Unsere WebSeite verwendet Cookies (kleine Textdateien, die sie auf Ihrem Rechner ablegt); dadurch bleibt bistum-trier.de für Sie möglichst leicht zugänglich und komfortabel. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung . Sie können in den Einstellungen Ihres Browsers bestimmen, ob er Cookies akzeptiert oder nicht. Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Bistum Trier
Montag, 16. April 2018

Ehrenamtliches Engagement ist österlicher Dienst

Kardinal Woelki eröffnet Ehrenamtstag mit Pontifikalamt

Trier – Mit einem Pontifikalamt mit dem Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki und dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann ist der Tag des ehrenamtlichen Engagements bei den Heilig-Rock-Tagen eröffnet worden. Der Gottesdienst am 15. April im Dom war der erste offizielle Besuch des Kardinals als Erzbischof und Metropolit der Kirchenprovinz Köln in Trier.

Als „besonders geeignet für eine Einladung“ bezeichnete Bischof Ackermann den Anlass der Heilig-Rock-Tage und bedankte sich bei seinem Kölner Amtsbruder Woelki, dass er zum Trierer Bistumsfest gekommen sei. Das musikalisch vom Leibniz-Chor St. Ingbert (Bistum Speyer) gestaltete Pontifikalamt am dritten Sonntag nach Ostern stand ganz unter dem Eindruck der christlichen Auferstehung. Es sei das „Grunddatum“ der Christen, sagte Woelki in seiner Predigt: „Wir können gar nicht aufhören, Ostern zu feiern. Gott zeigt uns darin, was er draufhat; er lässt seinen Sohn nicht im Dunkel, sondern holt ihn heraus. Das ist die gute Nachricht, die wir zu bezeugen haben.“ Wie Jesus Christus dürften auch wir auferstehen. „Er hat uns aufgenommen in sein dreifaltiges Fluten, damit jeder das Ewige Leben hat. Dieses Geschenk seiner Liebe vermittelt uns Gott durch die Kirche. Und davon muss unser Leben in der Kirche bestimmt sein.“ Christen seien untereinander verbunden durch den Heiligen Geist wie die Glieder eines Leibes. „Aufeinander bezogen, füreinander da und füreinander bestimmt“, so solle es, sagte der Kardinal, auch in der Kirche sein. „Dazu sind wir herausgerufen, dies zu bezeugen“, betonte er und dankte den vielen Frauen und Männern, die am Tag des ehrenamtlichen Engagements das Gotteshaus füllten – darunter viele Vertreter der Kolpingsfamilien des Bistums, die nach einer kurzen Wallfahrt mit ihren Fahnen am Beginn des Gottesdienstes in den Dom eingezogen waren.

Alle, die sich einsetzen würden, stellten sich den Herausforderungen der Gesellschaft, betonte Woelki. Berufung und Sendung in der Kirche bedeute „den Einsatz für die Zivilisation und den Schutz des Lebens, für Flüchtlinge, für Gerechtigkeit, für Schwächere“ – und dafür, dass etwa aus „Arbeit 4.0 auch ein Sozialstaat 4.0“ werde und Arbeit und ein Leben im Alter in Würde möglich sei. „Du hast mehr verdient“, sagte der Kardinal mit Bezug auf das Motto des Bistumsfestes, „mehr als Flaschensammeln im Alter oder die Teilnahme an einer Medikamentenstudie, damit das Geld reicht.“ Der Mensch habe verdient, in Würde wahrgenommen zu werden. Wer selbst beschenkt sei mit der österlichen Liebe, frage von selbst, was er dem Anderen Gutes tun könne. Die Kirche mit der Katholischen Soziallehre und die Ehrenamtlichen etwa in den Verbänden suchten bis heute nach Antworten, wie Gerechtigkeit im Kontext der Arbeit geschehen könne. „Wir sind herausgerufen, an der Gestaltung des Gemeinwohls mitzuarbeiten - das haben Menschen heute verdient, nicht weniger. Dieser Einsatz ist ein österlicher Dienst“, fasste Woelki zusammen, was die „Aufgabe der Christen ist, an der sie sich messen lassen müssen“.

Im Anschluss an den Gottesdienst öffneten Ackermann und Woelki die Heilig-Rock-Kapelle für die Pilger und Besucher des Tages. Im Kulturzelt vor dem Dom spielte derweil der Musikverein 1908 Saarburg-Beurig e.V. zum Frühschoppen-Konzert auf. Als einer der größten Musikvereine der Region Saar-Obermosel gestaltete das traditionsreiche Orchester unter der Leitung von Dirigent Volker Biwer auch die anschließende Eröffnung des Tages des ehrenamtlichen Engagements im vollbesetzten Kulturzelt. „Ich bin ganz überrascht, dass ihr auch so lockere Sachen spielt. Ich kenne euch sonst nur von der Beuriger Marientracht – mit ganz ernster Musik“, scherzte Bischof Ackermann mit Bezug auf die dortige Marienwallfahrt. Im Beisein von Kardinal Woelki und gemeinsam mit der Leiterin des Arbeitsbereiches Ehrenamtsentwicklung im Bistum, Michaela Toll, begrüßte der Trierer Bischof die Gäste zum Ehrenamtstag.

(red)

Weiteres:

News Details