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Bistum Trier
Freitag, 17. August 2018

Ein Schritt zur Integration und zur Wahrung der Würde

Bischof Ackermann besucht Jobbörse für Geflüchtete

Saarbrücken – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am Donnerstag, 16. August, die Jobbörse der Handwerkskammer des Saarlandes besucht. Die Jobbörse richtete sich an Jugendliche, vor allem aber an geflüchtete Menschen. Zusammen mit dem Verein „Saarwirtschaft hilf Flüchtlingen“ und anderen Partnern hat die Handwerkskammer die Jobbörse bereits zum dritten Mal veranstaltet. Etwa 500 junge Frauen und Männer kamen, um sich über Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu informieren.

Bernd Wegner, Präsident der Handwerkskammer und Mitglied des Saarländischen Landtags betonte, wie wichtig es sei, Geflüchteten eine Perspektive zu bieten: „Integration geht über Arbeit“, sagte er. Bereits jetzt seien etwa sechs Prozent der Ausbildungsverträge des Handwerks im Saarland mit Flüchtlingen abgeschlossen. Die rund 15 Aussteller auf der Jobbörse kämen mit der Erwartung, junge Menschen zu finden, um sie einzustellen. Dies seien wichtige Schritte auf dem Weg, die Integration zu fördern. „Uns ist wichtig, denjenigen, die vielleicht keine perfekte Bewerbungsmappe besitzen, ins Gespräch mit möglichen Arbeitgebern zu bringen.“ Wegner dankte den Betrieben, die zusätzliche Herausforderungen wie Sprachvermittlung der Ausbildung oder die Beschäftigung von Geflüchteten meisterten. Er freute sich auch, dass Bischof Ackermann zu Besuch kam, um mit den Ausstellern und den Besuchern vor Ort ins Gespräch zu kommen.

„Arbeit ist für den Menschen mehr als nur eine bloße Tätigkeit“, sagte der Bischof. „Arbeit gibt dem Menschen Würde und hilft ihm, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Jeder, der fremd in unserem Land ist, jeder, der keine Arbeit hat, jeder, der am Rand der Gesellschaft steht, hat eine Chance auf Würde und Integration verdient. Mit der Jobbörse bietet die Handwerkskammer Geflüchteten, die sich bei der Suche nach einer Arbeit schwer tun, diese Chance. Ich freue mich, dass es Institutionen wie die Handwerkskammer und Vereine wie „Saarwirtschaft hilft Flüchtlingen“ gibt, die sich zusammenschließen, um gemeinsam eine solche Plattform anzubieten. Sie reichen zahlreichen Menschen die Hand, Sie heißen sie willkommen und ermöglichen ihnen den nächsten Schritt zur Integration und zur Wahrung ihrer Würde. Denn jeder, der eine Arbeit hat, bringt sich wiederum für die Gesellschaft ein und kann denen helfen, die an ihren Rändern stehen und deren Würde bedroht ist. Das ist der Dienst am Nächsten.“

Bischof Ackermann betonte auch, wie wichtig der Einsatz der Ehrenamtlichen für Geflüchtete sei. „Es gab und gibt weiterhin großes Engagement zahlreicher Menschen in unserem Land für Geflohene und Vertriebene und das Bistum Trier unterstützt das“, sagte er. Er freue sich vor allem, dass man in der Zeit der großen Flüchtlingswelle nicht nur gesehen habe, dass viele geholfen haben, die sich auch zuvor schon ehrenamtlich engagiert hatten, sondern auch Menschen, die zum ersten Mal aktiv wurden; Menschen, die sich plötzlich auch in den Pfarreien oder bei der Caritas eingebracht hatten. Der Bischof dankte allen, die sich in irgendeiner Art und Weise für andere Menschen einsetzen.

(dh)

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