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Bistum Trier
Montag, 19. Oktober 2020

Doppelte Großherzigkeit für doppelte Katastrophe

Bischof bittet um Spenden zum Sonntag der Weltmission

Trier/Koblenz/Saarbrücken – Bischof Dr. Stephan Ackermann ruft gemeinsam mit dem internationalen katholischen Hilfswerk missio zur Teilnahme an der weltweit größten katholischen Solidaritätsaktion, dem Sonntag der Weltmission, auf. Dazu wurde ein Schreiben des Bischofs in allen Gottesdiensten am 18. Oktober verlesen. Die Kollekte, die am Sonntag, 25. Oktober, gesammelt wird, ist für die Arbeit in den 1.100 ärmsten Diözesen in Afrika, Asien und Ozeanien bestimmt. Für die Menschen in den Partnerländern bedeutet die Pandemie großes Leid – sie haben kein Einkommen mehr und müssen hungern. Einen Sozialstaat, der sie auffängt, gibt es nicht. Die Kirche helfe medizinisch und seelsorglich, so gut sie könne.

Da bedingt durch die aktuelle Situation weniger Menschen in die Gottesdienste kommen können und dürfen, befürchtet missio in diesem Jahr einen drastischen Einbruch der Spenden. „Das wäre eine doppelte Katastrophe. Wir bitten deshalb im Namen unserer Partnerinnen und Partner die Gläubigen in Deutschland, darauf mit doppelter Großherzigkeit zu antworten“, sagt Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen.

In diesem Jahr steht Westafrika beispielhaft im Vordergrund der Aktion. „Selig, die Frieden stiften“ lautet das Bibelzitat zum diesjährigen Weltmissionssonntag. Wo früher verschiedene Religionen und Ethnien friedlich zusammen lebten, herrschen jetzt Terror und Gewalt. Um die Menschen gegeneinander aufzubringen, werden die Konflikte zum Teil religiös aufgeladen. Die Kirchen in Westafrika wollen das durch interreligiöse Zusammenarbeit und Friedensarbeit verhindern. Sie möchten die Konfliktparteien dazu bringen, wieder aufeinander zuzugehen. 

Weitere Informationen gibt es unter www.missio-hilft.de und unter www.weltkirche.bistum-trier.de.

(aw)

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