat delegiert Vertreterinnen und Vertreter in den Pfarreienrat.

    Die Zahl der von den einzelnen Pfarreien zu wählenden Mitglieder des Pfarreienrates wird vom derzeit amtierenden Pfarreienrat zu Beginn der Wahlvorbereitungen festgelegt.

  • Modell 3: Direktwahl in den Pfarreienrat

    Die Pfarrei verzichtet auf die Wahl eines eigenen Pfarrgemeinderates oder eines Kirchengemeinderates. Stattdessen werden ihre Vertreterinnen und Vertreter direkt in den Pfarreienrat gewählt.

    Die Zahl der von den einzelnen Pfarreien zu wählenden Mitglieder des Pfarreienrates wird vom derzeit amtierenden Pfarreienrat zu Beginn der Wahlvorbereitungen festgelegt.

    Das Modell 3 stellt eine Weiterentwicklung des bisherigen Modells „PfarreienratDirekt“ dar:

    Bislang war eine Direktwahl in den Pfarreienrat nur möglich, wenn sich alle Pfarreien einer Pfarreiengemeinschaft für das Modell „PfarreienratDirekt“ entschieden haben.

    Diese Bedingung entfällt: Jede Pfarrei kann für sich allein entscheiden, ob sie eine „Direktwahl in den Pfarreienrat“ will oder nicht. Ihre Entscheidung ist völlig unabhängig von der Entscheidung der anderen Pfarreien in der Pfarreiengemeinschaft.

    Damit gewinnen die Pfarreien bei der Auswahl des für sie passenden Wahlmodells an Flexibilität und können situationsgemäße Entscheidungen treffen.

    Zukünftige Pfarreienräte können sich deswegen sowohl aus von Pfarreien delegierten als auch aus direkt gewählten Mitgliedern zusammensetzen. (Bisher waren alle Mitglieder des Pfarreirates entweder delegiert oder direkt gewählt.)

    Beispiel: Eine Pfarreiengemeinschaft besteht aus den Pfarreien A-Dorf, B-Dorf, C-Dorf und D-Dorf. A-Dorf hat einen Pfarrgemeinderat gewählt und delegiert daher seine 3 Mitglieder in den Pfarreienrat. Das ist auch bei B-Dorf der Fall, weil B-Dorf einen Kirchengemeinderat gewählt hat. C-Dorf und D-Dorf haben sich für eine Direktwahl ihrer 3 Mitglieder in den Pfarreienrat entschieden. Deswegen besteht der neue Pfarreienrat aus 6 delegierten (3 aus A-Dorf und 3 aus B-Dorf) und 6 direkt gewählten ehrenamtlichen Mitgliedern (3 aus C-Dorf und 3 aus D-Dorf).

    Selbstverständlich ist es weiterhin möglich, dass sich alle Pfarreien einer Pfarreiengemeinschaft für eine „Direktwahl in den Pfarreienrat“ entscheiden.

    Das Modell 3 bietet folgende Chancen:

    Es trägt dazu bei, dass auch Pfarreien an den pastoralen und strukturellen Entscheidungsfindungen beteiligt sind, die keinen eigenen Pfarrgemeinderat oder Kirchengemeinderat mehr wählen können oder wollen.

    Die Anzahl der notwendigen Kandidatinnen und Kandidaten wird stark reduziert.

    Doppelmitgliedschaften in mehreren Gremien (z.B. Mitgliedschaft im Pfarrgemeinderat und im Pfarreienrat) werden bei der Wahl dieses Modells vermieden. Das verringert die zeitliche Belastung der ehrenamtlich Engagierten.

    Die Wahl des „Modell 3“ eröffnet zusätzlich eine weitere Perspektive:

    In Pfarreien, die sich für eine „Direktwahl in den Pfarreienrat“ entscheiden, können lokale Teams (Netzwerke von Personen) vor Ort gebildet werden.

    Diese Teams tragen mit Sorge für die örtlichen pastoralen und diakonischen Belange der jeweiligen Pfarrei, etwa

    • in der Pflege bewährter liturgischer und spiritueller Traditionen (z.B. Erstkommunion, Fronleichnam, Wallfahrten)
    • in der Veranstaltung von Festen (z.B. Pfarrfest, Kirmes)
    • im diakonischen Engagement,
    • in der Vernetzung mit den örtlichen Vereinen etc.

     

Warum können unterschiedliche Räte gewählt werden?  
Warum gibt es bei den Wahlen 2021 drei unterschiedliche Modelle zur Auswahl?

Die örtlichen Gegebenheiten und Ausgangssituationen der Pfarreien in unserem Bistum sind sehr unterschiedlich:

  • Die Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften unterscheiden sich in ihrer Größe, in ihrem Charakter und ihrer Mentalität. Neben eher dörflich geprägten Pfarreien auf dem Land gibt es städtisch geprägte Pfarreien.
  • Unterschiedlich sind auch das kirchliche Leben in den Pfarreien und die Formen der Zusammenarbeit in den Pfarreiengemeinschaften.

Diese Unterschiedlichkeit spiegelt sich auch in der Arbeit der Räte wider:

  • Die Arbeit der Räte unterscheidet sich von Ort zu Ort.
  • Dies gilt auch für die Pfarreienräte.
  • In einigen Pfarreien gibt es genügend Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlen, in anderen nicht.

Die unterschiedlichen Ausgangssituationen haben selbstverständlich Auswirkungen auf die anstehenden Wahlen in den Pfarreien. Diese Tatsache wird sehr ernst genommen und ihr soll in besonderer Weise Rechnung getragen werden:

Darum stehen den Pfarreien bei den Wahlen 2021 drei Modelle zur Auswahl.

Jede Pfarrei kann sich für ein Wahlmodell entscheiden, das für sie situationsgemäß und passgenau ist. Das ermöglicht ein Höchstmaß an Flexibilität, Entscheidungsfreiheit und Handlungsspielraum am Ort.

Deswegen können unterschiedliche Räte gewählt werden: Pfarrgemeinderat, Kirchengemeinderat oder „Direktwahl in den Pfarreienrat“.

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