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Kita-Kinder beim jährlichen Bistums-Fest in Trier

Heilig Rock Tage für Kindergartenkinder

 

Hier finden Sie den Flyer für die Kita-Kinder mit den Angeboten

an den Hl. Rock-Tagen 

am 28./29.04.2020 

Hier klicken 

 

 

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Am Sonntag, 3. Mai 2020 feiern wir gemeinsam den Familientag

Wir laden besonders alle Kinder, Mütter, Väter, Omas und Opas, Patinnen und Paten, hierzu herzlich ein!

Familien sind gemeinsam mit und zu Jesus Christus auf dem Weg.

Singen, Beten, kreativ sein, Pilgern, neue Erfahrungen miteinander machen und miteinander Gottesdienst feiern.

Die detaillierte Ausschreibung mit allen Infos finden Sie hier    

 

 

Öffnung des Schreins der Tunika (2012)

Der heilige Rock wird verehrt und untersucht (vor der Wallfahrt 2012)

Bischof Stephan Ackermann betrachtet und untersucht die Reliquie, deren Schrein ausnahmsweise geöffnet ist.
  • Ich bin mutig, weil Du da bist.

    Auf der Wiese hinter der Kita gibt es seit einer Woche eine Slackline. Das bunte breite Band ist zwischen zwei Bäumen befestigt und ganz straff gezogen. Wer sich traut, kann darauf balancieren. Heute ist Denise, eine Erzieherin aus der Bärengruppe, mit Kindern im Außengelände. Einige Kinder laufen zu den Bäumen und setzen sich auf den gespannten Gurt. „Na, wer traut sich, auf den Gurt zu steigen und darüber zu gehen?“, fragt die Erzieherin.

    Nala, die in diesem Jahr zu den Schulkindern gehört, ruft, dass sie es gerne versuchen möchte. Sie hält sich mit einer Hand am Baumstamm fest, mit der anderen greift sie nach der Hand, die Denise ihr hinhält. Vorsichtig setzt Nala erst einen, dann den anderen Fuß auf die Slackline. Wie der Gurt, der eben noch ganz straff war, jetzt wackelt. Nala balanciert hin und her, bis sie auf dem schwankenden Untergrund stehen kann. „Hälst Du mich?“, fragt Nala. „Ja, du kannst mir vertrauen, ich bin da“, sagt die Erzieherin ganz ruhig. Jetzt traut Nala sich, den Baum loszulassen und an der Hand von Denise Schritt für Schritt auf den Baum am anderen Ende des Bandes zuzugehen. Es braucht schon eine Portion Mut, auf dem schwankenden Band voranzukommen. Immer wenn es wackelt, hält sie sich ein wenig mehr an der Hand fest und sie spürt, wie ihr das Halt gibt. Schritt für Schritt geht es besser und Nala wird sicherer. Schon hat sie die Hälfte der Strecke geschafft. Das ist ein gutes Gefühl. Als sie den anderen Baum erreicht, springt sie von der Slackline ab und strahlt über das ganze Gesicht. Geschafft! Die anderen Kinder applaudieren und einige wollen es auch gleich versuchen.

    Hälst Du mich? – Ja, du kannst mir vertrauen, ich bin da. Der Balanceakt auf dem gespannten Gurt ist mehr als eine sportliche Gleichgewichtsübung. Kinder, die erfahren, dass sie mit Zutrauen und Unterstützung etwas erreichen können, dass sie Erfolg haben, gewinnen Selbstvertrauen und werden selbstbewusster – auch wenn sie beim ersten oder zweiten Mal den Weg noch nicht ganz schaffen. Jede und jeder darf eigene Erfahrungen machen. Damit Selbstvertrauen wachsen kann, brauchen Kinder die Hilfe von Erwachsenen und die Beobachtung, dass andere Kinder sich trauen und nach einem Misserfolg nicht gleich aufgeben. Die Hilfe, die Nala erhält, dient auch der Sicherheit und dem Unfallschutz. Viel wichtiger ist für sie, leibhaftig zu spüren, da ist jemand, der mich hält, die dafür sorgt, dass mein Mut wachsen kann, auch wenn er am Anfang noch gar nicht so groß ist. Jemand, auf die ich mich verlassen kann, weil sie stark ist und in meiner Nähe bleibt. Zutrauen in meine Fähigkeiten wächst, wenn ich weiß, dass ich gehalten und aufgefangen werde, wenn ich das Gleichgewicht verliere.

