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Pastorale Begleitung

Die pastorale Begleitung der katholischen Kindertageseinrichtungen ist ein wesentlicher Bestandteil der nachhaltingen Umsetzung des Rahmenleitbildes und damit auch der Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtungen als Ort von Kirche in unserem Bistum.


Konzept „Pastorale Begleitung der katholischen Kindertageseinrichtungen im Bistum Trier auf der Ebene des Dekanates“...

im Kontext der nachhaltigen Umsetzung des Rahmenleitbildes Kitas

Dieses Konzeptionspapier entwickelt die „Aufgabenbeschreibung für die pastorale Begleitung von katholischen Kindertageseinrichtungen im Bistum Trier (2007)“ weiter. Es beschreibt Ziele, Aufgabenschwerpunkte und Qualitätsmerkmale für alle pastoralen Begleiterinnen und Begleiter von katholischen Kindertageseinrichtungen, die einen entsprechenden Auftrag gemäß ihrer Stellenbeschreibung wahrnehmen.

Die in dem Konzeptionspapier beschriebenen Ziele, Inhalte und Arbeitsweisen sind aus der Perspektive des Auftrages auf der Ebene des Dekanates entwickelt. Kindertageseinrichtungen werden auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der Ebene der Pfarreien/-gemeinschaften begleitet. Die Koordination der pastoralen Begleitung zwischen der Dekanatsebene und der Pfarreiengemeinschaftsebene ist noch zu klären.

Das ausführliche Konzeptionspapier können Sie hier als PDF herunterladen.



Auswertung der statistischen Erhebung für katholische Kindertageseinrichtungen im Bistum Trier vom 01.01.2019 - Kommentar

Rahmenbedingungen

Die Befragung findet, beginnend mit dem Jahr 2006, alle 2 Jahre statt. Befragt werden alle katholischen Kindertageseinrichtungen, die vom Bistum Betriebskostenzuschüsse erhalten. Sie ist nicht anonymisiert, und durch Nachfragen erreichen wir eine sehr hohe Beteiligungsquote.

Der Fragebogen wurde im Vorfeld der Befragung in Zusammenarbeit von der Abteilung ZB 1.3., der Vertreterinnen der Fachberatung und Mitarbeiterinnen der drei katholischen Kita gGmbHs auf der Grundlage der Rückmeldungen zur Befragung von 2017 bearbeitet und aktualisiert.

Im Unterschied zu den bisherigen Befragungen wurde die vorliegende Befragung für den jeweiligen Bereich der drei Katholischen Kita gGmbHs von diesen selbst durchgeführt. Die dabei erhobenen Daten sind in die gesamte Darstellung eingeflossen. Die übrigen katholischen Kindertageseinrichtungen in der Trägerschaft von Orden und Verbänden erhielten die Fragebögen von der Abteilung Kindertageseinrichtung und familienbezogene Dienste.

Insgesamt wurden 499 Kitas angefragt, Rückmeldungen gab es von 480 Kitas, das sind ca. 96%.

1. Zusammenarbeit der Kitas mit den Pfarreien

Die Zusammenarbeit der Kitas mit den Pfarreien wird aus Sicht der Leiterinnen von 30% als sehr gut, von 55% als zufriedenstellend und von 15% als schwierig eingeschätzt. Im Vergleich der Ergebnisse von 2006 bis 2013 war der Anteil derer, die die Zusammenarbeit als schwierig einschätzen von 10% (55 Einrichtungen) auf 23 % (123 Einrichtungen) in 2013 gestiegen. Die Zahl der Einrichtungen, in denen die Zusammenarbeit als schwierig ansehen wird, ist gegenüber 2015 (79 Einrichtungen) und 2017 (77 Einrichtungen) mit 73 (15%) fast gleich geblieben.  

Bei der Differenzierung der erhobenen Werte nach Trägern zeigt sich dieser Trend mit Blick auf die Einschätzung „schwierige Zusammenarbeit“ ebenfalls.  

Im Bereich der Trägerschaft der Katholischen KiTa gGmbH Koblenz nach 31%, 33% und 25% weiter auf 19% verringert und ist leicht auf knapp 22% angestiegen. Der Wert ist bei der Katholischen KiTa gGmbH Saarland nach 28%, 31%, 15% und 16% gleich geblieben. Bei der Katholischen KiTa gGmbH Trier gab es schon von 2011 auf 2013 rückläufige Werte für die „schwierige Zusammenarbeit“ von 26% auf 23%. Dieser Wert ist 2015 nochmals auf 17% gesunken und 2017 weiter auf 13% gesunken. Der Wert der „schwierigen Zusammenarbeit“ ist bei der aktuellen Umfrage ist nochmals, jetzt auf 9% gesunken. Die gleiche Entwicklung ist bei den sonstigen Trägern katholischer Kindertageseinrichtungen zu verzeichnen: von 32% über 25% auf 12 % in 2015 und fast unverändert auf 13% in 2017. In 2019 sagen 8%, dass die Zusammenarbeit schwierig sei.

