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Bistum Trier
Samstag, 3. April 2021

Den Mut haben, zum Grab zu gehen

Bischof Ackermann: Liebe hat die Tür zu Ostern geöffnet

Trier – „Mutlosigkeit und Resignation sind die eigentlichen Steine, die uns blockieren und aus Lebensräumen Grabhöhlen machen.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann in seiner Predigt in der Osternacht (3. April) im Trierer Dom gesagt. Weil die Frauen den Mut hatten zum Grab zu gehen, „hatte Ostern eine Chance“, konnten die Frauen sehen, dass der Stein weggewälzt war und auf den Engel treffen, der ihnen verkündet, dass Jesus auferstanden ist.

Der Bischof betrachtete den biblischen Bericht über den Gang zum Grab unter dem Aspekt, dass es andernfalls möglicherweise länger gedauert hätte, bis die Jünger dem Auferstandenen begegnet wären. „Wie gut, dass die Frauen nicht zu viele Überlegungen im Vorhinein angestellt haben und sich von möglichen Schwierigkeiten  abschrecken ließen.“ Er regte alle an, die heute das Osterevangelium hörten, sich zu fragen, ob sie zum Grab gegangen wären.

Drei vernünftig klingende, nachvollziehbare Argumente, es nicht zu tun, ließen sich anführen: abwarten, bis bessere Zeiten kommen; in der Sache keinen Sinn mehr zu sehen; sich nicht blamieren zu wollen. „So zu denken, ist oft nur allzu vernünftig. Aber es verhindert die Chance, neue, überraschende Erfahrungen zu machen“, gab Ackermann zu bedenken. Dabei wolle er weder Leichtsinn noch Bedenkenlosigkeit das Wort reden. „Aber wenn wir den Mut verlieren, dann wächst die Gefahr der Resignation.“

Gerade die Osterberichte zeigten, dass es mehr brauche als menschliche Vernunft, um Ostern zu erfahren. Dabei sei es vermutlich nicht unbedingt der Glaube an Jesus oder an die Auferstehung gewesen, der die Frauen zum Grab zog – denn der Sohn Gottes war ja in ihren Augen gerade gescheitert. „Nein, vor dem Glauben stand die Liebe. Sie hat die Frauen am Ostermorgen zum Grab bewegt. Die schlichte Liebe zu Jesus hat ihnen die Tür zu Ostern geöffnet. Sie hat auch den Stein vom Grab weggerollt.“

Die Osternacht wurde live auf www.bistum-trier.de und im Fernsehprogramm des OK54 Bürgerrundfunks übertragen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von einem Vokalensemble der Trierer Dommusik unter Leitung von Domkapellmeister Thomas Kiefer, Josef Still an der Hauptorgel und Ulrich Krupp an der Chororgel. Möglichkeiten zum Mitfeiern von Gottesdiensten am Ostersonntag sind unter https://www.t1p.de/medial-mitbeten zu finden.

(JR)

Die Predigt zum Nachlesen finden Sie unter diesem Link.

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