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Bistum Trier
Samstag, 4. April 2020

Die Osterbotschaft hält dem Ernst des Lebens stand

Bischof Ackermann wendet sich zu Beginn der Karwoche an die Gläubigen

Trier – Die Feier der Kar- und Ostertage zeigt, dass Ostern nicht bloß „ein Frühlingsfest für gute Tage“ ist. Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann in einem Wort an die Gläubigen im Bistum Trier zu Beginn der Karwoche betont. Die Osterbotschaft halte dem ganzen Ernst des Lebens stand; sie feiere das Leben, ohne seinen dunklen Seiten – Ängste, Schmerzen und Tod – zu verschweigen. „Eine solche Botschaft haben wir in diesen Tagen wahrhaft nötig“, sagt Ackermann mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Die Corona-Krise mit all ihren Auswirkungen werfe Fragen auf, die auch Fragen der Fastenzeit seien: Worauf kann ich verzichten? Wie steht es mit meiner Achtung vor den Mitmenschen? Wie solidarisch bin ich mit denen in der Nähe und denen in der Ferne? Der Bischof erinnert an seinen Hirtenbrief zu Beginn der Fastenzeit, in dem er aufgerufen hatte, mehr als bisher eine dienende, den Menschen zugewandte Kirche zu sein. Durch die Pandemie habe dies eine ganz eigene Aktualität und Eindringlichkeit bekommen. Ackermann nannte die Kreativität und das hohe Engagement füreinander in den Gemeinden und Gemeinschaften, lenkte den Blick aber auch auf die Menschen in den medizinischen und pflegenden Berufen: „Sie zeigen uns ganz konkret, was dienenden Hingabe an den Menschen bedeutet.“

Ackermann lud dazu ein, die Situation als Chance zu nehmen, den persönlichen Glauben zu vertiefen und „diese wichtigen Tage unseres Glaubens für uns selbst zu gestalten“: Das könne etwa durch das bewusste Schmücken der Kreuze im Haus, dem Hören einer Passionsmusik oder einem „Emmausgang“ an Ostern geschehen. Der Bischof betonte, es schmerze ihn sehr, dass auch die Kar- und Ostertage von den notwendigen Einschränkungen und dem Kontaktverbot gekennzeichnet seien und etwa keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden könnten. Gerade auch ältere Menschen, die durch das Virus besonders gefährdet sind, treffe der Verzicht auf direkte menschliche Kontakte und die Mitfeier der Gottesdienste schwer; ihnen versprach er sein ausdrückliches Gebet. „Wo räumliche Nähe nicht möglich ist, setzen wir auf innere Verbundenheit“, sagte Ackermann weiter und lud ein, Gottesdienste mitzufeiern, die im Fernsehen oder im Internet übertragen werden. „Wer das tut, für den wird das weite Netz der Glaubensgemeinschaft spürbar, das auch sonst – oft unsichtbar, aber doch real – da ist.“

Das Wort des Bischofs ist im Volltext sowie als Video hier abrufbar.

Bereits Mitte der Woche hatte Bischof Ackermann sich in einem Interview mit der Bistumszeitung „Paulinus“ zur aktuellen Situation geäußert; das Interview ist hier nachzulesen.

(JR)


 

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