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Bistum Trier
Montag, 18. März 2019

AMG-Schülerinnen protestieren gegen Klimawandel

Die Aktion „fridays for future“ gibt Anstoß für Lebenswandel-Änderung

Trier – Eigentlich müssten viele von ihnen gerade die Schulbank drücken. Dennoch haben sich nach Angaben der Veranstalter über 1000 Schülerinnen und Schüler am Freitag, 15. März, auf dem Domfreihof versammelt, um lauthals gegen den Klimawandel zu protestieren. Der „fridays for future“-Protestzug verlief durch die Innenstadt bis zum Rathaus. Zeitgleich fanden in über 110 Ländern auf der ganzen Welt von Schülern organisierte Demonstrationen statt. Mit dabei waren auch Schülerinnen des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums (AMG).  

Obwohl sie heute frei haben, demonstrieren die Abiturientinnen Esther Marx, Klara Werle und Anna Weißhuhn für wirksame Maßnahmen gegen Umweltschädigung und für ein Umdenken in der Klimapolitik. Seit sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigen, haben alle drei ihren Lebenswandel verändert. Werle etwa lebt seit einiger Zeit vegan und kauft lieber Second-Hand-Klamotten als „Fast Fashion“ (qualitativ minderwertige Mode aus ausbeuterischer Produktion), Weißhuhn fährt mit dem Rad oder Öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule und verzichtet ebenfalls auf Fleisch. Unentschuldigte Fehltage müssen sie nicht befürchten – anders Marx‘ kleine Schwester, die die achte Klasse besucht. „Unsere Eltern unterstützen uns, denn es geht um unsere Zukunft. Wir reden auch innerhalb der Familie darüber, was wir konkret tun können, um die Umwelt zu schützen“, so Marx.

AMG-Direktor Dr. Mario Zeck und Dirk Johann, Leiter des Arbeitsbereichs Kirchliche Schulen im Bistum Trier, begrüßen generell das umwelt- und damit gesellschaftspolitische Engagement der Schülerinnen. Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung zu übernehmen, gehöre zu den Erziehungszielen einer christlichen Schule, versichert der Schulleiter. Dies sei auch so im Rahmenleitbild verankert, ergänzt Johann. Anträge auf Unterrichtsbefreiung genehmigt Zeck aber nicht: „Die Aktion „fridays for future“ ist als Schulstreik deklariert. Die Genehmigung eines Streikes durch die bestreikte Institution erscheint mir widersinnig und würde ein völlig falsches Bild von Streik als probatem Instrument politischer Aktivität vermitteln. Unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht führt zu unentschuldigten Fehlstunden. Für ihre Handlungen sind die Schülerinnen selbst verantwortlich, und sie müssen für deren Konsequenzen einstehen. Auch diese Einsicht zu vermitteln, gehört zum Erziehungsauftrag von Schule.“

Jutta Albrecht, Mitglied der CDU-Stadtratsfraktion Trier, steht auf Seiten der Streikenden. Außergewöhnliche Situationen, sprich, die rasante Klimaerwärmung, erforderten außergewöhnliche Maßnahmen. „Wenn die Schülerinnen und Schüler außerhalb der Unterrichtszeit demonstrierten, würde es in der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen. Ich finde das Engagement toll und unterstützenswert!“.

Weitere Informationen zu den Schülerprotesten gibt es unter www.fridaysforfuture.com.

(ih)

 

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