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Studien

Die Aktion Arbeit hat sich an mehreren Studien in ihrem Themenfeld beteiligt bzw. sie selbst durchgeführt:

  • IST Studie "Endstation Arbeitsgelegenheit?" Switch

    Teilhabeperspektiven in "Ein-Euro-Jobs" - Die Sicht der Betroffenen

    Vor dem Hindergrund der drastischen Kürzungen im Eingliederungstitel und der Instrumentenreform im Jahr 2012 hat die Aktion Arbeit gemeinsam mit der Evangelischen Kirche im Rheinland diese qualitative Studie angeregt, die unter der Verantwortung von Prof. Dr. Stefan Sell vom Institut für Bildungs- und Sozialpolitik (ibus) der Hochschule Koblenz erstellt worden ist.

    Die IST-Studie hat in Rheinland-Pfalz und im Saarland die Auswirkungen nach den drastischen Kürzungen für öffentlich geförderte Beschäftigungsverhältnisse untersucht. Im Fokus stehen dabei die Arbeitsgelegenheiten (1 Euro-Jobs). Das Besondere der Studie ist die Fragestellung: es geht nicht um wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Auswirkungen der Arbeitsgelegenheiten, sondern um die Wahrnehmung und die Auswirkungen von Arbeitsgelegenheiten aus der Sicht der betroffenen Teilnehmer.

    Gefragt wird nach sozialen Teilhabeeffekten durch eine Arbeitsgelegenheit und ebenso die nach den subjektiven, persönlichen, gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen nach dem Ausscheiden aus den Maßnahmen als direkte Auswirkung der Kürzungspolitik.

    Die Studie ist einer Zusammenfassung als Broschüre online und in der gedruckten Langfassung unter www.rheinahrcampus.de/ibus erhältlich.

    Unterstützt wurde die Untersuchung von der Evangelischen Kirche der Pfalz, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der LIGA  der freien Wohlfahrtspflege Rheinland-Pfalz und der LIGA der freien Wohlfahrtspflege Saar.

  • "Summative Evaluation zweier Modellprojekte für Langzeitarbeitslose mit multiplen Vermittlungshemmnissen." Switch

    Evaluation eines Modellprojektes zur nachhaltigen Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen mittels dem Programm "Job-Perspektive" nach SGB II in den Jahren 2008-2010

    Aus Sicht der Kirchen hat die verfestigte Sockelarbeitslosigkeit für die meisten Langzeitarbeitslosen zur Folge, dass sie auf dem regulären Arbeitsmarkt keine reelle Vermittlungschance haben und damit in einem entscheidenen Ausmaß von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen sind. Dies ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde und birgt im Blick auf die gesellschaftliche Stabilität Sprengstoff.

    Um Abhilfe zu schaffen, hat die Aktion Arbeit des Bistums Trier ein Modell zur öffentlich geförderten dauerhaften Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen geschaffen.

    Die Evangelische Kirche im Rheinland unterstützte dieses Modell und setzte sich gemeinsam mit der Aktion Arbeit für eine Erprobung des Modells ein.

    Parallel zu dem Modell der Aktion Arbeit wurde seitens des BMAS das Programm "JobPerspektive" (§16e/SGB II) entwickelt - mit einer Reihe ähnlicher Programmelemente. Nachdem JobPerspektive nicht den gewünschten Erfolg hatte, wollten die Kirchen ihr Modell im Sinne einer Optimierung von "JobPerspektive" in der Praxes erproben.

    Zwei Pilotprojekte

    Das Modell sollte zeitgleich in zwei Projekten erprobt werden mit jeweils spezifischen Bedingungen: In dem Anfang September 2008 gestarteten Pilotprojekt in Püttlingen (Träger ESH) ging es um den Einsatz des Instruments bei einem Beschäftigungsträger, während bei dem Projekt in Trier die gewerbliche Wirtschaft als Anstellungsträger gesucht wurde. So wurde es möglich, das gleiche Instrument wie eine Medaille von ihren zwei Seiten her zu untersuchen.

    Die Modelle wurden von den Jobcentern, den Landesregierungen und in Trier insbesondere von der Handwerkskammer mitfinanziert, bzw. getragen.

    Alles weitere wie Durchführung, Ergebnisse und daraus sich ergebende Folgerungen können Sie dem Evaluationsbericht entnehmen.

