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Bistum Trier
Sonntag, 6. Januar 2019

„Die Welt wird heller durch den Stern, der euch begleitet!“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt Sternsinger aus Bistum Trier

Berlin/Trier – „Lieber Herr Bundespräsident, die Sternsinger sind da! Wir bringen Ihnen den Segen für das neue Jahr.“ Mit diesen Worten hat die zehnjährige Selma Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begrüßt. Sie gehörte zu den 39 Sternsingern aus dem Bistum Trier, die am Sonntagvormittag am Sternsingerempfang des Bundespräsidenten und seiner Frau Elke Büdenbender im Schloss Bellevue teilnahmen. Dort vertraten sie die rund 300.000 Mädchen und Jungen, die um den Jahreswechsel von Tür zu Tür ziehen und Spenden für benachteiligte Kinder in aller Welt sammeln.

Die Sternsinger kamen aus den Pfarreien St. Antonius in Saarhölzbach, St. Hildegard in Emmelshausen, St. Johannes in Sirzenich und dem Pallotti-Haus in Neunkirchen. In Trier hatten Ende 2017 mehr als 2.600 Sternsinger die 60. Aktion Dreikönigssingen bundesweit eröffnet. Es ist das zweite Mal in seiner Amtszeit, dass Bundespräsident Steinmeier die Sternsinger empfing.

„Ihr bringt nicht nur Gottes Segen, ihr öffnet Türen. Und damit gelingt euch etwas ganz Besonderes: Menschen, die sich gar nicht kennen, öffnen sich, und sie kommen ins Gespräch miteinander. Es sind ganz verschiedene Menschen: junge und alte, gesunde und kranke, Frauen, Männer und Kinder. Es sind Menschen, die immer in Deutschland gelebt haben und andere, die zu uns gekommen sind. Es sind Christen und Nicht-Christen. So wie auch ihr, die Sternsinger, verschieden seid, so wie auch bei euch alle Kinder willkommen sind. Und das finden wir großartig!“, sagte Bundespräsident Steinmeier zu den Kindern, die sich um ihn im Großen Saal des Schlosses versammelt hatten. „Euch, die Sternsinger, und die Menschen, die euch die Tür aufmachen, verbindet etwas: Ihr seid offen für Neues. Und ihr wollt Kindern helfen, denen es nicht so gut geht. Kindern, die in armen Ländern leben oder in Ländern, in denen Krieg ist. Ihr schenkt also auch etwas, so wie damals die Könige, und ich finde, euer Geschenk ist das Schönste, das man sich vorstellen kann. Ihr setzt euch ein, um zu helfen. Und das ist leider überhaupt nicht selbstverständlich. Ihr könntet ja auch einfach zu Hause chillen. Ich möchte euch dafür ganz, ganz herzlich danken. Die Welt wird heller durch den Stern, der euch begleitet!“, so Bundespräsident Steinmeier.

 

Motto und Beispielland vorgestellt

„Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ heißt das Motto der Aktion Dreikönigssingen 2019, bei der besonders auf Kinder mit Behinderung aufmerksam gemacht wird. Das Beispielland ist Peru.

Vor der Ansprache des Bundespräsidenten hatten die kleinen und großen Könige symbolisch an das Schlossportal geklopft und das Staatsoberhaupt mit einem Lied begrüßt. Die Sternsinger Maren (13), Selma (10) und Darleen (9) schrieben den Segen „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) an das Portal.

Im Großen Saal des Schlosses stellten Sternsinger aus St. Johannes in Sirzenich in einem kurzen Anspiel dann den Themenschwerpunkt der Aktion vor. Sie machten darauf aufmerksam, dass weltweit rund 165 Millionen Kinder geistig oder körperlich beeinträchtigt sind. Viele davon wachsen in Armut auf.

Helena (9) und Emil (8) nahmen die Spende von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier entgegen. Mit seiner Spende unterstützt der Bundespräsident den gemeinnützigen Verein CERAM (Centro de Rehabilitación y Asistencia Médica – auf Deutsch: Zentrum für Rehabilitation und medizinischen Beistand), ein Projektpartner des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘. In der Stadt Puquio in Zentralperu gründeten Eltern und Ordensleute im Jahr 2005 den Verein CERAM. Im Vereinszentrum untersuchen Ärzte und Psychologen Kinder mit Behinderung aus armen Familien.

Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, der gemeinsam mit Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Kinder begleitet hatte, dankte Bundespräsident Steinmeier für die Einladung. „Dass die Sternsinger hier im Schloss Bellevue von Ihnen empfangen werden, ist ein großes Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung für die Kinder und Jugendlichen, die mit großer Begeisterung als Sternsinger unterwegs sind“, sagte Prälat Krämer.

Bauchkribbeln war plötzlich weg

Mit der Einladung zum Empfang setzte Steinmeier die Tradition der Empfänge fort, die schon seine Amtsvorgänger Karl Carstens, Roman Herzog, Johannes Rau, Horst Köhler, Christian Wulff und Joachim Gauck gepflegt hatten. Im Anschluss an den offiziellen Teil wartete auf die Kinder und Jugendlichen noch ein besonderes Highlight: Sie durften bei Kakao und Brezeln hautnah mit dem Bundespräsidenten sprechen und alle ihre Fragen stellen. Simon aus Emmelshausen hatte zuerst großes Bauchkribbeln, wie er erzählt. Simon gehörte auch zu der Gruppe der Musiker und fand besonders herausfordernd, mit dem Tenorhorn draußen in der Kälte zu spielen. „Aber als wir dann vorne standen, hat sich die Anspannung ganz schnell gelegt und es war einfach nur noch schön.“ Beeindruckt war er von der Antwort Steinmeiers auf seine Frage, in wie vielen Ländern der schon gewesen sei. „Mindestens 80 hat er gesagt.“ Für Simon wird dieser Besuch jedenfalls unvergesslich bleiben.

Hinter den 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die bundesweit von Tür zu Tür gehen, stehen das Hilfswerk der Sternsinger und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start im Jahr 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Insgesamt haben die Sternsinger bisher über eine Milliarde Euro gesammelt. Weltweit konnten dadurch mehr als 73.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert werden.

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