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Bistum Trier
Freitag, 14. Februar 2020

Die richtigen Schlüsse ziehen

Jugendpastorale Studientage im Bistum Trier diskutieren Energiewende

Trier - „Wir sind sehr zufrieden, die vielen positiven Rückmeldungen zeigen uns: Das war das richtige Thema zur richtigen Zeit“, bilanzierte Kerstin Knopp die Jugendpastoralen Studientage im Bistum Trier. Sie ist die Leiterin des Arbeitsbereichs Jugendeinrichtungen und stellvertretende Leiterin der Abteilung Jugend im Bischöflichen Generalvikariat. Rund 70 Teilnehmer waren der Einladung des Bistums und des Bundes der Katholischen Jugend im Bistum Trier ins Robert Schuman Haus gefolgt. Sie diskutierten und bearbeiteten die Perspektiven und Herausforderungen der Energiewende. Das provokante Motto „Nur beten hilft nicht!“ sollte dabei an zwei Tagen zu Ideen anregen, die tatsächlich bei der Bewältigung der Klimakrise helfen können.

„Bei vielem, was ich über die Energiewende und den Klimaschutz wusste, war ich vorher eher unsicher“, sagte Anja Günther, Leiterin der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral in Bad Kreuznach. „Insbesondere der Vortrag am ersten Tag hat uns mit Fakten konfrontiert, die uns in Diskussionen mit Kritikern wieder sprachfähig machen können.“ Mit diesem Wissen werde dann aber auch die Jugendarbeit eine andere werden.

Zustimmung erhielt sie auch von Thomas Kaspar, Gemeindereferent in Beckingen. „Für mich ist die Erkenntnis wichtig, dass es nicht nur den einen, perfekten Weg gibt, sondern dass man bei vielen Dingen einen besseren Weg finden kann.“ Oft seien es auch die kleinen Schritte, die eine große Veränderung anstoßen können, weil sie den Menschen die Chancen geben, den Weg zu guten Lösungen mitzugehen. Er selbst habe sich vorgenommen, in seiner Arbeit noch stärker nach Kooperationen und Netzwerken zu sehen: zur Kommune, zu Vereinen und anderen Institutionen. „Auch dadurch erreichen wir eine Bewusstseinsbildung“, so Kaspar.

Kerstin Knopp beschrieb das Dilemma vieler junger Menschen: „Die globalen Herausforderungen in den Bereichen Energie, Rohstoffe, Umwelt und Klima rücken immer dringlicher in den Fokus unserer Wahrnehmung. Schülerinnen und Schüler gehen freitags auf die Straße, engagieren sich aktiv im Klimaschutz und stellen fest: Die Klimakrise ist eine reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation.“ Gleichzeitig gebe es keine einfachen Antworten und Rezepte, denn es sei schwierig, die Zusammenhänge zu verstehen und die richtigen Schlüsse zu ziehen.

„Was sind die Erfahrungen und Perspektiven?“, Professor Martin Pudlik in seinem Hauptvortrag zu Beginn der diesjährigen Studientage. Seit Januar 2012 forscht Pudlik am Fraunhofer-Institut in für System- und Innovationsforschung ISI als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Competence Center Energiepolitik und Energiemärkte. Seine Forschungsschwerpunkte liegen vornehmlich in der Geoinformatik, der Energiepolitik, der Ökonometrie und der Wirtschaftsanalyse von erneuerbaren Energien. Die anschließenden Workshops beleuchteten die unterschiedlichen Bereiche des Klimawandels und boten Anknüpfungspunkte und Handlungsmöglichkeiten für die eigene Arbeit. Gesprochen wurden über Themen wie die Energiewende in der Kirche, über Nachhaltigkeit in verschiedenen Bereichen und die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus. Angesprochen wurde auch, was man vor Ort an seinem Arbeitsplatz oder in der Pfarrei tun könne und welche Perspektiven die Schülerproteste von „Fridays for Future“ eröffnen. Am Abend bestand zudem die Möglichkeit, mit Jugendlichen, die sich aktiv für den Klimaschutz engagieren, etwa bei Fridays for future und Extinction Rebellion, in den Austausch zu gehen.

Kerstin Knopp zog letztlich ein positives Fazit der Gespräche. Dankbar sei sie auch für die Zusammenarbeit mit der Klimamanagerin des Bistums, Charlotte Kleinwächter, mit der man in einem weiteren Projekt zusammenarbeite. Denn auch bei dem von der Diözesankommission für Umweltfragen ausgeschriebenen Umweltpreis stünden in diesem Jahr junge Menschen und deren Ideen im Mittelpunkt. „Die diesjährigen Studientage schließen für uns dieses Thema sicher noch nicht ab.“

Weitere Informationen zur Abteilung Jugend im Bischöflichen Generalvikariat gibt es unter: www.jugend-bistum-trier.de.

(tef)

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