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Bistum Trier
Sonntag, 12. April 2020

Die Ostererfahrung steht allen offen

Bischof Ackermann: In der Krise die Kraft von Ostern neu zu entdecken

Trier – Die Erfahrung des auferstandenen Jesus Christus ist kein Privileg der ersten Osterzeugen. Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann im nicht-öffentlichen, aber live übertragenen Osterhochamt (12. April) im Trierer Dom gesagt. Es gehöre zum Wesen der Ostererfahrung, dass sie all denen offensteht, die sich ihr öffnen: „Und damit steht sie auch uns offen.“

Die ursprüngliche Ostererfahrung der Jüngerinnen und Jünger Jesu bestehe darin, dass der Jesus, den sie am Kreuz hatten hängen sehen, sich ihnen als Lebendiger zeigt. Sie seien die ersten gewesen, die die Erfahrung gemacht haben, dass Jesus in neuer Weise lebt und sich in ihrem Leben bemerkbar macht. „Und ihr Auftrag war es, Worte zu finden, um das, was sie erfahren hatten, zu bezeugen und damit anderen die Tür zum lebendigen Jesus aufzustoßen“, erläuterte der Bischof.

Die Ostererfahrung werde greifbar in dem, was schon die ersten Zeugen erlebt haben: in der Erfahrung, von Jesus persönlich gekannt und angesprochen zu sein; in der Erfahrung, einen tieferen Sinn in dem erkennen zu können, was einen umgibt, wenn auch vielleicht erst in Umrissen; und „in der Erfahrung, eine Ermutigung zu erleben, die ich mir nicht einfach selbst zugesprochen habe, sondern die Geschenk ist“.

Ackermann betonte, die Kraft des Auferstandenen und damit die Kraft des Osterfestes werde durch die Corona-Krise nicht gemindert. Auch wenn in diesem Jahr „uns so manches von dem versagt bleibt, was wir traditionell mit Ostern verbinden“, werde das Osterfest in seiner Substanz nicht von der Krise „vermiest“. Vielmehr könne die Krise helfen, die Kraft, die im Osterfest steckt, neu zu entdecken: „Ich wünsche es uns.“

Der Bischof verband diesen Wunsch mit einem Zitat von Papst Franziskus. Der Papst hatte in seinem Brief an die Katholiken in Deutschland vom Juni 2019 geschrieben: „Fliehen wir nicht vor der Auferstehung Jesu… Nichts soll stärker sein als das Leben Jesu, das uns vorantreibt.“ Damit sei das Leben Jesu nach Ostern gemeint – „das Leben, das er mit jeder Generation neu lebt“. Und Ackermann deutete den Satz so: „Seien wir bereit, uns von der unbändigen Lebendigkeit des Auferstandenen überraschen zu lassen!“

(JR)

In der Videodokumentation: Der Ostergottesdienst aus dem Trierer Dom

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