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Bistum Trier
Mittwoch, 14. Februar 2018

Die Kirchen im Saarland rufen zum Autofasten 2018 auf

Alternativen zum eigenen Auto ausprobieren

Saarbrücken – Es muss ja nicht immer das Auto sein! Das Bistum Trier und die Evangelische Kirche im Rheinland laden auch in diesem Jahr wieder ein, die eigene Mobilität und das Verhältnis zum Automobil zu überdenken. Ziel der Aktion Autofasten ist es, das eigene Auto so oft wie möglich stehen zu lassen und Alternativen auszuprobieren. Während der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern sind alle Teilnehmer angehalten, statt mit dem eigenen Auto, mit dem Bus, der Bahn und dem Fahrrad unterwegs zu sein, oder ein Auto mit vielen anderen zu teilen.

Die unzähligen Skandale der Automobilindustrie seien Grund genug, „unser Verhältnis zu Autos zu überdenken“, sagte Prälat Dr. Peter Prassel bei der Eröffnung der Aktion im welt:raum am St. Johanner Markt in Saarbrücken. Die Fastenzeit biete den idealen Rahmen dazu: „Fasten heißt nicht nur Verzicht. Fasten heißt vor allem, etwas ganz bewusst zu tun“, so Prassel. „Deshalb ist die Fastenzeit eine gute Zeit, ganz bewusst ganz anders zu denken.“

Die Teilnehmer der Aktion Autofasten versuchen vom 14. Februar bis zum 31. März so wenig wie möglich ihr Auto zu benutzen. Wie lange und in welchem Umfang jeder mitmacht, entscheiden die Teilnehmer selbst. Unterstützt wird die Aktion vom SaarVV, der wieder 200 Zwei-Wochen-Tickets für das gesamte Netz des Verkehrsverbunds zur Verfügung stellt. Diese Tickets werden unter allen angemeldeten Teilnehmern verlost. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) und Cambio CarSharing unterstützen die Aktion.

Der Beauftragte der Evangelischen Kirchen im Saarland bei Landtag und Landesregierung, Frank-Matthias Hofmann, rief ebenfalls dazu auf, sich Alternativen zum Auto zunutze zu machen: „Es kann helfen, einmal die Radfahrerbrille aufzusetzen und öfter an der frischen Luft sich mit eigenen Kräften fortzubewegen. Das ist gesund, muskelauf- und fettabbauend, umweltfreundlich, kontakschaffend und steigert letztlich die eigene Lebensqualität.“ Gleichzeitig forderte er die Politik dazu auf, mehr in die nicht-automobile Infrastruktur zu investieren. „Es reicht nicht, nur ein paar Linien auf die Straßen aufzumalen und zu hoffen, dass das mit der Sicherheit der besonders schützenswerten Radfahrer schon gut gehe.“ Es brauche mehr Konzepte wie der geplante Radschnellweg zur Universität, so Hofmann.

An der Aktion Autofasten haben sich im letzten Jahr rund 400 Personen im Saarland beteiligt. In den letzten Jahren haben mehr als 25.000 Frauen und Männer versucht, im Rahmen der Aktion Autofasten auf ihr Auto zu verzichten. Die Anmeldung für die Tickets des SaarVV läuft noch bis zum 22. Februar. Danach werden die Fahrkarten unter allen Angemeldeten verlost.

Weitere Informationen und Anmeldung zur Aktion Autofasten: www.autofasten.de

(dh/red)

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