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Bistum Trier
Donnerstag, 16. September 2021

Die Zeit zu handeln ist jetzt

Christians For Future übergeben Forderungen an Bistum Trier

Trier/Koblenz/Saarbrücken. – Klimaschutz, Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung – dafür engagiert sich die Initiative Christians For Future. Ihre Forderungen haben sie an 39 katholische und evangelische Bistumsleitungen deutschlandweit überreicht – so auch an den Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Der betonte bei der Übergabe: „Es kann nicht angehen, der nächsten Generation das Ringen um eine bessere Klimapolitik zu überlassen. Auch wir, die wir schon älter sind, müssen vor der Zukunft bestehen.“ Insgesamt zwölf Forderungen sind es, die in Trier stellvertretend Brigitte Karpstein und der Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) an Plettenberg übereichten.

Christians For Future sind Teil der Fridays For Future-Bewegung. Sie sehen ihre Aufgabe darin, die Glaubensgemeinschaften innerhalb der Gesellschaft zu erreichen. So fordern sie, dass sich Kirchenleitungen solidarisch mit den Forderungen von Fridays For Future zeigen – durch Worte und Taten – und dass sie ihren Einfluss nutzen, um einen deutlicheren Wandel hin zu klimagerechter Politik zu fordern. Konkret sollen die Diözesen unter anderem bis 2030 ihre Klimaneutralität erreichen. Haushaltsplanungen und Investitionen seien an diesem Ziel auszurichten. Auch sollte pro 100.000 Kirchenmitgliedern eine Vollzeitstelle für den Umwelt- und Klimaschutz geschaffen werden. Die Kirchenleitungen sollten auch sicherstellen, dass das dringende Handeln zur Bewahrung der Schöpfung in der pastoralen Arbeit und Ausbildung grundgelegt ist.

„Der Klimaschutz hat bei uns schon einen hohen Rang“, betonte von Plettenberg und dankte für das Engagement von Christians For Future. Über viele der Forderungen, die Brigitte Karpstein konkret für das Bistum Trier formulierte, werde in den entsprechenden Gremien der Diözese gesprochen, etwa über Photovoltaikanlagen für kirchliche Gebäude oder die Frage, wie Klimagerechtigkeit zu einer Querschnittsaufgabe in den neuen Pastoralen Räumen werden könne. Von Plettenberg lud daher auch die Vertreter der Christians For Future und des BDKJ in die Diözesankommission für Umweltfragen des Bistums (DKU) ein, um dort gemeinsam mit ihm nach Lösungen und Wegen zu suchen.

Ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung ist ein wichtiges Anliegen des Bistums. Schon 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien überarbeitet und Handlungsanweisungen für alle kirchlichen Angestellten erlassen. Zuletzt hat das Bistum mehrere kirchliche Schulen mit Photovoltaikanlagen und das Diözesanmuseum in Trier mit einer klimafreundlichen Pellet-Heizung ausgerüstet. Seit dem 1. September beschäftigt es eine festangestellte Klimaschutzmanagerin. Vorangetrieben wird das Thema im Bistum Trier unter anderem von der Diözesanen Kommission für Umweltfragen (DKU). Die DKU unterstützt ausdrücklich den Aufruf „Churches For Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit als Solidaritätsbezeugung mit der weltweiten „Fridays For Future“-Bewegung.

Das weltweite Netzwerk ruft für den 24. September 2021 zu seinem nächsten globalen Klimastreik auf. Auch Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier Dr. Jörg Weber schließen sich dem Aufruf an. Zudem gibt es einen gemeinsamen Aufruf der Bischöfe in Trier, Hildesheim und der Bolivianischen Bischöfe im Rahmen der Bolivienpartnerschaft.

Mehr zum Klimaengagement der Bistums auf: https://www.umwelt.bistum-trier.de. Auch Christians For Future haben eine eigene Internetseite mit ihren Forderungen: https://christians4future.org

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