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Bistum Trier
Dienstag, 27. April 2021

„Der Glaube gibt mir Halt“

Weihbischof Brahm firmt zwölf Erwachsene im Rahmen der Heilig-Rock-Tage

Trier/Koblenz/Saarbrücken – Zwölf Frauen und Männer haben am 25. April im Trierer Dom das Sakrament der Firmung erhalten. Weihbischof Robert Brahm gratulierte ihnen in dem festlichen Gottesdienst im Rahmen der Heilig-Rock-Tage, dass sie ein „Format für Ihr Leben gefunden“ hätten.

Die Feier fand am vierten Sonntag der Osterzeit, dem letzten Tag der Heilig-Rock-Tage und weltweiten Gebetstag um geistliche Berufe und Berufungen statt. Die Firmbewerber zeigten, wie Berufung heute geschehen könne, erklärte der Weihbischof. Gott erschließe neue Freude am Glauben, aus der Menschen das Leben annehmen und gestalten können. Das Bild von Gott als dem „guten Hirten“ sei dabei keineswegs überholt. In dem Buch „Das Hirtenprinzip“, in dem es um die Kunst der Menschenführung geht, heiße eines der Kapitel „Entdecke das Format deiner Schafe“. Im Evangelium beschreibe Johannes, dass der gute Hirte seine Schafe genau kenne und bereit sei, für sie sein Leben hinzugeben. Diese Achtung, der Respekt und die Würde zu den Mitmenschen mache das Hirtenprinzip aus. Jeder Mensch solle die Potentiale entdecken, die er in sich trage. Der Geist Gottes, den die Bewerber in der Firmung erbitten, bestätige das unverwechselbare Format eines Jeden, seine Freiheit und Möglichkeit, das Leben mit Gott zu gestalten. „Uns verbindet die Beziehung zu Gott, der möchte, dass wir das Leben annehmen und auf seine Fragen Antworten finden“, sagte er weiter und lud die Frauen und Männer ein, „die Dynamik der Firmung zu entdecken“.

Im jugendlichen Alter habe er diese „Einladung“ noch ausgeschlagen, berichtete Christian Marquardt aus Spiesen-Elversberg. „Ich war jung und wild, wollte nichts von Kirche und Religion wissen.“ Ein gläubiger Mensch sei er aber gewesen. Heute, als 47-jähriger Vater von drei Töchtern, wisse er um den Halt, den der Glaube gebe und wolle dies durch das Sakrament der Firmung bekräftigen. Auch Justine Bauman war „mit 14 nicht bereit gewesen für den Weg des Glaubens“. Inzwischen habe sie erkannt, dass „die Liebe, die so eng mit dem Glauben verbunden ist, das Leben trägt“. Gerade in der Pandemie sei es wichtig, in der Gemeinschaft zu bleiben und sich gegenseitig zu unterstützen. „Wie eine innere Eingebung“ sei nun die Entscheidung für die Firmung gewesen, erzählt die Lehramtsstudentin aus Reich im Hunsrück. „Ich bin bereit und glücklich, diesen Weg jetzt zu gehen.“

Gleich zwei Gründe zum Feiern hatte Eugen Keiler, der das Sakrament an seinem Geburtstag empfing. Die Einladung sei in seiner Jugend verloren gegangen weil die Familie umzog, schilderte der 29-Jährige. Nun habe er sich bewusst und nach intensiver Vorbereitung für die Firmung entschieden. Ausschlaggebend sei auch die bevorstehende kirchliche Hochzeit mit seiner Verlobten Viktoria im kommenden Jahr. „Uns gibt der Glaube Kraft“, so der Oberemmeler. Er freue sich, „den Weg gemeinsam zu gehen“.

Weitere Informationen zur Erwachsenenfirmung gibt es bei Andrea Leininger vom Bereich Pastorale Grundaufgaben, E-Mail: andrea.leininger(at)bistum-trier.de, Tel.: 0651-7105-434.
(red)

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