  • Niedriglohn und prekäre Beschäftigung in Deutschland Switch

    Ein Forschungsbericht von Dr. Günter Gehl, Bistum Trier

    Seit 2013 nimmt die Aktion Arbeit Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen verstärkt in den Blick und weitet ihren Aktionsradius auf den Bereich atypischer prekärer Beschäftigungsverhältnisse aus.
    Am 9. Juli 2014 fand im Robert-Schuman-Haus die Studientagung zum Thema Niedriglohn und prekäre Beschäftigung in Deutschland mit 80 Teilnehmenden aus Unternehmen, Gewerkschaften, Betriebsräten und Mitarbeitervertretungen, Verbänden, Handwerkskammer, IHK, Arbeitskammer des Saarlandes und interessierter Öffentlichkeit statt.
    Zu Beginn gab Dr. Günter Gehl einen Überblick über die Entwicklung von Niedriglohn, prekärer und atypischer Beschäftigung in Deutschland. Anschließend stellte die Parlamentarische Staatssekretärin Elke Ferner (SPD) dar, welche Perspektiven im Niedriglohnsektor durch die Große Koalition eröffnet werden, nannte als Gesetzesvorhaben u.a. die Entgeltgleichheit, „Equal Pay“. In drei Workshops wurden atypische Beschäftigungsformen erörtert: Teilzeitarbeit, Mini- und Midijobs (Impulse von Olaf Schomaker, Leiter Personal der Globus SB Warenhaus Holding, und Alex Sauer, ver.di-Bezirk Saar-Trier), Leiharbeit (Impulse von Matthias Keller, Geschäftsführer von Volvo Equipment Germany in Konz, und Matthias Bichler, Betriebsratchef bei Volvo und 2. Bevollmächtigter der IG Metall Trier) und Werkverträge (Impulse von Dr. Bernhard Simon, Simon-Fleisch Wittlich, und Mark Baumeister, Geschäftsführer der NGG der Region Saar).
    „Die Würde des Arbeitenden und ein ‚Auskommen mit dem Einkommen’ muss stärker gewährleistet sein“, betonte Alex Sauer vom ver.di-Bezirk Region Saar-Trier auf dem abschließenden Podium mit Vertretern aus Wirtschaft, Betriebsräten und Gewerkschaften. Die Gewerkschaften und die Kirchen müssten als Bündnispartner gemeinsam kämpfen, so etwa für den Erhalt des Ladenschlusses. Und „der Sonntag soll Sonntag bleiben“, forderte Olaf Schomaker vom Globus SB Warenhaus St. Wendel mit Blick auf den Einsatz der Kirchen für den Schutz des Sonntags.

    Pünktlich zur Tagung ist am 12. Juni 2014 der Forschungsbericht von Dr. Günter Gehl über Niedriglohn und prekäre Beschäftigung in Deutschland als Buchpublikation im Bertuch Verlag, Weimar, in der wissenschaftlichen Reihe „Forum Politik“ erschienen.
    Das Buch vermittelt einen umfassenden Überblick über Niedriglohn und prekäre Beschäftigung in Deutschland und will damit zur Klärung der in ihrem Bedeutungsgehalt umstrittenen Begriffe beitragen. Zu Verwechslungen kommt es immer insbesondere dann, wenn mit dem Terminus „prekäre Beschäftigung“ eine Bewertung arbeitsmarktpolitischer Entwicklungen vorweggenommen wird. Dies bezieht sich auf die „atypischen Beschäftigungsverhältnisse“, auf die in dem Buch ausführlich eingegangen wird, und deren Ambivalenz zwischen „Guter Arbeit“ und „Schlechter Arbeit“ erörtert wird. Be-reits seit den 80er Jahren findet ein Wandel in den Erwerbsformen mit einem beständigen Wachstum der atypischen Beschäftigungsverhältnisse statt. Die Hartz-Gesetze haben diese Prozesse noch enorm beschleunigt. Mit dieser Flexibilisierung des Arbeitsmarktes wurde der Niedriglohnbereich enorm ausgebaut. Niedriglohn heißt heute für ein Fünftel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, dass das Arbeitsentgelt trotz Vollzeitstelle zur Deckung des Lebensunterhalts nicht ausreicht, landläufig gesagt, also prekär ist.

    Das Buch kann direkt von der Geschäftsstelle der Aktion Arbeit zu einem Kostenbeitrag von 10.-- € zzgl. 2.-- € Versandkosten oder über den Buchhandel zum Preis von 14,95 € bezogen werden.
    Bibliographische Angaben: Günter Gehl, Niedriglohn und prekäre Beschäftigung in Deutschland, Bertuch Verlag, Weimar 2014, ISBN: 978-3-86397-040-6

    Hier finden Sie die Präsentation zur Studie.

  • Bericht Zukunftswerkstatt Switch

  • Aufruf Arbeitsmarktpolitik Switch

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