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Bistum Trier
Samstag, 20. Februar 2021

Das Geschenk des Glaubens neu entdecken

Bischof Ackermann wendet sich mit Fastenhirtenbrief an die Gläubigen

Trier – Sich daran zu erinnern, „was der Glaube uns schenkt und was durch keine Macht der Welt zerstört werden kann: Gottes unbändige Liebe in Jesus“. Dazu lädt Bischof Dr. Stephan Ackermann in seinem Hirtenwort zur österlichen Bußzeit 2021 ein. Der „innerste Kern des Glaubens“ bestehe darin, dass „der Glaube an Gott ein wunderbares Geschenk an jeden einzelnen Menschen ist und bleibt, trotz all der Verzerrungen und Entstellungen, mit denen wir den Glauben verdunkeln“.

Bischof Ackermann nimmt die Situation der Corona-Pandemie zum Ausgangspunkt, unter der auch das kirchliche Leben in den Pfarrgemeinden und den verschiedenen Orten von Kirche leide. Er sei allen Ehren- und Hauptamtlichen sehr dankbar, die sich „mit großem Verantwortungssinn und Kreativität dafür einsetzen, christliches Leben […] weiter zu ermöglichen“. Ob die Pandemie zu einer Entwöhnung vom gemeinschaftlichen Gottesdienst und zu einer weiteren Entfremdung von der Kirche führe oder zu einem „neuen Hunger nach dem Wort Gottes, zu einer neuen spirituellen Suche nach Orientierung und zu neuen Formen, sich im Glauben zu verbinden“, könne es heute noch keine Antwort geben. Die Krise fordere „uns nicht nur allgemein menschlich und gesellschaftlich gewaltig heraus und auch nicht nur als kirchliche Gemeinschaft“. Sie fordere auch das persönliche Glaubensleben heraus: „Denn sie drängt uns zu der Frage: Wie wichtig ist für mich der Glaube? Ist er für mich ´Lebensmittel, ohne das ich nicht sein kann?“ Wenn der Glaube Bestärkung und Orientierung gebe in einer Zeit, in der so viele Selbstverständlichkeiten infrage gestellt sind, oder die persönliche Dimension des Glaubens neu entdeckt werde, könne die Krise helfen, „uns im Glauben persönlich und gemeinschaftlich weiterzuentwickeln“.

Ackermann erinnert daran, dass der Blick auf Glauben und Kirche in den letzten Jahren stark von den problematischen Seiten her bestimmt sei. „Und das nicht ohne Grund: Über Unrecht hinwegzusehen und Versagen zuzudecken sind keine Lösung. Im Gegenteil: Solche Verhaltensweisen verursachen viel Leid und dürfen keinen Platz in unserer Kirche haben.“ Dennoch ermutigte der Bischof dazu, sich nicht nur auf das Versagen zu konzentrieren, denn „dann wird uns über kurz oder lang die Kraft zur Veränderung fehlen“. Ihm selbst helfe immer wieder, wenn er mit erwachsenen Taufbewerberinnen und –bewerbern spreche: „Mehr als einmal habe ich dabei erlebt, dass Menschen, die das Christentum kennenlernen, fasziniert sind von der Überzeugung, dass Gott jeden Menschen mit Namen kennt, ihn annimmt, mit ihm eine persönliche Beziehung eingeht, ihn liebt. Sich auf diese Weise angesehen und gekannt zu wissen, ist für manche geradezu eine umwerfende Erfahrung.“ Diese Zeugnisse berührten ihn, weil es zeige, wie unmittelbar Menschen von der Botschaft des Glaubens getroffen werden. „Wie gut ist es, Menschen zu begegnen, die uns die Augen öffnen für diese Kostbarkeit des Glaubens, Und wie gut ist es, dass es Zeiten gibt, die uns dafür neu die Augen öffnen wollen. Eine solche Zeit will die Fastenzeit sein. Eine solche Zeit kann auch die Corona-Zeit sein.“

Der Fastenhirtenbrief des Bischofs wird in allen Gottesdiensten am 1. Fastensonntag (21. Februar) verlesen; außerdem ist er unter https://t1p.de/Hirtenbrief-2021 als Volltext, als Video (mit Gebärden) und in leichter Sprache abrufbar.
(JR)

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