Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden). Zur Reichweitenmessung der Seiten nutzen wir eine anonymisierte Statistik, die keine personenbezogenen Rückschlüsse auf Sie zulässt. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Datenschutzerklärung

Bistum Trier
Freitag, 19. November 2021

Corona stellt KiTas weiter vor große Herausforderungen

Gesellschafter der Katholischen KiTa gGmbH Saarland tagten in Schwalbach-Hülzweiler

Schwalbach-Hülzweiler – Die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie sowie die Diskussion über die Übertragung der Bauträgerschaft für Kita-Immobilien von der kirchlichen auf die kommunale Seite waren die Schwerpunkte der diesjährigen Gesellschaftervertretung der Katholischen KiTa gGmbH Saarland. Vertreterinnen und Vertreter aus 63 Kirchengemeinden, Aufsichtsrat, Geschäftsführung und weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trafen sich dazu am 16. November in Schwalbach-Hülzweiler. Mit 156 Einrichtungen, rund 13.000 Betreuungsplätzen sowie rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die katholische KiTa gGmbH Saarland der größte Träger von Kindertageseinrichtungen im Saarland.

„Corona prägt uns auch in diesem Jahr – wir sind noch nicht über den Berg“, sagte der kaufmännische Geschäftsführer der Katholischen KiTa gGmbH Saarland, Rainer Borens, angesichts steigender Infektionszahlen. Konnte das neue KiTa-Jahr im August ohne Einschränkungen starten, gab es bereits Anfang September erneut Hygienevorschriften, wonach Eltern die Einrichtungen nicht mehr betreten durften, feste Gruppen gebildet und die Öffnungszeiten teilweise eingeschränkt werden mussten. Erstmals stellte sich die neue pädagogisch-theologische Geschäftsführerin Judith Kost, die im Mai dieses Jahres die Nachfolge von Thomas Schmitz angetreten hat, den Gesellschaftern vor. Die Anfang November eingeführten sogenannten Lolli-Tests für die KiTa-Kinder seien äußerst ungenau, berichtete Kost: „Weit über die Hälfte der in den Einrichtungen mit den Lolli-Tests positiv getesteten Kindern waren im anschließenden PCR-Test negativ.“ Auch die ständig wechselnden Hygienevorschriften stellten die Mitarbeitenden vor Herausforderungen. In Kürze werde der Landtag des Saarlandes das Saarländische Kinderbetreuungs- und -bildungsgesetz (SKBBG) novellieren. Hier habe sich die Katholische KiTa gGmbH Saarland intensiv in die Beratungen eingebracht. „Wir wollen, dass für alle Kinder die Kosten für das Essen übernommen werden, der Personalschlüssel verbessert wird und die Inklusion konsequent umgesetzt wird“, forderte Kost.

Zu der laufenden Diskussion zu KiTa-Immobilien in Trägerschaft der Kirchengemeinden informierte der Leiter der Abteilung Kindertageseinrichtungen und familienbezogene Dienste im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) Georg Binninger. Es bestehe bei vielen Kita-Gebäuden ein hoher Sanierungsstau. „Um die Einrichtungen auf einem aktuell benötigten Niveau zu halten, müssten jedes Jahr rund 30,8 Millionen Euro in die kirchlichen KiTa-Immobilien investiert werden. Davon müsste das Bistum rund 10,8 Millionen Euro zahlen und rund 20 Millionen Euro die öffentliche Hand“, bilanzierte Binninger. Tatsächlich könnten nur Investitionen von rund 11,5 Millionen Euro im Jahr umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund und angesichts sinkender Kirchensteuereinnahmen soll die Anzahl der katholischen Bauträgerschaften reduziert werden. Hierzu führe seine Abteilung zahlreiche Gespräche – zunächst kirchenintern und anschließend mit den Kommunen. Die Betriebsträgerschaft aller Kitas und die die Trägeranteile an den Betriebskosten sollen nach Wunsch des Bistums bei der KiTa gGmbH verbleiben. In der öffentlichen Wahrnehmung sei seiner Auffassung nach mitunter die prekäre Haushaltssituation der saarländischen Kommunen stärker im Bewusstsein als die angespannte finanzielle Lage des Bistums.

Die Aufsichtsratsvorsitzende Mechthild Schabo, Direktorin des Bereichs Pastoral und Gesellschaft im BGV, sprach allen Mitarbeitenden in den Einrichtungen, in der Verwaltung und der Geschäftsführung der KiTa gGmbH Saarland ihren großen Dank aus. „Die Zeit war und ist für Sie alles andere als gewöhnlich“, sagte Schabo mit Blick auf die Einschränkungen durch Corona. In bemerkenswerter und souveräner Weise böten sie dennoch den Kindern und ihren Familien ein qualitativ sehr gutes und sicheres Betreuungsangebot. „Wir sind froh und dankbar, dass wir Sie alle haben“, dankte Schabo.

Weitere Informationen zur Katholischen KiTa gGmbH Saarland und eine Übersicht über alle Einrichtungen gibt es auf https://www.kita-saar.de/

(uk)

 

 

Newsletter - immer aktuell informiert

Über unser Newsletterangebot - mit (fast) täglichen Pressemeldungen oder auch zu speziellen Themengebieten wie Klimaschutz, Weltkirche, Arbeitswelt, Medientipps, Religionsunterricht, Büchereiarbeit, Exerzitien, Fürbitten und mehr können Sie sich hier informieren und die Newsletter direkt abonnieren

Weiteres:

News Details