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Stellungnahme des Katholikenrates

Positive Änderungen in der Grundordnung des kirchlichen Dienstes und im kirchlichen Arbeitsvertragsrecht

Mit Blick auf den seit Jahren diskutierten Umgang mit Geschieden-Wiederverheirateten begrüßt der Katholikenrat ausdrücklich die vom Verband der Diözesen beschlossene Änderung der "Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse". Wenn auch beim Thema Geschieden - Wiederverheirate weiterhin noch viel Handlungsbedarf besteht, so ist doch die Änderung der Grundordnung ein starkes Zeichen des Willens der Deutschen Bischöfe, hier Verbesserungen zu schaffen.

Aus der Novellierung ergeben sich positive Änderungen im individuellen Arbeitsrecht, wie etwa der Umgang mit einer erneuten standesamtlichen Heirat nach einer zivilen Scheidung oder das Eingehen einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

Wir danken besonders unserem Bischof Stephan, der sowohl beim bundesweiten Dialogprozeß „Im Heute glauben“ als auch z. B. beim Bistumsforum „Geschieden - Wieder verheiratet“ zugesagt hatte, sich intensiv um das Problemfeld zu kümmern. Nun gilt es, weiter mutige Schritte nach vorne zu tun.

Ebenfalls sehr zu begrüßen ist die Öffnung für die Mitwirkung von Gewerkschaften beim  Zustandekommen kirchlicher Arbeitsvertragsbedingungen. Dies geschieht in Reaktion auf ein Urteil des Bundesarbeitsgerichtes.

Die vorher fehlenden Zugangsmöglichkeiten der Gewerkschaften in den kirchlichen Arbeitsbereich hinein war für Gremien wie dem Katholikenrat oft eine Hürde bei der Vernetzung für bestimmte Projekte und Ziele mit Gewerkschaften.

Beispielsweise sind Gewerkschaften– auch für Kirchen – wichtige Bündnispartner, wenn es um prekäre Arbeitsverhältnisse oder andere Probleme im Themenspektrum Arbeit und Soziales im Lande geht, aber auch wenn so schwierige Themen wie Sonntagsruhe vorangebracht werden sollen.

Pressemeldung der Bischöflichen Pressestelle

Donnerstag, 7. Mai 2015

Bistum Trier übernimmt geändertes kirchliches Arbeitsrecht

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