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Bistum Trier
Montag, 10. Januar 2022

Als Frau Kirche mitgestalten

34-jährige Dattenbergerin stellt sich in neuer Pfarrei zur Wahl

Linz/Dattenberg – „Viele Frauen machen in der Kirche etwas im Hintergrund, leider sieht man das kaum. Deshalb ist es an der Zeit zu zeigen, dass Frauen auch in der Kirche mitbestimmen können“, sagt die 34-jährige Deborah Schäfer über ihre Motivation, sich für die Wahl des Pfarrgemeinderats am 29. und 30. Januar in der neuen Pfarrei St. Marien Linz an Rhein und Höhe aufzustellen. „Ich möchte gerne aktiv vor Ort etwas mitgestalten, um Traditionen aufrecht zu erhalten, aber auch Neues auszuprobieren.“

Nah bei den Menschen sein, lokale Initiativen unterstützen und dabei trotzdem auf die schwindenden Ressourcen auch in den ehrenamtlichen Gremien vor Ort achten – die Kirche im Bistum Trier benötigt zur Umsetzung ihrer Synodenergebnisse die passenden Strukturen: Zum 1. Januar sind 35 Pfarreien, die bisher in Pfarreiengemeinschaften zusammengearbeiteten haben, zu jeweils einer Pfarrei fusioniert. So auch die Pfarreiengemeinschaft Linz, die bislang aus den vier Pfarreien Linz, Dattenberg, Ohlenberg und St. Katharinen-Vettelschoß bestand und sich nun zur Pfarrei St. Marien Linz an Rhein und Höhe zusammengeschlossen hat. Diesem Prozess einhergehen Wahlen. Wo es vorher Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte sowie einen Pfarreienrat oder eine Verbandsvertretung gab, wird es in der neuen Pfarrei nur noch zwei Gremien geben: einen Pfarrgemeinderat und einen Verwaltungsrat.

Ehrenamtliches Engagement ist für Deborah Schäfer nichts Neues. „Ich habe mich erst mit 25 Jahren taufen lassen und wollte dann aktiv mitgestalten. Deshalb bin ich Kommunionhelferin geworden und in die kfd eingetreten.“ Bei der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands war sie lange Teil des Vorstands. Auch die Arbeit in kirchlichen Räten ist ihr vertraut. Sie war Mitglied des Pfarrgemeinderats Dattenberg und im Pfarreienrat Linz aktiv. Beide Gremien wurden aufgelöst und ein neuer Pfarrgemeinderat wird gewählt. „Ich möchte zeigen, dass Kirche auch für jüngere Menschen attraktiv sein kann. Wenn sich niemand mehr findet in den Gremien mitzuarbeiten, wird es irgendwann keine Angebote mehr geben“, ist die Dattenbergerin sich sicher. Daher stand es für sie außer Frage, sich für das Gremium zu bewerben. Die Verwaltungsfachangestellte sieht zudem die Fusion als Chance. „Es wäre schön, wenn man die neue Pfarrei als Einheit sieht und vielleicht auch mal in die Nachbargemeinde fährt, um einen Gottesdienst zu besuchen. Für alltägliche Dinge fahren wir ja auch, also warum nicht einmal für einen Gottesdienst?“

Die neue Pfarrei arbeitet nicht mehr nur pastoral zusammen, sondern auch im Bereich der Verwaltung und Finanzen. Bewegliches und unbewegliches Vermögen, Rechte, Pflichten, Verbindlichkeiten und Forderungen gehen vollständig auf die neue Pfarrei über. Zweckgebundenes Vermögen und Stifterwillen bleiben für ihre Bestimmung erhalten.

Neben den neuen Pfarreien sind zum Jahresbeginn die 15 Pastoralen Räume mitsamt ihren Leitungsteams gestartet. Aus dem Dekanat Rhein-Wied ist der Pastoraler Raum Neuwied geworden. Im nächsten Jahr sollen 20 weitere Pastorale Räume im Bistum Trier folgen. Informationen gibt es auf www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/wahlen2021/wahlen-2022/ (jf)

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