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Bistum Trier
Montag, 20. August 2018

Dank sagen für 40 Jahre Entwicklung

Bischof Dr. Stephan Ackermann beim Jubiläum der Nikolaus-Groß-Schulen

Lebach – „Aus den Dörfern und aus Städten, von ganz nah und auch von fern ..“ Was die Schulgemeinde der Lebacher Nikolaus-Groß-Schulen am Morgen des 18. August zu Beginn des Festgottesdienstes singt, trifft auch den Alltag der Schülerinnen und Schüler. 531 Mädchen und Jungen machen sich jeden Tag aus einem weiten Einzugsgebiet auf den Weg zur Grund- und zur Gemeinschaftsschule auf dem Lebacher Campus. Seit 40 Jahren ist das so und heute wird dieses Jubiläum gefeiert. Auch Bischof Dr. Stephan Ackermann ist gekommen um mit zu feiern. Bei schönstem Sonnenschein begrüßt Schülerin Si Yuan Wang den Bischof zum Wortgottesdienst, der das Schulfest eröffnet und von der viele Hundert zählenden Schulgemeinde mitgefeiert wird. Maximilian Valentin überreicht eine Kerze als Gastgeschenk und Erinnerung.

Bischof Ackermann vergleicht die Schulen in seiner Begrüßung mit einem Samenkorn, das Frucht getragen hat. In den 40 Jahren sei Vieles gewachsen und dafür gelte es Danke zu sagen. Auch wenn es Durststrecken gegeben habe, wenn man etwa an die enge bauliche Situation denke. „Aber da gibt es ja Licht am Ende des Tunnels“, sagt Bischof Ackermann in Anspielung auf die geplante Inbetriebnahme des neuen Gebäudes für die Grundschule.

So wie aus einem winzigen Senfkorn ein großer Baum wächst, habe sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler seit der Gründung versechsfacht. So wie das Samenkorn die Erde durchstoßen müsse um zu wachsen, habe auch die Schule Widerstände und Probleme überwinden müssen. Wie ein Samenkorn nehme auch die Schule die Kräfte ihrer Umgebung auf. Es sei wichtig, in einer Umgebung zu sein, die hilft, sagt Ackermann und dankte den Eltern, der Stadt Lebach, dem Kreis Saarlouis und der Landesregierung. Bischof Ackermann erinnert an den Namensgeber der Schule. Der von den Nazis ermordete Widerstandskämpfer Nikolaus Groß habe den Samen des Glaubens aufgenommen und in seinem Leben Zeugnis gegeben. Der Bischof lädt die Festgemeinde ein, dafür zu beten, dass das Potenzial der Kinder, „fachlich, menschlich und vom Glauben her“ zur Geltung komme und nicht gestutzt werde.

Nach dem Gottesdienst laden Bernhard Britz, Leiter der Gemeinschaftsschule und Verena Laase, Leiterin der Grundschule, ins benachbarte „Gebäude VI“ ein. So nennt man hier das Schulhaus, das derzeit für die Grundschule umgebaut und saniert wird. Der Festakt finde in der Baustelle statt, als Zeichen der Hoffnung auf ein baldiges Ende der zehnjährigen Unterbringung von Klassen in Containern. Albrecht Adam, im Bistum Trier für die Schulen und die Hochschulen zuständig, gibt einen Überblick über die Veränderungen in der 40-jährigen Geschichte der Nikolaus-Groß-Schulen. Gegründet 1978 als private Grund- und Hauptschule in Trägerschaft des Bistums Trier, beginnt der Unterricht mit einer ersten und zwei fünften Klassen. Aus einer Schule sind zwei geworden: eine zweizügige Grundschule und eine dreizügige Gemeinschaftsschule. Adam betont die personale Orientierung der Schule: es gehe immer um den ganzen Menschen. Die religiöse Dimension sei ins Schulleben einbezogen und werde nicht aufgesetzt. Es gehe darum, junge Menschen dazu zu befähigen, den Dialog zu suchen und sich mit der eigenen Haltung in Gesellschaft und Kirche einzubringen.

Großes Lob für die Jubiläumsschulen auch aus dem Bildungsministerium: „Der Schultyp ist gleichzeitig auch ein Schultipp“, sagt Ministerialrat Heinz Schuler. Die Nikolaus-Groß-Schulen hätten ihr Profil längst gefunden. Der Lebacher Bürgermeister Klauspeter Brill hebt die „spürbar gute Gemeinschaft“ in den Schulen heraus. Gemeinschaftsbildend sei hier der christliche Glaube, der gelebt werde wolle.

Nach dem Festakt machen sich die Ehrengäste, darunter auch Dechant Patrik Schmidt, Pfarrer Hermann Zangerle und Katja Göbel, die neue Leiterin des Katholischen Büros Saarland, ein Bild vom Fortgang der Arbeiten im „Gebäude VI“. Draußen feiern derweil Schülerinnen, Schüler, Eltern und Kollegium bis in den Abend weiter.

(red)

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