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Bistum Trier
Montag, 15. Juli 2019

Boliviensammlung im Bistum wieder erfolgreich

BDKJ verzeichnet nur leichte Rückgänge bei Sammelergebnissen

Trier – 6.000 Helferinnen und Helfer haben die Frühjahrssammlung des Bundes der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Trier wieder zu einem Erfolg werden lassen: Bei den drei Kleidersammlungen im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums kamen insgesamt 830 Tonnen Kleidung und Schuhe zusammen. Damit verzeichnet der BDKJ nur einen leichten Rückgang von 43 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Mit den Erlösen aus dem Verkauf der gebrauchten Kleidung unterstützt der BDKJ seit vielen Jahren kontinuierlich die bolivianischen Partner vor Ort.

„Der solidarische Einsatz der vielen Engagierten an den Sammeltagen ist immer wieder beeindruckend. Er ermöglicht konkrete Zukunftsperspektiven durch Bildung für Kinder und Jugendliche in Bolivien“, unterstreicht Matthias Pohlmann vom BDKJ-Bolivienreferat. Ein aktuelles Thema ist für den BDKJ die Krise auf dem Altkleidermarkt, die den Absatz der Sammelware erschwert und die Erlöse mindert. Hintergrund sind die durch „Fast-Fashion“ verursachten immer schneller werdenden Modetrends, die eine Schwemme von Altkleidern in minderer Qualität produzieren. Inzwischen werden in Deutschland eine Million Tonnen im Jahr in Sammlungen gegeben. Der Dachverband FairWertung analysiert und bewertet diese Marktentwicklungen sehr kritisch (www.fairwertung.de). Der BDKJ ruft deshalb zu einem bewussten Umgang mit Kleidung auf, sowohl beim Kauf und bei der Abgabe in die Sammlung.

Die Erlöse aus den Boliviensammlungen fließen an die Partnerorganisationen in Bolivien und gewährleisten die wichtige und unerlässliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: Die Nationale und Jugend- und Berufungspastoral (PJV) koordiniert die Jugendpastoral in ganz Bolivien. Ein besonderer Erfolg der PJV war die 72-Stunden-Aktion 2019 mit rund 3.000 engagierten Jugendlichen. Die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca – Trier“ unterhält 25 Ausbildungseinrichtungen in den ländlichen Regionen des Erzbistums Sucre für ca. 2.000 Kinder und Jugendliche. Wichtige Schwerpunkte der Arbeit sind die Ermöglichung von Schulbildung, die Förderung von jungen Menschen mit Beeinträchtigungen und die Entwicklung von Maßnahmen angesichts des deutlich spürbaren Klimawandels.

Ein Beispiel der konkreten Bildungsarbeit ist ein Projekt zur Prävention von häuslicher Gewalt gegen Kinder und der Gewalt an Schulen. 175 Kinder der Zentren zur sozialen Unterstützung haben in Workshops gelernt, wie Gewalt gegen Kinder und Gewalt in schulischem Kontext verhindert werden kann. Außerdem gab es Fortbildungsveranstaltungen für Eltern und Lehrer. Die Kinder und Schüler gründeten Streitschlichtungs-Teams, die für die anderen Schüler an ihren gelben Westen erkennbar sind. Das Projekt fördert sichtbar eine Kultur des guten Miteinanders und des Friedens bei Kindern, Eltern und in den Gemeinden insgesamt.

Weitere Informationen gibt es unter: www.boliviensammung.de

(red/sb)

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