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Bistum Trier
Freitag, 4. Januar 2019

„Christen in Israel: Herausforderungen und Möglichkeiten”

19. Internationales Bischofstreffen im Heiligen Land

Bonn/Trier - Das 19. Internationale Bischofstreffen im Heiligen Land findet vom 12. bis 17. Januar 2019 statt. 14 Bischöfe von zwölf europäischen und nordamerikanischen Bischofskonferenzen sowie aus Südafrika werden an dem Treffen teilnehmen. Die Deutsche Bischofskonferenz wird durch den Vorsitzenden der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), vertreten.

Die jährlich stattfindenden Bischofstreffen zielen darauf ab, die Verbundenheit der Weltkirche mit den Christen im Heiligen Land zum Ausdruck zu bringen und internationale Aufmerksamkeit für die Situation der Kirchen in der Region herzustellen. Darüber hinaus sollen Möglichkeiten der Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern ausgelotet werden.

Das diesjährige Treffen setzt den Fokus auf die Situation in Israel; das Leitthema lautet: „Christen in Israel: Herausforderungen und Möglichkeiten“. Vor dem Hintergrund einer steten Abwanderung von arabischen Christen aus dem Heiligen Land und dem zeitgleichen Zuzug katholischer Migranten vor allem aus dem asiatischen Raum nach Israel sehen sich die christlichen Konfessionen erheblichen Veränderungen ausgesetzt. Besonders herausfordernd sind für die christliche Bevölkerung die politischen Entwicklungen in den Palästinensischen Gebieten und in Israel.

Das 19. Internationale Bischofstreffen beginnt in Jerusalem mit einem Gespräch mit dem Apostolischen Administrator des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa. Am Sonntag (13. Januar 2019) feiern die Bischöfe die Heilige Messe im palästinensischen Zababdeh und treffen dort mit der Pfarrgemeinde zusammen. Am Abend erreicht die Delegation die Hafenstadt Haifa, den diesjährigen Hauptort des Treffens. Mit Vertretern verschiedener Religionen wird die Bedeutung des christlichen Lebens in Israel in Koexistenz mit den anderen Religionen erörtert. Geplant ist eine Teilnahme von Vertretern des Judentums, des Islam, von Drusen und Angehörigen der Bahai-Religion. Professor Daniel Statman von der Universität Haifa wird zum Thema „Staat und Religion in Israel“ sprechen. Am Dienstag und Mittwoch sind Besuche der Delegation im Großraum Haifa vorgesehen, um sich ein Bild vom vielfältigen christlichen Leben zu machen, das auch Auswirkungen auf die Gesellschaft des Staates Israel hat. Dazu gehören Besuche im italienischen Krankenhaus und dem Haus Sacre Coeur für behinderte Kinder in Haifa sowie ein Treffen mit christlichen Bürgermeistern verschiedener Städte Nordisraels.

An der Konferenz werden neben Bischof Dr. Stephan Ackermann folgende Bischöfe teilnehmen: Erzbischof Stephen Brislin (Kapstadt, Südafrikanische Bischofskonferenz); Erzbischof Timothy Brogio (Militärseelsorge der Bischofskonferenz der USA), Bischof em. Pierre Bürcher (Rejkjavik, Skandinavische Bischofskonferenz); Bischof Rodolfo Cetoloni (Grosseto, Italienische Bischofskonferenz), Bischof em. Michel Dubost (Evry, Französische Bischofskonferenz), Bischof Lionel Gendron PSS (Saint Jean-Longueuil, Kanadische Bischofskonferenz); Weihbischof William Kenney CP (Birmingham, Bischofskonferenz von England und Wales); Bischof Declan Lang (Clifton, Bischofskonferenz von England und Wales); Bischof Alan McGuckian (Raphoe, Irische Bischofskonferenz); Bischof William Nolan (Galloway, Schottische Bischofskonferenz), Bischof Jose Ornelas Carvalho (Setubal, Portugiesische Bischofskonferenz), Bischof Noel Treanor (Down and Connor, Irische Bischofskonferenz) und Erzbischof Joan Enric Vives Sicilia (Urgell, Spanische Bischofskonferenz). Darüber hinaus werden Repräsentanten des Rats der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) vertreten sein.

Hintergrund

Das Internationale Bischofstreffen verfolgt das Ziel, Christen und Kirchen im Heiligen Land in ihrem Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Verständigung zwischen den Völkern und Religionsgemeinschaften zu stärken und die Verbindung der Weltkirche mit ihnen zu festigen. Die Bischöfe besuchen während ihres Treffens als Pilger die Heiligen Stätten im Land und feiern dort Gottesdienste. So sollen auch die Gläubigen in ihren Heimatländern zu Pilgerreisen ermutigt werden.

(red)

 

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