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Bistum Trier
Donnerstag, 6. August 2020

Dem Ruf Gottes gefolgt

Zwei neue Ständige Diakone im Dekanat Cochem

Cochem/Springiersbach – Während unzählige Touristen momentan in die Mosel-Orte strömen, herrscht fünf Kilometer entfernt eine beschauliche Ruhe im Kloster Springiersbach. „Das Haus ist zu einer Heimat geworden“, sagen Norbert Schmitz und Markus Engel. In den letzten Jahren verbrachten sie hier mit anderen Diakonatsbewerbern viel Zeit. Die Ausbildung zum Ständigen Diakon mit Zivilberuf findet am 27. September mit der Weihe durch den Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann ihren Abschluss. Beide werden anschließend im Dekanat Cochem wirken.

Zu den zukünftigen Aufgaben von Norbert Schmitz und Markus Engel gehören insbesondere diakonische und seelsorgliche Dienste sowie die (Mit-)Feier von Gottesdiensten. Sie spenden das Tauf-Sakrament, assistieren Paaren bei der Trauung, spenden die Kommunion oder übernehmen Predigtdienste und Beerdigungen. Schmitz und Engel freuen sich besonders auf die Begegnung mit Menschen.

Schmitz wird in der Pfarreiengemeinschaft Kaisersesch als Diakon eingesetzt. Der 54-jährige Soldat (ab 1. Oktober im Ruhestand) wohnt mit seiner Familie in Auderath. Er hat dadurch eine enge Verbindung zum dortigen Karmelitinnenkloster. „Ich habe schon früh meine Berufung gespürt und zwar vor 20 Jahren“, sagt Schmitz. „Gott hat einfach nicht locker gelassen“, sagt der Großvater von zwei Enkeln lächelnd.

In Briedel wohnt Engel gemeinsam mit seiner Frau und den drei Töchtern. In seiner Heimatpfarrei in der Pfarreiengemeinschaft Zeller Hamm wird er als Diakon tätig sein. „Ich wollte schon immer etwas in der Kirche machen“, blickt der stellvertretende Lagerleiter in einer Wein- und Sektkellerei zurück. Klassischerweise begann seine Laufbahn als Messdiener. Es folgten weitere ehrenamtliche Aufgaben. „Der Ruf Gottes wurde immer lauter“, beschreibt er sein Gefühl. Durch den damaligen Diakon in seiner Gemeinde und weitere Hauptamtliche wuchs sein Interesse am Beruf des Diakons.

Die fachlichen Voraussetzungen für das Amt des Diakons sind der Abschluss eines Theologie-Studiums, die Teilnahme an pastoral-diakonischen Kursen und Praktika. Auch muss der Bewerber mindestens drei Jahre Mitglied eines Diakonatskreises gewesen sein und darin regelmäßig und aktiv mitgearbeitet haben. „Das Lernen war eine Bereicherung, obwohl es in einem gewissen Alter nicht mehr so leicht ist“, gibt der 48-jährige Engel zu. Zumal Ausbildung inklusive Theologie-Studium, Berufs- und Familienleben unter einen Hut zu packen waren. Die Ehemänner und Väter konnten jedoch auf die Unterstützung ihrer Familien zählen. „Zudem war die Hilfe untereinander sehr groß“, betont Engel. „Und es ließ einen einfach nicht mehr los“, ergänzt Schmitz und Engel stimmt ihm da zu. Die Zeit der Ausbildung war ein Gewinn. Ihr Glaube habe sich gefestigt. „Wir fühlten uns durch das Bistum gut aufgehoben“, sagen beide. Und es sind Freundschaften zwischen den Diakonatsbewerbern, in diesem Jahrgang insgesamt fünf, entstanden sowie zwischen ihren Familien, die bei unterschiedlichen Angeboten alle zusammenkamen. „Wir sind wirkliche Mitbrüder geworden“, resümiert Schmitz. „Es war eine schöne und bereichernde Zeit“, fasst Engel zusammen. Sie wollen sich auch weiterhin treffen. Zu einem abendlichen Gebet und Austausch verabreden sie sich seit einiger Zeit digital.

Derzeit gibt es im Bistum Trier 129 Ständige Diakone (Stand: Dezember 2019), die ihr Amt haupt- oder nebenberuflich ausüben. Die Mehrzahl ist verheiratet und hat Kinder, einige haben den Zölibat als ehelose Lebensform gewählt.

Informationen gibt es unter Telefon 0651-7105-130 oder im Internet unter www.wirglaubenandich.de/seelsorgeberufe/diakon/.  (jf)

 

 

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