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Bistum Trier
Dienstag, 12. März 2019

25 Jahre palliative Versorgung im Klinikum Mutterhaus

Klinik, Stadt und Bistum feiern das Jubiläum mit Gottesdienst und Festakt

Trier – Menschen am Ende ihres Lebens in ihren körperlichen, seelischen und sozialen Bedürfnissen betreuen: Das ist Aufgabe der Palliativabteilung des Mutterhauses der Borromäerinnen in Trier. Am 9. März haben zahlreiche Mitarbeiter, Wegbegleiter und Fachleute das 25-jährige Bestehen der Einrichtung gefeiert, die 1994 bundesweit als eine der ersten Palliativstationen am ehemaligen Herz-Jesu-Krankenhaus gegründet wurde und später ins Mutterhaus der Borromäerinnen umzog. Das interprofessionelle Team der Station setzt sich aus Ärzten, Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Seelsorgern, Sozialarbeitern, Psychotherapeutin, Musiktherapeuten und ehrenamtlichen Helfern zusammen. Gemeinsam werden hier die schwerstkranken Patienten physisch, psychisch, sozial und seelsorgerlich betreut.

In der Jesuitenkirche und in der Promotionsaula des Bischöflichen Priesterseminars feierten Gäste und Mitarbeiter zusammen das Bestehen dieser wichtigen Einrichtung. „Raum, Zeit und Haltung gegenüber den schwerstkranken Patienten sind uns besonders wichtig. Genau das bieten unsere professionellen und erfahrenen Mitarbeiter der Palliativstation. Sie sind der buchstäbliche Fels in der Brandung der Akutmedizin“, berichtete Geschäftsführer Jörg Mehr. „Den Mitarbeitern, die sich Tag und Nacht und mit viel Herzblut um die schwerkranken Patienten kümmern und diesen eine wichtige Kraftquelle sind, gilt heute mein ganz besonderer Dank.“ Er ergänzte: „Hervorzuheben ist auch im besonderem Maße das vernetzte Versorgungs- und Beratungssystem mit unseren ambulanten Partnern, den niedergelassenen Haus- und Fachärzten bis in die Eifel, das Saarland und den Hunsrück hinein.“

Der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe betonte in seinem Grußwort die gute Versorgungssituation: „Ich bin froh, dass wir in unserer kleinen Großstadt Trier mit ihrem großen Umland eine so gute Versorgung im Bereich der Medizin und der Rehabilitation haben. Dazu gehört auch, dass Menschen in Würde leben und sterben können. Denn in der palliativen Versorgung stehen die Menschen im Mittelpunkt und nicht vorrangig die Technik und die Medizin.“ Genau diese tröstende Arbeit stellte auch Bischof Dr. Stephan Ackermann in den Mittelpunkt seiner Predigt des Festgottesdienstes in der Jesuitenkirche des Bischöflichen Priesterseminars: „Es ist wichtig, die Menschen in ihrer Würde wahrzunehmen und auch, den Umgang mit Krankheit und Kranken zu lernen. Wir dürfen keine Berührungsängste haben und Kranke nicht ausgrenzen. Wir sind dafür da, auch die soziale Isolation der Kranken zu vermeiden. Deswegen danke ich allen, die ihren Beitrag in der palliativmedizinischen Versorgung und auch der Hospizarbeit leisten.“

Die Region Trier ist für die Betreuung von Patienten in der letzten Lebensphase gut aufgestellt, denn der ambulante Hospizdienst, das stationäre Hospiz, die Palliativstation sowie die Hausärzte und alle, die an der Versorgung der Schwerstkranken und Sterbenden beteiligt sind, arbeiten eng verzahnt zusammen. Chefarzt Dr. Lorenz Fischer erläuterte, neu sei die ambulante palliative Versorgung, die die ehemalige Stationsärztin Renate Langenbach anbietet. „Damit ist sie ganz nah an den Patienten, die ihren letzten Lebensweg zu Hause gehen. Dort kann man noch besser auf den einzelnen Menschen eingehen und ihm die gesamte Aufmerksamkeit schenken.“

(red)

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