    Mutig sein, mir etwas zutrauen, weil ich jemanden an meiner Seite weiß, ist übrigens nicht nur eine Übung für Kinder. Auch Erwachsene brauchen immer wieder solche Erfahrungen, um ihr Selbstvertrauen zu stärken und zu entwickeln. Es kann hilfreich sein, ab und zu innezuhalten und zu schauen, auf welche „Slackline“ ich mich hinauftraue oder auf der ich mich gerade befinde und wer an meiner Seite ist, um mir Sicherheit zu geben, die mir hilft, Balance zu halten.

    „… weil Du da bist.“ Dieses „Du“ kann auch Gott sein, der mir Mut macht. In der Bibel, im Alten Testament, gibt Gott sich selbst den Namen: „Ich bin da.“ Was für ein wunderbarer Name! Eine ermutigende Einladung, darauf zu vertrauen, dass wir nicht allein sind. Jesus hat aus diesem Vertrauen gelebt und geglaubt. Aus dieser Überzeugung ist er immer wieder auf Menschen zugegangen und war für sie da. Besonders für die, die die Nähe eines verlässlichen Menschen dringend brauchten.

    Mehr als eine sportliche Übung. Ermutigende Erfahrungen und die Nähe von Menschen sind in den Balanceakten unseres Lebens grundlegend wichtig für unseren Glauben. Kinder und Erwachsene lernen auf die Nähe Gottes zu vertrauen im Alltag, manchmal auf einem schwankenden Gurt zwischen zwei Bäumen.

  • Der Heilige Rock im Dom zu Trier

    Die Heilig-Rock-Kapelle

    Wer den Dom durch das Mittelschiff betritt, sieht bereits von weitem durch einen Durchbruch in die Heilig-Rock-Kapelle hin. Unter einem dreidimensionalen Davidstern hängt ein vergoldetes Kreuz, das als Lebensbaum gestaltet ist, vor einem Sternenhimmel (blauer Hintergrund mit reflektierenden Bergkristallen), der die Sternenkonstellation vom 1. Mai 1974 zeigt, dem Tag, an dem der Dom nach langer Renovierungszeit wieder eröffnet wurde. In der Heilig-Rock-Kapelle entfaltet sich eine ganze Theologie von Tod und Leben, Leid und neuer Lebenskraft. Die Stuckdecke zeigt ein Bild, das Gottvater mit einem Zepter darstellt und acht Engelsfiguren, die die Leidenswerkzeuge Christi halten. Am Altar sind links und rechts vom Sternenhimmel zwei Engel zu sehen, der linke von ihnen hält Würfel in der Hand, die daran erinnern, dass um das Gewand Christi gelost wurde, weil es ohne Naht war.

    Der Heilig-Rock-Schrein unter dem Glaszelt

    Die Heilig-Rock-Reliquie liegt in einem kostbaren Holzschrein, der mit Messingbeschlägen verziert ist. In der Mitte des Deckels befindet sich ein Christusbild. An jeder Seite des Schreins sind jeweils zwei große Metallringe am Deckel und am Schrein angebracht, durch die Schleifen gelegt und verknotet sind; auf den Schleifen befinden sich die Siegel des Bischofs und des Domkapitels. Sie werden nach jeder Inspektion des Heiligen Rockes erneuert. Der Holzschrein selbst befindet sich unter einer klimatisierten Glaspyramide, in deren Scheiben Ölbaumzweige eingeschliffen sind. Sie erinnern an die Todesangst Christi am Ölberg. Sie sind aber auch Friedenszeichen. In den Glasplatten sind Insekten, darunter ein Schmetterling, als Symbol für die Auferstehung eingeschliffen.

    Die künstlerische Gestaltung des Glaszeltes

    Auf der Spitze des Glaszeltes und an den Ecken sind Edelsteine und Steine in Zinnornamente eingefasst, unter anderem ein großer Amethyst, mehrere große Bergkristalle, eine Wüstenrose sowie eine Schieferplatte mit Abdrücken von Farnen aus den Saarbergwerken. In den Ornamenten der Einfassungen sind plastische Darstellungen von Rose, Birne, Seepferdchen, Schlange, Schnecke, Skarabäus, Taube und Krebs zu finden. An der Einfassung des Bergkristalls auf der Spitze der Glaspyramide befindet sich sogar eine menschliche Hand. So spiegelt sich in der künstlerischen Gestaltung der Heilig-Rock-Kapelle die gesamte Schöpfung, ja der ganze Kosmos wider. Was der Sonnengesang des heiligen Franziskus oder das Schöpfungslob des Psalms 104 besingen, wird hier sichtbar. Die Symbolik von Schöpfung und Erlösung, in die jeder Mensch hinein genommen ist, lässt sich mit Kindern kreativ aufgreifen.

    St. Helena und der Heilige Rock

    Der Legende nach hat die heilige Helena, die Mutter Kaiser Konstantins, den Heiligen Rock nach Trier gebracht. An den Pilger¬treppen, die zur Heilig-Rock-Kapelle führen, finden sich zwei Statuen, die Kaiser Konstantin und Helena darstellen: rechts Helena mit dem Kreuz Christi und den Nägeln, die sie der Legende nach ebenfalls aus dem Heiligen Land mitgebracht hat, links ihr Sohn, Kaiser Konstantin.

    Die Bedeutung des Heiligen Rocks

    Der Heilige Rock ist ein Symbol für das gesamte Leben und die Menschheit Jesu. In Jesus lässt Gott sich ganz auf uns Menschen und unsere Geschichte ein. Er wurde Mensch in Raum und Zeit. Jesus war ein Mensch, der Kleider trug und zugleich ein „Gott zum Anfassen“. Gottes Liebe wird in Jesus konkret.
    Der Heilige Rock ist auch ein Symbol für die Einheit der Christen: Die Bibel erzählt, dass die Soldaten bei der Kreuzigung Jesu sein Gewand nicht zerteilt haben, weil es aus einem Stück gewebt war. Deshalb gilt der Heilige Rock Christen als Mahnung zur Einheit.

    Die Pilger zum Heiligen Rock beten:

        Jesus Christus, Heiland und Erlöser,
        erbarme dich über uns und die ganze Welt.
        Gedenke deiner Christenheit,
        und führe zusammen, was getrennt ist.

  • Die Teilnahme an den Heilig-Rock-Tagen

    Wir bereiten uns vor

    1.    Die Fahrt nach Trier kann Anlass sein, die eigene Pfarrkirche genauer kennen zu lernen

    • Gang um die Kirche; einander mitteilen, was entdeckt wird; Malen des Kirchengebäudes; Nachbauen in der Bauecke
    • Besuch der Kirche: Verweilen an dem einen oder anderen Ort,z. B. Altar, Taufstein; Betrachten eines Bildes; Anzünden einer Kerze; Gebet oder Lied
    • Gespräch mit Pfarrer und / oder Küster/in

    2.    Vom Trierer Dom erzählen

    • Anhand von Bildern: Ansichtskarten; Erinnerungszeichen von früheren Heilig-Rock-Wallfahrten; Bildbände; Bilder von Dom und Bischof im Paulinus
    • Anhand von Geschichten: Legende vom Heiligen Rock; Legende vom Domstein
    • Anhand des Buches „Dominikus – der kleine Domdetektiv“ von Jakobine Wierz, Paulinus-Verlag Trier, ISBN 3-7902-0218-5, Preis: 3,90 €
    • Anhand des Buches „Was macht die Maus im Dom?“ von Dr. Hildegard Bogerts, Engelbert Felten und Andrea Reitz, Paulinus-Verlag Trier, ISBN 978-3-7902-1810-7, Preis: 6,90 €

    Beide Bücher sind auch in der Dom-Information erhältlich!

    • Neues Buch: "Der Dom in Trier, Bilder und Texte zu den Heilig-Rock-Tagen" (abwaschbar), von Sandra Altmeyer-Schon, Kita Christkönig, in Saarlouis-Roden, Bestellung an: Bischöfliches Generalvikariat, Steuerungsbüro für katholische Kindertageseinrichtungen, Mustorstr. 2, 54290 Trier, Selbstkostenpreis incl. Versand: 32,- Euro

