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Bistum Trier
Samstag, 24. Juli 2021

Alle sind willkommen

Familien- und Kinderangebote für Betroffene der Hochwasserkatastrophe

Sinzig/Bad Bodendorf/Karweiler/Adenau – Zur Ruhe kommen, den Kindern beim unbeschwerten Spielen zuschauen und mal durchatmen – das bieten die vielfältigen kirchlichen Unterstützungsangebote für Kinder und Familien aus den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebieten.

„Es geht uns darum, Familien zu entlasten und ihnen die Sicherheit zu geben, dass ihre Kinder bei uns gut aufgehoben sind“, erklärt Kerstin Knopp, Arbeitsbereichsleiterin im Bischöflichen Generalvikariat Trier für die Jugendeinrichtungen. „Die Kinder brauchen schöne Erlebnisse und das Unbeschwerte“, fügt sie hinzu.

Im Haus der offenen Tür (HoT) Sinzig (Barbarossastraße 43) ist der Name derzeit Programm, berichtet Knopp. Dort findet die Kinderbetreuung im Haus oder in den großen Zirkuszelten statt. Es gibt Bastelangebote, unterschiedliche Workshops für Jugendliche wie Hiphop-Tanz, und für die Verpflegung ist ebenfalls gesorgt. „Sie können hier einfach wieder etwas Schönes machen“, sagt Knopp. Im HoT gibt es zudem viele Sachspenden wie Nahrungsmittel, Kleidung und Spielzeug, die mitgenommen werden können. Auch im Haus der Adventsgemeinde an der Grundschule in Bad Bodendorf (Am Kurgarten 53) wie auch in Adenau (Hocheifelhalle) sind geschulte Fachkräfte vor Ort, um Kinder zu betreuen.

In den Pfarrsaal in Karweiler (Lantershofener Straße 1) hat die katholische Familienbildungsstätte Bad Neuenahr-Ahrweiler (FBS) ihr Angebot verlegt. Das Gebäude der FBS ist selbst von den Wassermassen gezeichnet. „Die Situation bringt jeden aus der Fassung. Die Familien brauchen Ruhe“, betont die Leiterin Christine Kläser. Vor Ort finden Familien unter anderem qualifizierte Fachkräfte wie Pädagoginnen und Pädagogen. „Zu den Angeboten sind alle willkommen. Kommen Sie einfach vorbei“, richtet Kerstin Knopp sich an betroffene Familien.

Große Hilfsbereitschaft

Knopp ist begeistert von der großen Hilfsbereitschaft: „Es kommen viele Jugendliche, die helfen wollen.“ Und Kläser lobt die gute Zusammenarbeit mit den anderen Familienbildungsstätten im Bistum Trier, die wichtige Stützen in der Arbeit mit Familien sind – gerade jetzt. Sie betont die unkomplizierte Unterstützung weiterer Kooperationspartner, aber auch das große Entgegenkommen von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen oder Verbänden wie die kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschland). „Ohne die ganzen großartigen Menschen drum herum würde das nicht gehen.“

Neben diesen Tagesangeboten bieten auch viele Gemeinden aus der ganzen Bundesrepublik oder sogar der Schweiz Kindern Plätze bei Freizeiten an. Auch Ferienfreizeiten von Gruppen aus dem Bistum wurden aufgestockt, und Kinder und Jugendliche aus den Hochwassergebieten können kostenlos mitfahren. „Jetzt wird das noch nicht so genutzt“, lautet der Eindruck von Knopp, „das kommt vielleicht im Herbst.“ Dann wird sie auch wieder auf die Angebote aus Berlin oder Frankfurt an der Oder zurückkommen, versichert sie.

„Vieles passiert unbürokratisch vor Ort“, weiß Knopp. So ist der Zulauf bei der Notbetreuung in Bitburg überschaubar, vieles geschieht hier über Verwandte und Freunde. „Doch wir von der Jugendabteilung bieten gerne Support an, gerade wie Gelder akquiriert werden können. Es sollen ja keine Kosten für die Gruppen und Teilnehmenden entstehen“, erklärt sie.

In einem nächsten Schritt werden gezielte Angebote mit den Lebensberatungsstellen des Bistums Trier für traumatisierte Kinder und Jugendliche ausgearbeitet. Einen Überblick über Angebote für Familien bietet www.jugend-bistum-trier.de/service/fluthilfe/. Die Seite wird fortlaufend aktualisiert.

(jf)

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