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Bistum Trier
Montag, 5. März 2018

"Altersarmut schmeckt uns nicht!"

Frauenbündnis gegen Altersarmut im Landkreis Bad Kreuznach lädt ein

Bad Kreuznach - Armut nimmt zu – insbesondere bei Frauen, insbesondere im Alter, auch im Landkreis Bad Kreuznach. Die Sozialstatistik des Landkreises beweist es ebenso wie die Statistik der örtlichen Banken zu Kreditverhalten und Überschuldung in der Bevölkerung. Laut DGB-Rentenreport Rheinland-Pfalz aus dem Jahr 2017 erhalten drei Viertel der rheinland-pfälzischen Frauen eine Altersrente unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle (die liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 996 Euro).

Das Frauenbündnis gegen Altersarmut im Landkreis Bad Kreuznach prangert diesen Missstand zum wiederholten Mal an. „Es ist 5 vor 12“, sind sich die Frauen im Bündnis einig. „Und ob der vorliegende Entwurf des Koalitionsvertrages zwischen CDU und SPD an diesen Stellschrauben entscheidend was ändern wird, daran darf gezweifelt werden“, erklären die Verantwortlichen des Frauenbündnisses. „Das Ende der Teilzeitfalle ist jedenfalls nicht in Sicht. Minijobs, die zu Minirenten führen, werden gestärkt und nicht abgebaut. Sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen, die insbesondere junge Frauen treffen, werden auch künftig einer soliden Lebens- und Familienplanung im Wege stehen“, heißt es weiter.

„Altersarmut schmeckt uns nicht!“ –  Unter diesem Motto lädt das Frauenbündnis am 8. März, dem Internationalen Frauentag, von 11.55 bis 14 Uhr zur Suppenküche in die Bad Kreuznacher Fußgängerzone (Mannheimer Straße, Ecke Hospitalgasse) ein.

„Die Suppenauswahl ist vielfältig und richtet sich gezielt an verschiedene Zielgruppen. So können gegen Vorlage eines Bezugsscheines Verantwortliche in der Politik eine klare Brühe erhalten, damit sie endlich klar verstehen und handeln. Für die gleiche Zielgruppe halten die Frauen des Bündnisses eine Buchstabensuppe bereit denn: Das Rentengesetz muss neu durchbuchstabiert werden. Und während den dicken Bossen ein mageres Süppchen angeboten wird, denn Umverteilung von oben nach unten ist endlich angesagt, erhalten Frauen zum Ausgleich eine Suppe mit fetten Gehältern, damit sie endlich das gleiche verdienen wie Männer oder eine Suppe mit Karrierevitaminen, damit sie verstärkt in Führungspositionen kommen. Nicht zu vergessen die Kraftbrühe für Frauen, die unter Doppel- und Dreifachbelastung leiden und dann zum Lohn im Alter eine Minirente erhalten“, erklärt die Pastoralreferentin Judith Schwickerath vom Bündnis.

Alle Besucherinnen und Besucher der Suppenküche sind außerdem eingeladen, Kritik und Lob an den derzeitigen politischen Verhältnissen im Rahmen der Aktion Denkzettel zu formulieren. Das Frauenbündnis wird die Denkzettel sammeln und an die betreffenden Adressen weiterleiten.

Das Frauenbündnis gegen Altersarmut

Das Frauenbündnis gegen Altersarmut im Landkreis Bad Kreuznach hat sich im Januar 2017 gegründet. Mitglieder sind neben der kfd im Dekanat Bad Kreuznach und dem Bistumsprojekt „inklusiv leben lernen“, auch die Frauengruppen von DGB, IG Metall, NGG und ver.di, der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) Bad Kreuznach, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Bad Kreuznach, die Evangelische Frauenhilfe im Kirchenkreis an Nahe und Glan und die Wohnungslosenhilfe der Stiftung kreunzacher diakonie „Café BUNT“. Das Ziel des parteipolitisch neutralen Frauenbündnisses besteht darin, das Ausmaß der Armut von Frauen insbesondere im Alter in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Dabei sollen die Bedingungen aufgezeigt werden, die zu Altersarmut insbesondere bei Frauen führen. Das Bündnis will vor allen Dingen deutlich machen, was in Gesellschaft und im Arbeitsleben geändert werden muss, um Altersarmut von Frauen in Zukunft zu verhindern.

(red)

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