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Bistum Trier
Donnerstag, 27. Februar 2020

Dienst am Menschen – ganz selbstverständlich

Bischof Ackermann besucht Trierer Klinikum Mutterhaus

Trier – „Es ist beeindruckend zu sehen, wie hier in aller Selbstverständlichkeit Tag für Tag rund um die Uhr der Dienst am Menschen geleistet wird.“ Bischof Dr. Stephan Ackermann ist an diesem Aschermittwoch (26. Februar) zu Gast im Trierer Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen. Damit setzt er einen Impuls aus seinem Fastenhirtenbrief um und besucht eine Einrichtung, in der Menschen sich in besonderer Weise anderen Menschen zuwenden. Darum geht es nämlich beim „diakonisch Kirche sein“: Neben dem Fasten und Beten sollen die Christinnen und Christen im Bistum Trier in der Österlichen Bußzeit ihren Blick auf die „Werke der Liebe“ und die tätige Nächstenliebe richten.  

Sich gegenseitig bestärken

In der Eingangshalle des Klinikums am Standort „Mitte“ wird Bischof Ackermann von Krankenhausoberin Elke Kirsch und dem Seelsorgeteam Pfarrer Peter Klauer, Schwester M. Edeltraud Placke, Pastoralreferentin Anne Pütz und Luzia Schreiner begrüßt. Sie geben ihm einen kurzen Einblick in die Arbeit der Seelsorgerinnen und des Seelsorgers: Das sechsköpfige Team ist für Patienten wie Angestellte da, macht zahlreiche Angebote und steht vor allem für die persönliche Begleitung zur Verfügung. Weiter geht es auf die Station B8, wo der Bischof bereits von den „Grünen Damen“ Elfriede Schlosser und Irene Winter erwartet wird. Die „Grünen Damen“ im Mutterhaus – auch einige Herren sind in der Patientenbetreuung ehrenamtlich aktiv – gibt es seit 15 Jahren. Schlosser und Winter sind beide seit über zehn Jahren dabei: Grund genug für den Bischof, den beiden Frauen für ihr Engagement einen Blumengruß zu überreichen. Die „Grünen Damen“ nehmen den Bischof mit ins wöchentlich stattfindende Patientencafé, wo ganz schnell ein angeregtes Gespräch in Gang kommt. Das Café sei auf Initiative eines früheren Krankenhauspfarrers entstanden, berichtet Kirsch. Betrieben wird es von den ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern. „Das ist eine Gruppe, die sich gegenseitig bestärkt; da entstehen Verbindungen“, berichtet Pastoralreferentin Pütz. Das sei gerade auf der Onkologie, wo Krebspatienten oft für lange Zeit oder mehrfach da sind, ganz wichtig.  Kirsch erklärt, die engagierten Frauen und Männer würden ebenfalls begleitet, mit Teamgesprächen und Fortbildungen. Und auch „Nachwuchs“ gibt es immer mal wieder: „Durch ‚Mundpropaganda‘ oder eigenes Erleben kommen neue Leute dazu.“

„Das ehrliche Interesse am Menschen ist unverzichtbar“

Auf dem Weg in ein Krankenzimmer bleibt der Bischof für ein kurzes Gespräch mit Pflegekräften stehen und fragt nach: Wie ist die Station im Moment besetzt, welche Ausbildung haben die Frauen und Männer, wie sind die Dienstzeiten? Umgekehrt wollen die Pflegekräfte wissen, warum er heute hier ist.  „Es geht in der Fastenzeit auch darum, meine Offenheit für Gott und die Menschen zu zeigen. Deshalb ist es mir wichtig, Orte wie dieses Krankenhaus zu besuchen“, sagt Ackermann. Für die Einzelbesuche bei Patienten auf der Onkologie und der Palliativstation nimmt Ackermann sich Zeit. Ihm werde neu bewusst, „wie wichtig bei aller Professionalität die Zuwendung ist: Das ehrliche Interesse am Menschen ist unverzichtbar – davon leben wir“. Das bestätigen ihm auch Oberärztin Sabine Weykam-Mahlberg (Palliativ) und Chefarzt Dr. Rolf Mahlberg (Onkologie), mit denen sich der Bischof über die Fragen von guter Betreuung austauscht.

Der Besuch endet, wo er begonnen hat: im Eingangsbereich des Klinikums – mit der Austeilung des Aschenkreuzes, zusammen mit den Seelsorgerinnen Sr. Edeltraud und Anne Pütz. Zum ersten Mal gibt es das „Aschenkreuz to go“ in der Klinikhalle.

„Das ist ein ungewohnter Ort für mich, aber es passt sehr gut hierher“, sagt der Bischof. Schnell hat sich eine größere Gruppe versammelt; es kommen Patienten, Besucher und Angestellte. „Ich verstehe dieses Angebot so, dass Menschen zu Beginn der Fastenzeit ein Zeichen setzen wollen“, erläutert Ackermann. Das Aschenkreuz sei „Zeichen der Frömmigkeit und des Segens“. Beim Auflegen des Aschenkreuzes sagen die Seelsorger: „Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zu Staub zurückkehren wirst“. Gerade im Krankenhaus „nehmen wir die Zerbrechlichkeit des Lebens besonders in den Blick“, gibt Ackermann zu bedenken. An diesem Ort sei das ein allgegenwärtiges Thema. Für ihn sei das Aschenkreuz deshalb ein Zeichen der Ehrlichkeit, des Realismus und mit dem Blick auf Ostern und die Auferstehung auch ein Zeichen der Hoffnung. Dass so viele das Angebot nutzen, freut den Bischof: „Ich finde es sehr schön, dass ich heute den diakonischen Aspekt mit dem spirituellen und missionarischen Impuls des Aschenkreuzes verbinden konnte.“

Dass die Kirche im Bistum Trier sich künftig noch stärker diakonisch ausrichten soll, ist Ackermann ein wichtiges Anliegen. Für ihn geht es auch darum zu zeigen: „Wir Christinnen und Christen sind an der Seite der Menschen; wir sind da, wir sind ansprechbar.“ Umso schöner, dass zwei junge Soldaten aus Spangdahlem den Bischof beim Rausgehen noch kurzerhand einladen, mit ihnen zu ihrem kranken Kameraden zu gehen und auch ihm das Aschenkreuz aufzulegen.

Informationen zum Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen sind unter www.mutterhaus.de zu finden. Informationen zur diakonischen Ausrichtung des Bistums Trier gibt es unter www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/diakonisch auf der Homepage des Bistums.

(JR)

 

 

 

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