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Bistum Trier
Samstag, 20. März 2021

Diakonische und missionarische Kirche auch am Lebensende

Bischof Ackermann setzt „Rahmenkonzept für den Bestattungsdienst“ in Kraft

Trier/Koblenz/Saarbrücken – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat heute das „Rahmenkonzept für den Bestattungsdienst im Bistum Trier“ in Kraft gesetzt. Das Konzept setzt den verbindlichen Rahmen, der auf der örtlichen Ebene je nach den lokalen Bedingungen und Erfordernissen ausgestaltet werden soll. Die 28 Seiten starke Broschüre wird an die Priester, Diakone, Pastoralreferentinnen und –referenten sowie Gemeindereferentinnen und -referenten im Bistum versandt und ist unter www.bistum-trier.de/bestattung abrufbar.

Die Verwirklichung des Rahmenkonzepts sei ihm ein wichtiges Anliegen, sagt Bischof Ackermann, weil es zu den im Synodenabschlussdokument beschriebenen Festlegungen gehöre. „Gerade in der Konfrontation mit dem Lebensende muss sichtbar und erfahrbar werden, was eine diakonische und missionarische Kirche ausmacht, die sich an den Perspektivwechseln orientiert“, so Ackermann. Dazu gehöre, dass der einzelne Mensch in seinen Lebensbezügen und Lebenswelten im Mittelpunkt der Zuwendung stehe. Auch würden die verschiedenen Dienste rund um das Begräbnis in einer größeren Vielfalt ermöglicht und eröffneten auch ehrenamtlich Engagierten ein Tätigkeitsfeld. Zudem stelle das Konzept die Kooperation aller an einem Begräbnis Beteiligten sicher und werde in der Praxis immer wieder anhand der Frage überprüft, „ob wir den Menschen mit unserem Tun gerecht werden“. Künftig werden sowohl Kleriker als auch haupt- und ehrenamtlichen Laien den Bestattungsdienst im Bistum übernehmen. Hier orientiere sich das Bistum auch an den guten Erfahrungen, die in anderen Bistümern bereits gemacht werden. Der Bischof zeigt sich überzeugt, dass „wir mit dem Rahmenkonzept einen wichtigen Schritt in der Umsetzung der Synode gehen und so der zeitgemäßen Verkündigung der Frohen Botschaft dienen“.

Auch Mechthild Schabo, Leiterin des Bereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier, sieht im Rahmenkonzept „ein Beispiel, wie wesentliche Themen und Anliegen der Synode in einem bedeutsamen pastoralen Handlungsfeld aufgenommen und sichtbar gemacht werden können“. Denn neben den strukturellen und organisatorischen Fragen zur Gestalt von Pfarrei und Pastoralem Raum sollten nun mehr und mehr die inhaltlichen Themen der Synode in den Vordergrund treten. Schabo lädt die Verantwortlichen vor Ort ein, das Rahmenkonzept in der Weise aufzugreifen, wie es aktuell möglich sei und „in einer den örtlichen Gegebenheiten angepassten Weise mit Schritten in die im Rahmenkonzept vorgegebene Richtung zu beginnen“. Die im Rahmenkonzept beschriebene Qualität solle dort, wo es sie gibt, gewahrt werden; wo Weiterentwicklung notwendig ist, sollen die nötigen Schritte gegangen werden. „In diesem prozesshaften Verständnis ist auch das Rahmenkonzept selbst angelegt. Es versteht Qualität im Bestattungsdienst als ein verbindliches Zielbild, auf das wir beständig hinarbeiten.“

Das Rahmenkonzept geht im ersten Kapitel auf die Grundorientierungen ein, nimmt im zweiten Kapitel das Thema Qualität in den Blick und beleuchtet im dritten Kapitel die Aufgaben und Rollen auf diözesaner und lokaler Ebene. Es wurde im Auftrag der Bistumsleitung von einer Arbeitsgruppe erarbeitet. Dabei haben Menschen mit entsprechender pastoraler Praxis mitgearbeitet und, ähnlich wie es Resonanzphasen bei den Teilprozessgruppen zur Synodenumsetzung gab, aus unterschiedlichen Perspektiven beraten. Das jetzt vorgelegte Konzept wurde auch im Diözesanpastoralrat und im Priesterrat beraten und fand dort breite Zustimmung.
(JR)

 

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