Damit hat sich von der gesamten Entwicklung der Trend zur Verbesserung der Zusammen fortgesetzt oder zumindest auf dem Niveau von vor zwei Jahren stabilisiert.

Verbunden mit der vielfältigen Kooperation und Vernetzung der Kindertageseinrichtungen in ihrem Umfeld (siehe Punkt 3), ist das eine gute Voraussetzung, in den neuen Pfarreien ab Januar 2020 bzw. 2021 die Zusammenarbeit mit anderen Orten von Kirche zu gestalten. Dennoch sollte das Thema Kooperation in den neuen Strukturen bei Trägern, pastoralen Begleiter/innen und Fachberater/innen weiterhin im Blick sein. Die erhobenen Zahlen alleine lassen noch keine Rückschlüsse auf Gründe und Faktoren der Unzufriedenheit zu. Um gezielte Handlungsoptionen zu entwickeln, bedarf es weiterer Vergewisserungen vor Ort in der Kommunikation mit den Beteiligten. Das betrifft besonders die zwei Rückmeldungen, bei denen eine Zusammenarbeit mit der Pfarrei nicht möglich ist.  

2. Vertretung der Kindertageseinrichtungen in Gremien

Die Zusammenarbeit der Kitas mit den Pfarrgemeinden bzw. mit der territorialen Seelsorge auf der Dekanatsebene mit Blick auf die Vertretung in Gremien, hat sich sofern vergleichbare Daten erhoben wurden, gegenüber der Erhebung von 2017 etwas verändert. Am häufigsten wird mit 45% immer noch die Mitarbeit in Pfarrgemeinderäten genannt (2017: 52%). In Pfarreienräten als Gremien auf der Ebene der pastoralen Räume sind 46 Kitas (10%) vertreten. Etwa gleich häufig ist die Präsenz in den Fachkonferenzen auf der Dekanatsebene, denen Erzieher/innen aus 44 Kitas (10%) angehören. Im Dekanatsrat sind nur noch 5 Kitas (1%) vertreten. Die Zahl der Einrichtungen, die in sonstigen Gremien vertreten sind ist auf 124 (26%) im Vergleich zu 110 Kitas (23%) 2017 leicht gestiegen.

3. Zusammenarbeit mit Gruppierungen / Kooperationspartnern

Kindertageseinrichtungen kooperieren auf vielfältige Weise mit unterschiedlichen Gruppierungen und Partnern im binnenkirchlichen und außerkirchlichen Umfeld. Mit dem Ziel, diesbezüglich differenziertere Informationen zu den Kooperationspartnern zu erhalten, wurde diese Fragestellung, zu der Daten seit 2015 erhoben werden, auch in der aktuellen Befragung fortgeführt. Um in der Vielfalt der Gruppierungen eine Gewichtung ansichtig machen zu können, sollten die Kitas bis zu 5 Partner benennen, mit denen sie am häufigsten zusammenarbeiten.

Den dabei erhobenen Daten kann Folgendes entnommen werden:

Die Kindertageseinrichtungen arbeiten sowohl innerhalb der Kirche als auch mit einer Vielzahl von nicht kirchlichen Institutionen, Einrichtungen, Gruppierungen und einzelnen Personen zusammen. Die Aufstellung der verschiedenen Kooperationspartner macht deutlich, dass Kitas in einem hohen Maße mit dem für Kinder und Familien relevanten Umfeld in Verbindung stehen bzw. kooperieren.

Als Kooperationspartner wurden die Grundschulen mit 325 Nennungen (68% aller zurückmeldenden Kitas) am häufigsten genannt. Es folgen mit 294 (61%) die Fachberater/innen und fast gleichauf mit 286 (60%) die pastoralen Begleiter/innen. Dann folgen mit 247 Nennungen (51%) Kitas der Katholischen Kita gGmbHs und mit 219 (46%) Mitglieder der Pastoralteams (Pastor, Gemeindereferent).
Weitere häufige Nennungen gab es für die Lebensberatung (168 / 35%), Fachdienste der Caritas (141 / 29%), Kitas anderer Träger (130 / 27%), Fachdienste anderer freier Träger (129 / 27%), und örtliche Vereine (113 / 24%). Außerdem wurden die Ausbildungsschulen, Familienbildungsstätten, Supervisoren, kirchliche Verbände und sonstige unter den 5 wichtigsten genannt.

