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Bistum Trier
Montag, 13. Juni 2022

Alle sind willkommen

Kirchencafé mit Morgenlob in Heckenbach startet nach Corona-Pause wieder

Heckenbach – Nur noch einmal im Monat eine Heilige Messe in Heckenbach? Das war den Gemeindemitgliedern zu wenig. Die gemeinsame Feier des Gottesdienstes ist für sie nicht nur ein Glaubensbekenntnis, sondern auch ein willkommener Termin, um sich zu begegnen und auszutauschen. Daher hat sich 2016 eine Gruppe aus Ehrenamtlichen um Anja Neißner gegründet, die jeden dritten Sonntag im Monat ein Morgenlob und anschließend Kaffee und Kuchen im Kirchraum anbietet. Das Konzept ist beliebt: Gut 80 bis 100 Menschen kommen zusammen. „Hier sind alle willkommen, werden gewürdigt und wertgeschätzt“, sagt Anja Neißner. Jetzt startet das Café nach der Corona-Pause wieder.

Es gebe viele Verwundete und Ausgegrenzte in der katholischen Kirche, wie Geschiedene, Wiederverheiratete, Homosexuelle, lautet die Erfahrung von Anja Neißner. „Wir wollen sie ansprechen und mit Liebe und Wertschätzung mitnehmen und hoffen, ihnen verlorengegangenes Vertrauen zurückgeben zu können.“ Beim Morgenlob und Kirchencafé sind alle eingeladen, und sie fühlen sich willkommen, so ihr Eindruck. Auch Konfessionslose kommen nach Heckenbach. Gastfreundschaft wird hier groß geschrieben.

Die Idee des Kirchencafés fiel gerade in die Veröffentlichung der diözesanen Synodenergebnisse mit unter anderem den Perspektivwechseln „Vom Einzelnen her denken“ und „Weite pastorale Räume einrichten“, die in dem Projekt gelebt werden. Vielleicht sei hier schon der Heilige Geist mit im Spiel gewesen, wirft Anja Neißner schmunzelnd ein. Ganz bestimmt sei er aber daran beteiligt gewesen, dass man auf dem Dachboden der Kirche alte Kaffeehaustische gefunden habe, die sie nun nutzen. Der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates fallen weitere Beispiele ein, die für sie kein Zufall sind, sondern ein Zeichen und eine Bestätigung von „oben“, dass die Gruppe auf dem richtigen Weg ist.

Ein großes Herzensanliegen

Das etwa 30-minütige Morgenlob dreht sich immer um das Tagesevangelium. Unterschiedliche Bands, Solokünstler und Gruppen gestalten den Gottesdienst musikalisch. „Die Lieder können modern, klassisch oder kirchlich sein“, sagt Neißner. Das Morgenlob solle keine Parallelwelt zum Alltag der Menschen sein, sondern mittendrin. „Jede und jeder der möchte, kann auch bei der Vorbereitung und Mitgestaltung helfen. So oder so wird die Gemeinde immer durch aktive Elemente eingebunden“, erklärt Neißner, die eine Vollzeitstelle in einer Anwaltskanzlei in Remagen hat. Daneben das Kirchencafé zu organisieren, sei viel Arbeit, „aber es ist mir ein großes Herzensanliegen!“

In einem Team von etwa sechs Personen koordinieren sie den Gottesdienst und das anschließende Kaffeetrinken und Kuchenessen. „Jeder bringt sich mit den eigenen Talenten ein. Wir ergänzen uns da gut.“ Unterstützt werden sie immer wieder durch Kuchenspenden von Besucherinnen und Besuchern und durch deren Spenden. „Wir bieten alles kostenlos an“, betont Anja Neißner und schiebt hinterher: „Wir brauchen auch eigentlich kein Geld. Irgendwie fügt sich immer alles“, sagt sie und sicherlich hat da der Heilige Geist auch wieder seine Finger im Spiel.

Das Kirchencafé im Netz

Wegen der Corona-Pandemie musste das Kirchencafé, mit dem geselligen Beisammensein als  Dreh- und Angelpunkt, zwei Jahre pausieren. Während dieser Zeit hat Anja Neißner mit weiteren Engagierten die Internetseite intensiv gepflegt und mit Inhalten, wie persönlichen Blogeinträgen oder Entwürfen für Gottesdienste mit Musikstücken und Impulsen, bestückt. 260 Beiträge sind in der Zeit entstanden, die von Menschen aus ganz Deutschland verfolgt wurden, wie Nachrichten über Geburten oder über Verstorbene.

Das nächste Kirchencafé findet statt am Sonntag, 19. Juni und startet um 9.30 Uhr in der Kirche St. Pankratius (Kirchweg) in Heckenbach. Zu Gast ist dieses Mal eine Bläsergruppe aus Köln. Im Juli pausiert das Café, am 12. August geht es dann weiter. Näheres gibt es auf www.kirchencafe.wordpress.com.

(jf)

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