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Bistum Trier
Mittwoch, 6. März 2019

Die Kirchen im Saarland rufen zum Autofasten 2019 auf

Alternativen zum eigenen Auto ausprobieren

Saarbrücken – Es muss ja nicht immer das Auto sein! Das Bistum Trier und die Evangelische Kirche im Rheinland laden auch in diesem Jahr wieder ein, die eigene Mobilität und das Verhältnis zum Automobil zu überdenken. Ziel der Aktion Autofasten ist es, das eigene Auto so oft wie möglich stehen zu lassen und Alternativen auszuprobieren. Während der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern sind alle Teilnehmer angehalten, statt mit dem eigenen Auto, mit dem Bus, der Bahn und dem Fahrrad unterwegs zu sein, oder ein Auto mit vielen anderen zu teilen.

„Ich bemühe mich, mein Auto so oft stehen zu lassen, wie es geht. Das schont nicht nur die Schöpfung, sondern gibt mir auch neue Freiheiten. Zum Beispiel die Freiheit mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen“, sagte Christian Weyer, Superintendent des Kirchenkreises Saar-West. „Die Aktion Autofasten bietet die Möglichkeit, solche Erfahrungen zu machen und damit auszuprobieren, ob Mobilität auch anders geht, als immer mit dem Auto. Weyer freut sich, dass es in diesem Jahr gelungen ist, in zwei saarländischen Kirchengemeinde Gruppen anzubieten, die Erfahrungen beim Autofasten austauschen werden. In Brebach-Fechingen hat sich eine ökumenische Gruppe gebildet, die sich an Autofasten beteiligt und ihre Erfahrungen dabei in regelmäßigen Treffen austauscht. Auch die Evangelische Kirchengemeinde Saarlouis bietet eine Autofasten-Gruppe an.

Bislang haben sich bereits mehr als 480 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Saarland zur Aktion Autofasten angemeldet - mehr als im vergangenen Jahr (444). Sie und viele andere versuchen vom 06. März bis zum 20. April so wenig wie möglich ihr Auto zu benutzen. Wie lange und in welchem Umfang jeder mitmacht, entscheiden die Teilnehmenden selbst. Unterstützt wird die Aktion vom SaarVV, der wieder 200 Zwei-Wochen-Tickets für das gesamte Netz des Verkehrsverbunds zur Verfügung stellt. Diese Tickets werden unter allen angemeldeten Teilnehmern verlost. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) und Cambio CarSharing unterstützen die Aktion.

Die Leiterin des Katholischen Büros Saarland, Katja Göbel nahm bei der Eröffnung der Aktion Bezug auf den Klimawandel: „Fakt ist, dass wir mit der uns von Gott anvertrauten Schöpfung nicht gerade pfleglich umgehen. Die Liste der Umweltkatastrophen allein aus dem letzten Jahr ist sehr lang“, sagte sie mit Verweis auf die Überschwemmungen im Frühjahr und die große Hitzewille im Sommer. „Auf einmal ist die Klimaerwärmung direkt vor unserer Haustür spürbar.“ Unter diesem Aspekt rücke der Verzicht auf das Auto in ein anderes Licht. „Auch wenn es noch so schwer fällt: Überwinden Sie sich. Lassen Sie dort, wo es möglich ist, das Auto einfach mal stehen, um das Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, oder eine Strecke zu Fuß zurück zu legen.“

Auch Umweltminister Reinhold Jost ermutigte zur Teilnahme an der Aktion: „Ich wünsche der Aktion im Jahr 2019 viele Mitmacher, die so oft es irgend geht bewusst auf das Auto verzichten. Ich wünsche allen Mitmachern dabei die langfristige Erkenntnis, dass Autofasten keine wirkliche Entbehrung darstellt,  sondern sogar eine Bereicherung für einen stressfreien Alltag sein kann“, ließ er in einem Grußwort verlauten.

An der Aktion Autofasten hatten sich im letzten Jahr 444 Personen im Saarland beteiligt. In den letzten Jahren haben mehr als 25.000 Frauen und Männer versucht, im Rahmen der Aktion Autofasten auf ihr Auto zu verzichten. Die Anmeldung für die Tickets des SaarVV läuft noch bis zum 10. März. Danach werden die Fahrkarten unter allen Angemeldeten verlost.

Weitere Informationen und Anmeldung zur Aktion Autofasten: www.autofasten.de

(dh)

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