Die Vielfalt der Kooperationspartner innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche und die in der Praxis der Zusammenarbeit gesammelten Erfahrungen sind eine wichtige Ressource der Kindertageseinrichtungen als Orte von Kirche im Sinne des Auftrags der Bistumssynode im Sozialraum vernetzt zu arbeiten.

4. Religions- bzw. Konfessionszugehörigkeit der Kinder

Die Religions- bzw. Konfessionszugehörigkeit der Kinder zeigt, dass nach wie vor mehr als die Hälfte der Kita-Kinder (53%) katholisch sind. Das entspricht in etwa dem Anteil der katholischen Bevölkerung in den Grenzen des Bistums Trier (54%).

Der Anteil der Kinder in katholischen Kitas, die anderen christlichen Konfessionen angehören ist gegenüber der vorhergehenden Erhebung gleich geblieben (evangelisch 11%, andere 3%). 13% gehören anderen Religionen an. Davon ist der Anteil der Kinder aus muslimischen Familien mit 12% der Größte. Der Anteil der Kinder ohne Religionszugehörigkeit ist auf 16% gestiegen. Bei weiteren 5% der Kinder ist die Religionszugehörigkeit nicht bekannt.

Insgesamt ist der Anteil der christlich getauften Kinder mit 67% gegenüber 69% in 2017 leicht gesunken.

Die daraus abzulesenden Trends spiegeln die gesamtgesellschaftliche Entwicklung mit Blick auf die Religionszugehörigkeit.

Zur Entwicklung der Religionszugehörigkeit liegen Vergleichsdaten, die von 2006 bis 2019 erhoben wurden, vor. Danach hat der Anteil der katholischen Kinder von 67% auf 53 % abgenommen. Der Anteil der evangelischen Kinder hat geringfügig von 13% auf 11% abgenommen. Der Anteil von Kindern aus anderen Religionen hat von 8% auf 13% zugenommen. Einen deutlicheren Der Anteil von Kindern ohne Religionszugehörigkeit hat sich von 8% auf 16% verdoppelt.

5. Wer wird als pastorale Begleitung angefragt

Wie schon 2017 wurde gefragt, wen die Kitas für die Begleitung anfragen. Dabei richten sich 19% (2017  31%) der Anfragen an Begleiter/innen aus dem Pastoralteam der zuständigen Pfarreiengemeinschaft, 28% (2017 28%) an die zuständigen Begleiter/innen auf der Dekanatsebene und 55% (2017 41%) geben an, Vertreter/innen beider Ebenen anzufragen.

6. Hilfreiche Unterstützung der pastoralen Begleitung

Die pastorale Begleitung steht für die theologisch-fachliche Begleitung der katholischen Kindertageseinrichtungen in der Umsetzung des Rahmenleitbildes in der Auseinandersetzung der Kitas mit dem Querschnittthema „Verbindung von Leben und Glauben“ und in der Vergewisserung der Einrichtungen Orte kirchlichen Handelns zur Verfügung. Diese Begleitung hat für die  Einrichtungen einen hohen Stellenwert. 161 Kitas (33%) sehen die Begleitung als sehr unterstützend und 245 Kitas (50%) als unterstützend an. 14% (71 Kitas) erleben die pastoralen Begleiter/innen je nach Thema und Situation als hilfreich. Eher wenig hilfreich geben 15 Kitas (3%) an. Gegenüber 2017 als 22 Kitas (5%) angaben, dass die Bedeutung der pastoralen Begleitung für sie nur gering ist oder keine Bedeutung hat, ist dieser Wert etwas gesunken. Die Vergleichbarkeit der Zahlen mit vorhergehenden Befragungen nur bedingt möglich, weil die Fragen geändert wurden. Dennoch kann man sagen, dass die Bedeutung der Begleitung auf einem insgesamt hohen Niveau zurückgemeldet wird.

7. Spirituelle Angebote

Die Bedeutung spiritueller Angebote als Ergänzung religionspädagogischer Begleitung und der Unterstützung in pastoralen Fragen drückt sich darin aus, dass 90% (2017 87%) der Kitas das Angebot für ausreichend hält. Nur 10% (2017 13%) halten die Zahl der spirituellen Angebote für die pädagogischen Fachkräfte für nicht ausreichend.

Hier können Sie die derzeit gültige Statistische Erhebung als  herunterladen.

 

Weiteres: