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Bistum Trier
Mittwoch, 18. Mai 2022

Auszeichnungen für drei katholische Kitas

Beim 5. Deutschen Kita-Preis kamen drei der zehn Finalisten aus dem Bistum Trier

Berlin/Gillenfeld/Sulzbach/Plaidt – Gleich drei katholische Kitas aus dem Bistum Trier sind im Finale des Deutschen Kita-Preises am Montag, 16. Mai, in Berlin ausgezeichnet worden. So erhielt die Familien-Kita Emmaus aus Gillenfeld in der Eifel einen der vier mit jeweils 10.000 Euro dotierten zweiten Plätze. Die Kitas Pastor Hein aus Sulzbach-Altenwald und St. Willibrord in Plaidt nahe Andernach teilen sich mit drei weiteren Einrichtungen den dritten Platz und erhalten je 1000 Euro. Der erste Platz samt Titel „Kita des Jahres 2022" und 25.000 Euro Preisgeld gingen an das Familienzentrum Olgakrippe in Heilbronn. Die Kitas aus dem Bistum Trier in Trägerschaft der katholischen KiTa gGmbH Trier, Koblenz und Saarland hatten sich deutschlandweit gegen 1200 Mitbewerber durchsetzen können und es unter die zehn Finalisten geschafft.

 

„Als unsere KiTa genannt worden ist, habe ich Freude und Erleichterung gespürt – und großen Stolz auf die Mitarbeitenden, die diese Arbeit umgesetzt und jetzt dafür eine wertschätzende Anerkennung erfahren haben“, sagt die Gillenfelder Kita-Leiterin Manuela Schenk. Cordula Scheich, Geschäftsführerin der katholischen KiTa gGmbH Trier, ergänzt: „Es ist ein besonderer Moment, da es selten eine solche öffentliche Wertschätzung der Arbeit in unseren Kindertageseinrichtungen gibt. Ich danke herzlich allen, die durch ihr Engagement und ihr Herzblut dazu beigetragen haben.“ Für die Verwendung des Preisgeldes gibt es bereits Pläne: So sollen mit dem Geld der Bau einer Waldküche im Gillenfelder Wald finanziert, Projekte mit Künstlern und Künstlerinnen umgesetzt, und neue Spielsachen gekauft werden.

Zusätzlichen Grund zum Jubeln hatte die saarländische Kita Pastor Hein, die neben dem 3. Platz den Sonderpreis der Zeitschrift ELTERN erhalten hat. In einem bundesweiten Online-Voting hatte die Öffentlichkeit einen Monat lang die Möglichkeit, für ihren Favoriten unter den Finalisten abzustimmen. Am Ende lagen die Saarländer mit 3148 Stimmen vorn. Die Redaktionsleiterin der Gruner- und Jahr-Familienredaktion, Rosa Wetscher, überreichte Kita-Leiterin Sabine Betz gemeinsam mit Gala-Moderatorin Barbara Schöneberger die Trophäe für den Sonderpreis. Die Kita darf sich neben der Auszeichnung in den kommenden Monaten auf mehrere Überraschungspakete mit Kinderbüchern freuen. „Wir freuen uns wahnsinnig über diesen Preis. Wir haben die besten Eltern, die alles gegeben haben“, sagte Betz, die mit drei Kolleginnen sowie dem Geschäftsführer der KiTa gGmbH Saarland, Rainer Borens, zur Preisverleihung angereist war.

Das Team der Kita St. Willibrord blickt dankbar auf die vergangenen Monate des Bewerbungsverfahrens zurück. „Die Teilnahme am Deutschen Kita Preis war für uns als Kita ein Weg nach innen und nach außen. Es war ein Weg, um sich zu präsentieren, zu reflektieren und um Rückmeldung und Wertschätzung für unsere Arbeit zu erhalten. Das hat sich für uns richtig gelohnt. Wir haben für uns den dritten Platz mitgenommen – auch ohne Pokal“, sagt Standort-Leiterin Miriam Grothe.

„Wir sind unglaublich stolz, dass von den zehn Finalisten des Deutschen Kita-Preises gleich drei aus unserem Bistum kommen. Wir danken unseren hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und unseren Trägern für ihr ganz besonderes Engagement. Ohne ihr kompetentes Wirken in der Qualitätsentwicklung unserer katholischen Kindertagesstätten wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen“, dankte die Aufsichtsratsvorsitzende der Katholischen KiTa gGmbHs Mechthild Schabo, Direktorin des Bereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat.

Worte der Anerkennung gab es während der Preisverleihung am Montag auch von Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne): „In den ersten fünf Jahren wird das Fundament gelegt. In dieser Zeit gilt es, Kindern das Bestmögliche mit auf den Weg zu geben. Die Bedeutung frühkindlicher Bildung wird zu Recht immer wichtiger. Ihre inspirierenden Ideen sind beispielhaft.“ Lob kam auch von Schirmherrin Elke Büdenbender: „Sie machen Qualität sichtbar. Ihr unermüdliches Engagement beeindruckt mich sehr.“

Der Deutsche Kita-Preis ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Marke ELTERN, der Soziallotterie freiheit+ und dem Didacta-Verband. Die Auszeichnung setzt Impulse für Qualität in der frühkindlichen Bildung und würdigt das Engagement der Menschen, die tagtäglich in Kitas zeigen, wie gute Qualität vor Ort gelingt. „Qualität ist etwas ganz Konkretes. Man muss auch über Herausforderungen und Probleme reden, aber es braucht Bilder des Gelingens, die ausgezeichnete Praxis, die Sie leben“, sagte Anne Rolvering, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS).

Auch im nächsten Jahr wird wieder der Deutsche Kita-Preis verliehen. Bis zum 15. Juli können Kitas und lokale Bündnisse für frühe Bildung, die Kinder konsequent in den Mittelpunkt ihrer pädagogischen Arbeit stellen und bei denen Kinder, Eltern und Fachkräfte aktiv mitwirken, unter www.deutscher-kita-preis.de/bewerbung ihre Bewerbung einreichen.

(uk)

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