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Bistum Trier
Montag, 10. Mai 2021

„Die Firmung besiegelt Deine Zugehörigkeit zu Jesus“

Weihbischof Brahm firmt Jugendliche im Dekanat Saarlouis

Schwalbach – Um die Fankultur im Neuen Testament und ihre überraschenden Parallelen zur heutigen Zeit hat sich die Predigt von Weihbischof Robert Brahm am Samstag, 8. Mai, im Firmgottesdienst in der Kirche St. Laurentius in Hülzweiler gedreht. 46 Jugendlichen der Pfarrei Heilig Kreuz Schwalbach (Dekanat Saarlouis) hat Brahm in zwei Gottesdiensten das Sakrament der Firmung gespendet.

Heutzutage hätten Filmstars, Fußballer und Musikbands ihre Fans – die Bibel berichte etwa von den Anhängern von Petrus und Paulus. So erzähle Apostelgeschichte vom Soldaten Cornelius, der sich Petrus zu Füßen geworfen habe. „Petrus ist die Szene peinlich. Er will kein Star sein und sagt deswegen zu Cornelius: Steh auf, auch ich bin nur ein Mensch“, sagt Brahm. Auch der Apostel Paulus sei von seinen Anhängern auf Händen getragen worden, danach aber aus der Stadt geschleift und gesteinigt worden. Daran werde die Kehrseite des Fankults deutlich: Menschen verhielten sich manchmal seltsam, wenn sie zu ihren vergötterten Idolen aufschauten oder sie von ihnen enttäuscht würden. Dies lasse sich auch heutzutage beobachten: „Da verliert Schalke 04 im April und die Fans verprügeln die Spieler. Stirbt ein Fußballstar wie Diego Maradona im vergangenen November, trauern viele um ihn. Manche tun sogar alles, um den Leichnam noch einmal berühren zu können“, sagt Brahm.

Vielleicht hätte Cornelius auch ein Selfie mit Petrus gemacht, wenn beide in unserer Zeit leben würden. Als sichtbares Zeichen der Fankultur trügen viele Anhängerinnen und Anhänger etwa Schals und Mützen ihrer Idole oder ihres Sportvereins. Für die Firmlinge, die sich entschlossen hätten, ein Fan von Jesus zu sein, hätte er jedoch weder T-Shirt, Schal noch Jesus-Mütze dabei, sondern „nur“ die Königssalbung. „Mit der Firmung und dem Heiligen Geist wird quasi mit einem Stempel deine Mitgliedschaft noch einmal besiegelt“, sagte der Weihbischof. Aber woran könne man erkennen, dass man sich als Anhänger Jesu bekannt hat? „Jesus hat gesagt, wenn ihr zu mir gehören wollt, dann geht anständig mit den Menschen um. Liebet einander.“ Übersetzt bedeute dies: Habt Respekt vor dem anderen, seid achtsam, wertschätzend und hilfsbereit. Verurteilt nicht, sondern verzeiht. „Wenn Du ein echter Fan von Jesus sein möchtest, dann versuche mit seinen Augen die anderen zu sehen. Erkenne in jedem auch das Gute. Begegne dem anderen auch mit Freundlichkeit und Respekt Wo wir das versuchen, wird Gottes Geist wirksam werden“, schloss Brahm die Predigt.

Wer bin ich? Wovon träume ich? Von wem bin ich geliebt? Anhand dieser hatten sich die Jugendlichen ab März gemeinsam mit Diakon Markus Greiner und den Gemeindereferentinnen Anna Petry und Elisabeth Faller auf das Sakrament der Firmung vorbereitet. „In einem Online-Padlet mit Texten und Kurzfilmen haben sich die Jugendlichen mit den Fragen auseinandergesetzt und Aufgaben bearbeitet“, sagt Diakon Greiner. An einem Samstag trafen sich die Firmbewerber in Kleingruppen in einer Videokonferenz, um sich über ihre Gedanken und Erfahrungen auszutauschen. Wegen der Corona-Pandemie konnten die sonst üblichen sozialen Projekte nicht stattfinden, bedauert Greiner. „Aus den gesamten Vorbereitungen hat sich jeder Jugendliche einen Satz rausgesucht, der für sie oder ihn etwas Besonderes und diesen als sein ‚Takehome‘ in einen Bilderrahmen eingerahmt.“ Dafür gab es Lob vom Weihbischof: „Trotz aller Schwierigkeiten während der Vorbereitung wegen der Pandemie habt ihr euch nicht entmutigen lassen und mit den Möglichkeiten das Beste aus der Situation gemacht.“

Die Firmreise im Dekanat Saarlouis geht noch bis zum 5. Juni. Bis dahin wird Weihbischof Robert Brahm 230 Jugendlichen das Sakrament der Firmung spenden.

(uk)

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