    3.    Beschäftigung mit dem Motto „Trau Dich! Gott ist bei Dir“

    • Die Gedanken des Einführungstextes (s. Seite 4) geben wertvolle Hinweise, sich mit dem Motto der Heilig-Rock-Tage für Kindertageseinrichtungen „Trau Dich! Gott ist bei Dir“ auseinander zu setzen.
    • Ebenso sind viele Texte der Bibel zur Verdeutlichung des Themas geeignet:
      „Abraham hört Gottes Ruf“ (Gen 12, 1-9) – Im Vertrauen auf Gottes Zusage wagt es Abraham, Vertrautes zu verlassen und neu anzufangen
      „Gottes Auftrag an Mose“ (Ex 3, 1-17; 4, 10 – 17) – Gottes Name ist „Ich-bin-da“, d. h. ich bin da für euch Menschen und begleite euch mit meiner Hilfe
      „David besiegt Goliath“ (1 Sam 17) -  im Vertrauen auf Gottes Hilfe kann David Angst überwinden und Großes leisten
      „Zachäus durchbricht den Teufelskreis“ (Lk 19, 1- 10) – weil Jesus es gut mit ihm meint, traut sich Zachäus, sein Leben zu ändern
      „Stillung des Seesturms“ (Mk 4, 35-41) – Jesus hilft die Angst überwinden
      „Jesus verspricht seinen Beistand“ (Mt 28, 20b und Apg 1, 4-8) – Jesus ist für immer bei uns; sein Heiliger Geist gibt Kraft und Zuversicht
    • Für die Beschäftigung mit den biblischen Texten empfehlen wir folgende Schritte:
      1.    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erschließen sich den Text auf dem Hintergrund ihrer eigenen Lebens- und Glaubenserfahrung.
      2.    Gemeinsam mit den Kindern beschäftigen sie sich in vielfältiger Form mit dem Thema: darüber reden, ein Gebet formulieren, Lieder singen und nachspielen, biblische Erzählungen lesen und ins Leben der Kinder „übersetzen“.
    • Erfahrungen aus dem Alltag, zu Hause und in der Kita sind Anlässe, mit den Kindern darüber nachzudenken und zu sprechen, in welchen Situationen Mut und Vertrauen nötig sind: Wo haben sie schon einmal erfahren, dass sie eine schwierige Aufgabe gut gemeistert haben; wie gelingt es ihnen, Angst zu überwinden und sich etwas zuzutrauen.
      Wer hilft ihnen dabei, wen erleben sie als schützende und liebevolle Begleitung ihres Lebens.
      Menschen, die den Kindern beistehen und ihr Vertrauen ins Leben und die eigenen Fähigkeiten stärken, lassen durchscheinen, wie gut es auch Gott mit ihnen meint.
    • Die Kinder malen ein Bild (DIN A5), das zeigt, wer sie liebevoll in ihrem Leben begleitet, was ihnen einmal gut gelungen ist, wo sie Angst überwunden haben. Dieses Bild bringen die Kinder mit nach Trier. Es wird im Dom auf große Tücher geheftet und im Abschlussgottesdienst gezeigt.
      Damit alle Bilder aller Kinder auf den Tüchern Platz finden, bitten wir Sie, ausschließlich Blätter der Größe DIN A5 zu verwenden.
  • Wir sind in Trier

    1. Besuch des Domes und der Heilig-Rock-Kapelle

    • Ankommen ab 9:00 Uhr im Dom
    • Persönliche Begrüßung der Gruppen durch ein Mitglied des Vorbereitungsteams
    • Der Herkunftsort wird auf einer großen Bistumskarte markiert (bitte nur mit Begleitung eines Mitglieds des Vorbereitungsteams!)
    • Gang durch den Dom und zur Heilig-Rock-Kapelle, selbstständig oder mit katechetischer Führung
    • Auf dem Weg zur Heilig-Rock-Kapelle sind die Gruppen eingeladen, an der Osterkerze ein Gebet zu sprechen oder ein Lied zu singen
    • In der Nähe des Haupteinganges (Westchor) heften die Kinder die mitgebrachten Bilder an ein großes Tuch

    2. Teilnahme am angemeldeten Angebot

    • Die Gruppe sucht den Ort ihres Arbeitskreisangebotes auf (Orientierung am Lageplan und den Hinweisschildern).
    • Teilnahme der Kinder am Angebot. Der/die Angebotsleiter/in entscheidet, ob die erwachsenen Begleitpersonen am Angebot teilnehmen können.
    • Wichtig: die meisten Angebotsorte bieten die Gelegenheit, zur Toilette zu gehen.

    3. Freizeit und Verpflegung

    • Die Gruppen finden in der Innenstadt verschiedene Aufenthaltsmöglichkeiten, den mitgebrachten Proviant zu verzehren (siehe Lageplan: Aufenthaltsmöglichkeiten).
    • Für die Freizeitgestaltung zwischen den einzelnen Veranstaltungen sorgen die Begleitpersonen selbst.

    4. Abschlussgottesdienst

    • Einer der Höhepunkte der „Trier-Fahrt“ ist jedes Jahr der Abschlussgottesdienst im Dom. Er beginnt um 14.00 Uhr und dauert etwa eine halbe Stunde. Zelebrant ist der Bischof oder einer der Weihbischöfe.
    • Die Kinder sind eingeladen, sich um den Altar und die Altarinsel zu scharen.
    • Zur Gestaltung des Pilgerstabes erhält jede Gruppe ein Andenken.
Weiteres: